22.01.2025
WIEN-CHAPTER

Founders Running Club: Lauf-Initiative startet Networking-Möglichkeit in Österreich

Der Founders Running Club wurde gegründet, um eine globale Plattform für Gründer:innen und Innovator:innen zu schaffen. Nun starten man in Wien.
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Founders Running Club, Laufen, Netzwerken,
© ungefiltert/zVg - Julia Kruselbruger (l), Philippa Allen (M.o.), Henrik Pitz (r. o..), Simon Schmiederer (M. u.) und Lucy Izquierdo Greene (r.u.).

Der Founders Running Club (FRC) ist ein globales Netzwerk mit mehr als 20.000 Mitgliedern in über 25 Städten (San Francisco, Berlin, London, Lissabon) und startet nun in Wien. Konkret handelt es sich um eine Kombination aus Laufen und Networking. Start ist der 2. Feber, ab dem sich Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Enthusiast:innen wöchentlich treffen wollen, „um das Wiener Startup-Ökosystem in Bewegung zu setzen“.

Federführend dabei sind die fünf City-Leader (für Wien) Julia Kruselburger (Independo GmbH), Lucy Izquierdo Greene (Fund F by Female Founders), Philippa Allen (Calm/Storm), Simon Schmiderer (zone14) und Henrik Pitz (CERPRO GmbH).

Founders Running Club: „Laufen nur Vorwand“

„Für uns steht die Community an erster Stelle. Das Laufen ist nur ein Vorwand, um sich zu vernetzen und persönlich kennenzulernen. 50 Prozent unserer Mitglieder laufen ausschließlich mit uns – und das meist nur einmal pro Woche“, erklärt Tim Tkachenko (Gründer des FRC).

Die Idee, ein Chapter in Wien zu gründen, entstand aus unterschiedlichen Inspirationen. „Ich bin vor Kurzem aus Paris nach Wien gezogen und suchte eine aktive Möglichkeit, Menschen aus der lokalen Startup-Szene zu treffen“, sagt Izquierdo Greene. Auch Pitz, der bereits an einem Lauf in San Francisco teilnahm, schätzt die Möglichkeit, Gleichgesinnte aus aller Welt zu treffen: „Innerhalb eines Monats fünf begeisterte City-Leader zu finden, zeigt das enorme Potenzial des Founders Running Clubs für Wien.“

Start beim Badeschiff

Konkret startet man am 2. Februar um 10:00 Uhr vor dem Badeschiff am Donaukanal – mit bewährter Struktur: ein lockerer 5-km-Lauf, gefolgt von Kaffee und Gesprächen. „Henrik und ich haben uns bei einem FRC-Event in Helsinki kennengelernt. Auf die Frage, ob es so etwas auch in Wien gibt, wurden wir direkt von der City-Leaderin einander vorgestellt“, erzählt Kruselburger.

Der Runners Club richtet sich an Gründer:innen und Investor:innen bis hin zu Tech-Enthusiast:innen und kreativen Köpfen. „Abendliche-Networking-Events haben regelmäßig meine Sportroutinen zunichtegemacht“, sagt Schmiederer. „Der FRC löst das für mich auf perfekte Weise.“

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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