08.06.2018

Ex-ÖFB-Kapitän Christian Fuchs gründet eSports-Team

Christian Fuchs war Team-Kapitän der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Jetzt will der ambitonierte Sportler ein Esport-Team gründen.
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Christian Fuchs
(C) Sport1: Christian Fuchs

Seit 2015 spielt Fuchs in England bei Leicester City. Nun will er seiner Familie nach New York folgen und entweder in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS), oder gar als Kicker in der American Football-Liga NFL seine Karriere ausklingen lassen. Irgendwo dazwischen hat der erfolgreiche Fußballspieler Zeit gehabt, sich in den Esport einzulesen und nun will er selbst dort aktiv werden.

+++Esport wird als Sport anerkannt – nicht in Österreich +++

„Team Fuchs“ startet mit FIFA

In einem Interview mit der Daily Mail in England spricht Fuchs von Plänen, ein Team im Spiel FIFA aufzustellen, welches unter seinem Namen an Turnieren teilnehmen soll. Im Lauf der Zeit sollen Teams in anderen Games aufgebaut werden. In welchen, will Fuchs noch nicht sagen. Der ehemalige ÖFB-Team-Kapitän ist nicht der erste Fußballer, der auf diesem Gebiet aktiv wird. Der ehemalige niederländische Nationalspieler Ruud Gullit hat bereits im Vorjahr „Team Gullit“ gegründet, eine Akademie für junge FIFA-Spieler, die dort zum Profi ausgebildet werden.

Sport trifft Esport

Der Fußball hat Esport schon lange für sich entdeckt. In Deutschland gibt es schon zahlreiche Vereine, darunter etwa den FC Schalke 04, die talentierte Gamer unter Vertrag nehmen. In Österreich hat im Vorjahr die eBundesliga aufhorchen lassen. Dort traten alle Bundesliga-Vereine in einer FIFA-Liga an, vertreten von zuvor gescouteten Gamern. Das Turnier, für das sich über 6.000 Spieler angemeldet hatten, wird wohl Ende des Jahres fortgesetzt.

⇒ Wikipedia-Eintrag zu Christian Fuchs

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(v.l.) Das Führungsteam von reebuild: Nicolaus Lederer, Alexander Kornell, Matteo Cimadom, Luca Papay © Oskar Fleischanderl

Papierordner und manuell geführte Excel-Tabellen sollen der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es nach reebuild geht. Das Tech-Startup automatisiert mit seiner KI administrative Tätigkeiten von Bauleitern. Es wandelt also Dokumente, PDFs, Fotos etc. in strukturierte Daten um oder automatisiert Aufgaben wie die Rechnungsprüfung. In der vergangenen Pre-Seed-Runde sind bereits bekannte Investoren wie Hansi Hansmann eingestiegen (brutkasten berichtete). Nun schloss reebuild eine Seed-Runde von über drei Millionen Euro ab, angeführt vom europäischen Investor Fortino Ventures, mit Beteiligung von Rise PropTech und CuriosityVC.

Weitere Automatisierung des kaufmännischen Ablaufs

Mit dem frischen Kapital sollen KI-gestützte Module weiterentwickelt werden, durch die der kaufmännische Ablauf von der Kalkulation bis zur Buchhaltung weitgehend automatisiert werde. „Wir wollen den Kosmos auf unserer Plattform mit immer neuen Workflows erweitern. Darunter verstehen wir z.B. den Erstellungsprozess von Ausgangsrechnungen“, sagt CEO und Gründer von reebuild Alexander Kornell im brutkasten-Gespräch. Zudem soll das Büro in Wien personell aufgestockt werden. Aktuell ist reebuild in Deutschland und in Österreich etabliert. Durch die Investitionen soll nun in weitere europäische Länder wie Italien oder Polen expandiert werden. Es gebe bereits Entwicklungspartnerschaften mit ersten Proof Points.

Zu den Kund:innen zählen Unternehmen wie Pittel+Brausewetter oder 3SI Immogroup. Die Software wird, laut dem Startup, in Wien entwickelt, in Deutschland gehostet und ist DSGVO-konform.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Bauunternehmen und Projektentwickler ist, ihre Backoffice-Prozesse mit Software und KI zu digitalisieren und zu automatisieren“, sagt Wouter Goossens, Partner bei Fortino Ventures. Reebuild erklärt, dass die Verwaltung und Steuerung von Kosten zwischen den Abteilungen im operativen Geschäft der Baubranche veraltet sei. Rechnungen würden händisch mit Vertragsbedingungen oder Lieferscheinen abgeglichen und Führungskräfte würden Entscheidungen auf Basis überholter Informationen treffen müssen.

„Wir kennen die Probleme der Branche aus erster Hand und entwickeln reebuild gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden extrem nah an der Praxis“, sagt Kornell über die Baubranche und ergänzt: „Wir sind überzeugt, dass wir diesen Markt mit einem Team aus Bau- und Technologie-Know-how aufmischen können. Nicht mit einem weiteren Tool, sondern mit einer Lösung, die wirklich versteht, wie Baustellen und Projekte kaufmännisch abgewickelt werden.“

Reebuild sorge für beschleunigte Prozesse und aktuellere Entscheidungsgrundlagen, was wiederum zu messbaren Einsparungen im gesamten Unternehmen führe. Beschaffungskosten könnten dadurch um bis zu 20 Prozent sinken.

Vision: Administrativer Aufwand auf null senken

Der bürokratische Aufwand soll laut reebuild in Zukunft gänzlich verschwinden. Auf Basis der strukturierten Daten hinter jedem Dokument entwickele reebuild das Agentic Backoffice für Bauunternehmen. KI-Agenten übernehmen eigenständig Routineaufgaben wie Prüfung, Abgleich und Vorkontierung. Dadurch sollen Teams ihre Zeit eher für das operative Geschäft anstatt für das manuelle Kostencontrolling nutzen.

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