09.03.2020

Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik : Wenn Zäune Strom erzeugen

Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Zudem verfügt das Unternehmen über eine langjährige Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energie.
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Leitinger Photovoltaik
(c) Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik GmbH / Website

In Österreich erhebt der „Photovoltaic-Austria-Verband“ seit dem Jahr 2000 jährlich die Anzahl der neu installierten Photovoltaik-Anlagen und deren kumulierter Leistung. Hierbei zeigt sich, dass sich die Leistung in den letzten zehn Jahren exponentiell entwickelt hat. Im Jahr 2008 belief sich diese noch auf 30 Megawatt, wohingegen es im Jahr 2018 bereits 1.500 Megawatt waren.

+++ zum Fokus-Channel: Impact Environment +++ 

Photovoltaik

Neben privaten Hausdächern und Dächern von gewerblich genutzten Gebäuden werden immer mehr Photovoltaik-Anlagen auf der grünen Wiese errichtet. Die Errichtung dieser Anlagen hat allerdings auch Nachteile, da oftmals eine große Grünfläche geopfert werden muss.

Ein Unternehmen das sich dieser Problematik angenommen hat, ist die Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik GmbH, die mehr als zwei Jahre an einer Lösung gearbeitet hat. Die Lösung ist eigentlich sehr simpel, hat aber einen großen Impact.

Das Unternehmen hat die Solarzelle in einen Zaun integriert, die von beiden Seiten Strom erzeugen kann. Durch die senkrechte Anordnung der Paneele, kann somit eine Menge an Platz gespart werden.

+++ 2 Minuten 2 Millionen, Folge 6: Der Favorit der Woche +++

Energiegewinnung

Der Wirkungsgrad liegt laut dem Unternehmen auf der Vorderseite bei 99 Prozent und auf der Rückseite bei 85 Prozent. Im Vergleich zu herkömmlichen Paneelen ist somit die Energiegewinnung nicht verschlechtert.

Auf der Website des Unternehmens heißt es: „Bei Einsatz dieses Systems im Agrar- oder Freiflächen-Photovoltaik-Bereich wird durch eine Ost-West-Ausrichtung der Ertrag um ca. zehn Prozent im Jahr gesteigert, zudem bleibt die Flächennutzung erhalten.“

Der Solarzaun ist aufgrund der beidseitig angebrachten Solarmodule konventionellen Anlagen mit nur einer aktiven Oberfläche überlegen. So liefert der Solarzaun laut der Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik Gmbh am Morgen und zur Abendzeit deutlich bessere Ergebnisse als herkömmliche Anlagen.

Weidezaun

Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Dazu zählen beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken. Durch eine modulare Bauweise können laut dem Unternehmen auch individuelle Lösungen angeboten werden.

Elektrotechnik Leitinger

Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat sich allerdings nicht nur auf die Produktion, Errichtung und den Vertrieb von der Solarzäune spezialisiert. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über eine langjährige Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien und hat sich zudem auf Kleinwind- und Wasserkraftwerke spezialisiert. Zudem bietet die Leitinger Photovoltaik GmbH Infrarotheizungen und Wohnraumbelüftung an.


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Giacomo Benassi (Kinsect), Matthäus Kircher (Solos) und Manuel Mairinger (Reploid) zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. © NOI Techpark/Marco Parisi

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Es wurlt in der Larvenkiste des österreichischen Scaleups Reploid: Larven der Schwarzen Soldatenfliege werden hier seit einigen Tagen gemästet. Sie ahnen natürlich nicht, dass sie bald eine wichtige Rolle im Kreislaufkonzept dreier Jungunternehmen spielen werden.

Zuerst aber dorthin, wo alles begonnen hat: an den NOI Techpark in Bozen, Südtirol. Auch hier wurlt es, nur bringen statt Insektenlarven Startups Leben in das 12 Hektar große Innovationsviertel. Aktuell arbeiten 76 Unternehmen, 37 Startups, drei Forschungsinstitute, vier Fakultäten der Freien Universität Bozen und insgesamt 2.400 Menschen hier gemeinsam für nachhaltigen Fortschritt. Man tüftelt in den Laboren an Prototypen, vernetzt sich auf Events, feilt beim Spaziergang über den 2017 eröffneten Campus, der sich inzwischen stark vergrößert und weiterentwickelt hat, an der nächsten Idee. Was Gründer:innen hier aber am meisten schätzen: das weitreichende Netzwerk.

Nicht gesucht – trotzdem gefunden

„Wer am NOI Techpark Fuß fasst, bekommt Zugang zu etablierten Akteuren und Investoren in Südtirol“, erklärt Manuel Mairinger, Managing Director und CEO von Reploid Italia. Das ursprünglich aus Österreich stammende Insekten-Scaleup hat sich bei der Expansion nach Italien wegen der hervorragenden Lage zwischen Österreich und Mailand für das Acceleration & Scale-up Programme des NOI Techpark als Launchpad entschieden. „Das NOI baut als renommierter Partner die Brücke zu potenziellen Kund:innen und Partner:innen, ganz ohne die Hilfe von Plattformen wie LinkedIn“, fügt der Reploid-Italia-CEO hinzu.

