12.12.2018

DSGVO und Upload-Filter unter den Top 5 Google-Trendthemen in Österreich

Google Österreich präsentierte heute Mittwoch die jährlichen Google-Trends für das Jahr 2018. Unter den Top 5 Themen befinden sich die seit Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und der Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform – auch bekannt unter "Upload-Filter".
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Arbeit, AI, KI
(c) Google -

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und der Jahreswechsel steht vor der Türe. Aus diesem Anlass präsentierte Google Österreich, wie schon in den vergangenen Jahren, die Google-Such-Trends für 2018. Für die Trends hat Google nicht nur eine Liste der „Suchbegriffe des Jahres“, sondern auch „Themen des Jahres“ erstellt. Besonders spannend ist, dass sich das netzpolitische Thema „Upload-Filter“ auf Platz 4 und die seit Mai in Kraft getretene DSVGO auf Platz 5 befindet. Die Top 3 belegen hingegen die Themen „Zeitumstellung“, das „Don’t smoke – Volksbegehren“ und das „Frauenvolksbegehren“.

Die DSGVO umsetzen – ein Ratgeber für Startups & KMU aus Österreich

Google „Top 10 Themen“ des Jahres 2018

  1. Zeitumstellung
  2. Volksbegehren Rauchverbot
  3. Frauenvolksbegehren
  4. Upload-Filter (Artikel 13)
  5. DSGVO
  6. Chemnitz
  7. Metaller KV Verhandlungen
  8. Migrationspakt
  9. Bayern Wahl
  10. 12-Stunden Tag

Google „Top 10 Suchbegriffe“ des Jahres 2018

Zusätzlich zu den „Top 10 Themen“, bei denen verschiedene Suchanfragen zu einer gewissen Thematik gebündelt erhoben werden, stellte Google natürlich auch eine Liste der „Top 10 Suchbegriffe“ des Jahres 2018 zusammen. Dabei zeigt sich, dass 2018 ein sportlich geprägtes Jahr war. „Top 1 Suchbegriff“ des Jahres 2018 ist die „Fußball WM“. Jedoch auch Events, wie die olympischen Winterspiele, Australien Open und Wimbledon befinden sich unter den „Top 10 Suchbegriffen“. Auch die Royale Hochzeit als Society-Event des Jahres und die Mondfinsternis als Naturspektakel bewegte die Suche.

  1. Fußball WM
  2. Avicii
  3. Daniel Küblböck
  4. Jens Büchner
  5. Olympische Winterspiele
  6. Meghan Markle
  7. Mondfinsternis
  8. Bitcoin Kurs
  9. Australien Open
  10. Wimbledon

„Bitcoin Kurs“ auf Platz 8 der „Top 10 Suchbegriffe“

Spannend an diesem Ranking ist, dass sich die Österreicher auch für Kryptowährungen interessieren. So erscheint der Suchbegriff „Bitcoin Kurs“ auf Platz 8 der „Top 10 Suchbegriffe“. Obgleich die Rubrik „Suchbegriffe des Jahres“ von den Rubriken „Themen des Jahres“ bzw. „Schlagzeilen des Jahres“ zu unterscheiden ist, zeigt sich ein weiteres spannendes Detail. 2017 nahm „Bitcoin Kurs“ in der Rubrik „Schlagzeilen des Jahres“ noch Platz 4 ein. Ob man dadurch einen Rückgang des Interesses an der Thematik „Bitcoin“ ableiten kann, lässt sich jedoch nur schwer feststellen.

Alles zu den Themen Blockchain & Kryptoökonomie

Zudem hat Google separat für die Thematik „Kryptowährung“ die meisten Suchanfragen erhoben. Hierbei zeigt sich, dass Bitcoin eindeutig Platz 1 einnimmt, Ethereum es hingegen nicht unter die Top 5 der Suchanfragen schafft. Die Kryptowährung Ripple nimmt übrigens Platz 4 ein. In Hinblick auf die Kryptowährungsbörsen sind CoinMarketCap, Binance und Bitpanda unter den fünf meisten „Suchbegriffen“ vertreten. Das Wiener Krypto-Trading-Startup Bitpanda schafft es auf den beachtlichen 3. Platz. Im Jahr 2017 verzeichnete Bitpanda einen Transaktionsumsatz von rund 600 Millionen Euro.


=> zum Jahresrückblick 2018

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Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle

Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.

Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.

Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße

Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.

(c) 2nd Cycle

„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.

Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.

Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“

2nd Cycle wurde im Jänner 2024 von einem fünfköpfigen Team um Simon Prüller als FlexCo gegründet. Bereits bei der Gründung sollen Business Angel Michael Altrichter und die Amstettner Müller Gutenbrunn Group mit jeweils sechsstelligen Beträgen eingestiegen sein. Im Oktober 2025 folgte eine Finanzierungsrunde über rund eine Million Euro, unter anderem mit eQventure, Angels United und Buzzard Energy. Damals erwirtschaftete das Startup bereits erste Umsätze mit der automatisierten Prüfung von PV-Modulen, etwa mit einem Auftrag der EVN zum Test des beim Hochwasser 2024 überfluteten Photovoltaik-Kraftwerks Dürnrohr.

Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“

Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.

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