05.09.2022

GinGillard: Die zitrushaltige Spirituose nach Geheimrezept aus der Normandie

Das Startup GinGillard bietet seinen Kund:innen eine zitrushaltige Spirituose. Das Kultgetränk aus der Normandie mit 23,9 Prozent Alkoholgehalt wird nun in München nach geheimen Familienrezept produziert.
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Die GinGillard-Gründer. (c) GinGillard
Die GinGillard-Gründer. (c) GinGillard

Die Geschichte von GinGillard ist lang. Und zwar reicht sie bis in das 19. Jahrhundert zurück. Vom Limonadenstand über das Altstadtfest in der Normandie bis in die Münchner Destillerie – die GinGillard-Gründer haben einiges zu erzählen. Mit einer über Jahrzehnte hinweg verschwiegenen Rezeptur hat es das hörgeschädigte Founder-Trio rund um Fabio Del Tufo, Damian Breu und Dominik Nimar geschafft, die zitrushaltige Spirituose mit zitronig-herber Geschmacksnote aus der Normandie in die Kühlschränke der GinGillard-Liebhaber:innen zu bringen. „Wir sind gehörlos bzw. schwerhörig und haben kein Gehör. Aber wir bieten eine Geschmacksexplosion für das Auge, die Nase und für den Mund”, erklärt Del Tufo. 

Erster Gillard im 19. Jahrhundert ausgeschenkt

Über Jahre hinweg wurde aus der Limonen-Kräuter-Mischung ein auf Gin-basierendes Kultgetränk mit 23,9 Prozent Alkoholgehalt. Neben einem hochwertigen Gin mit den 13 typischen Botanicals enthält die zitrushaltige Spirituose den Gillard. „Der Gillard ist das Herzstück des Getränks, der es erst so harmonisch macht. Mit weiteren Zutaten wie der erfrischenden Zitrone wird der Gillard gemischt und am Ende mit dem Gin zusammengeführt. Erst dann entsteht dieses fruchtige Erlebnis, nicht zu hart und nicht zu süß“, so Damian. Der GinGillard eigne sich bestens pur, zum Dessert oder zum Mixen von Cocktails.

Die Rezeptur von Gillard wurde von Senior Gillard 1927 entwickelt. Für vier Jahre verkaufte er dieses Getränk an einem kleinen Limonadenstand in der Normandie. Daraufhin gab er die Rezeptur an seinen Sohn, Monsieur Gillard, weiter. Der vermischte das Getränk mit Gin, das er dann jährlich auf dem Altstadtfest verkaufte. Eines Tages probierte auch Fabio Del Tufo – Freund der Familie Gillard – das Kultgetränk aus der Normandie und verliebte sich in das Getränk. Um die Rezeptur von Monsieur Gillard zu erhalten, musste er versprechen, jeden Sommer auf dem Altstadtfest auszuhelfen. Gesagt, getan, erbte Del Tufo im Jahr 2003 das Rezept auf Schmierpapier und gründete 2016 GinGillard, um die zitrushaltige Spirituose mit verfeinerter Rezeptur zu vertreiben. 

Menschen mit Hörbehinderung designen Kunstboxen von GinGillard 

Neben dem Geschmack ihres Getränks sind die Gründer auch stolz auf das Design ihrer Kunstboxen. Denn die Boxen werden von Künstler:innen mit Hörbehinderung gestaltet. „Wir haben durch unsere Hörschädigung natürlich auch viele Barrieren erfahren, aber trotzdem haben wir drei es geschafft, mit viel Mut und Stärke diese Barrieren zu überwinden. Wir haben immer an uns geglaubt und sind von unserem Produkt überzeugt. Unser Ziel ist es, ein inklusives Unternehmen aufzubauen, mit einem besonderen Getränk“, sagt Damian. 


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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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