Mairinger weiß genau, wovon er spricht. Reploid Italia ist eines von drei am NOI inkubierten Jungunternehmen, die zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. Initiiert hat die Zusammenarbeit Sonja Tetter vom Team des Start-up Incubator. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Startups zusammen, kennen ihre Geschäftsmodelle, Technologien und Herausforderungen. Deshalb sehen wir relativ früh, wo eine Kooperation wirklich Mehrwert schaffen könnte“, erläutert Tetter. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen zur regionalen Kreislaufwirtschaft in Bozen beitragen. Und hier kommt die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wieder ins Spiel.

Die Schwarze Soldatenfliege als Gamechanger

Die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wird rund 25 Millimeter groß. © Reploid/Fabian Fallend

Nach nur einer Woche sind die Larven laut Reploid mit rund 25 Millimetern ausgewachsen und überzeugen mit innerer Größe: Sie sind sehr reich an tierischem Protein. Das aus ihnen gewonnene Mehl kann einen Proteingehalt von über 62 Prozent aufweisen.

Das macht die Larven zum potenziellen Proteinersatz, vor allem im Futtermittelbereich, etwa für Fische. „Wir züchten Welse, das sind Fleischfresser“, erklärt Matthäus Kircher, Gründer von Solos. Das Südtiroler Startup betreibt Aquaponik und verbindet Fischzucht mit dem Anbau von Kräutern und Salat.

Das Prinzip dahinter: Die Fische reichern das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit natürlichen Nährstoffen an, ein Biofilter leitet es ins Pflanzenbecken, wo Salat und Kräuter die Nährstoffe aufnehmen und das Wasser reinigen, bevor es zurück zu den Fischen fließt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Ein Punkt war Kircher dabei allerdings von Anfang an ein Dorn im Auge: das mit Fischmehl angereicherte Futter. „Bereits vor vier Jahren haben wir uns gefragt, wie wir tierische Proteine ohne Fischmehl verfüttern können“, erzählt er. Insekten bildeten schließlich die Lösung. Eine Studie ergab: Futtermischungen auf Insektenmehlbasis, angereichert mit Spirulina-Algen, lassen den Omega-3-Gehalt im Fischfilet höher ausfallen als bei herkömmlich gefütterten Tieren.

Aus Reststoffen wird Futtermittel

Insektenlarven werden durch die Kooperation zu nachhaltigem Fischfutter © NOI Techpark/Marco Parisi

Hier kommt Reploid ins Spiel: Das Unternehmen implementiert modulare Anlagen, die sogenannten „ReFarm-Units“. Dort verarbeiten Larven der Schwarzen Soldatenfliege regionale Reststoffe zu Insektenprotein und -fett für Futtermittel- sowie Industrieanwendungen. Ein weiteres Nebenprodukt ist der Insektenfraß, also die Ausscheidungen, aus denen organischer Dünger entsteht. Den dritten Baustein liefert Kinsect: Das italienische Startup entwickelt Technologien für die industrielle Zucht der Fliege und liefert Eier sowie Junglarven.

Am Standort von Solos in Tramin greifen so die unterschiedlichen Kompetenzen ineinander: Die von Kinsect bereitgestellten Larven werden in einer Insektenmastanlage von Reploid mit Lebensmittelnebenprodukten wie Apfeltrester, Kartoffelschalen oder Altbrot gefüttert. Solos nutzt sie anschließend als nachhaltiges Futtermittel in der Fischzucht. So soll Fischmehl ersetzt, sollen organische Reststoffe sinnvoll verwertet werden. Neben den ökologischen Vorteilen ergeben sich durch das Vorzeigeprojekt und den realen Usecase natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, von denen die drei Startups profitieren.

Drei Ansätze, ein gemeinsamer Nenner

Es ist eine Kooperation im Namen der Kreislaufwirtschaft, die ohne den NOI Techpark nie zustande gekommen wäre. „Am NOI Techpark konnte diese Synergie organisch entstehen“, fasst Kinsect-CEO Giacomo Benassi zusammen. „Dank der Zusammenarbeit im selben Ökosystem konnten wir viel schneller Vertrauen zueinander aufbauen.“ Der NOI Techpark ermöglicht damit nicht nur grenzüberschreitende, sondern auch branchenübergreifende Vernetzungen, die Startups entscheidend weiterbringen.

Und so wurlt es weiter am NOI Techpark. Jedes Jahr kommen neue Startups zur NOI-Community dazu. Für den Herbst-Batch kann man sich noch bis zum 5. Oktober bewerben – vielleicht entsteht daraus bald die nächste erfolgreiche grenzüberschreitende Startup-Kooperation.

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Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik : Wenn Zäune Strom erzeugen

Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Darunter sind beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken.

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Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Darunter sind beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken.

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Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Darunter sind beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken.

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Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik : Wenn Zäune Strom erzeugen

Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Darunter sind beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken.

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Die Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang in Salzburg hat einen Zaun entwickelt, der aus Solarpaneelen besteht und Strom produziert. Neben der Stromerzeugung erfüllt der Solarzaun zudem noch die Funktion eines Sichtschutzes und hat eine Vielzahl an möglichen Einsatzgebieten. Darunter sind beispielsweise Einzäunungen für die Tierhaltung oder Einfriedungen von gewerblich genutzten Grundstücken.

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