25.02.2020

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

In der vierten Folge der aktuellen Staffel von "2 Minuten 2 Millionen" sah man smarte Sohlen, die bei "Freezing" helfen sollen, wandelnde Ampeln und Indoor-Wiesen für Hauskatzen. Zudem erhielt erstmals in dieser Season ein Startup ein Millionen-Angebot.
/artikel/2-minuten-2-millionen-folge-4-2020-millionen-investment
2 Minuten 2 Millionen, Presono, Hillinger, Gschwandtner, Schneider, Haselsteiner, Rohla, Kuntke, Zech, REWE, Startup
(c) Puls 4/ Gerry Frank - Presono Gründer Martin Behrens und Geschäftsführer Lukas Keller greifen mit ihrer Software US-Gigant Microsoft an.
kooperation

Der erste in der vierten Folge der aktuellen Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ war Thomas Steiner. Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung.

+++ Schneider investiert irrtümlich zur doppelten Bewertung +++

Test-Listung für Baihu

Diese Bewertung ließ Winzer Leo Hillinger laut schnauben, während Nachhaltigkeits-Experte Martin Rohla nach der Markttätigkeit des Unternehmens fragte. Bisher wären 4.500 Stück von Baihu verkauft worden; zehn Prozent davon würden zum Zeitpunkt der Aufzeichnung in eine Test-Listung in den deutschen Einzelhandel gehen.

Handelsketten an der Hand?

Mediashop-Chefin Katharina Schneider wollte wissen, wie man bei 15.000 Euro Umsatz auf die ausgerufene Bewertung komme. Der Gründer erklärte, er habe mit dem deutschen Einzelhandel Streckenlieferungs-Verträge vorliegen und auch die Test-Listung im süddeutschen Raum stehe an. Außerdem gebe es Interesse von großen und mittelgroßen deutschen Handelsketten.

Absage und Ticket bei 2 Minuten 2 Millionen

Die folgende Kostprobe von Baihu ließ alle Juroren ein paar Momente schweigen, bevor Rohla meinte, er würde nicht investieren. Die USP des Startups könne in einem heiß umkämpften Markt zu wenig kommuniziert werden. Auch die Bewertung wäre unrealistisch. Danach meldete sich Trendmanager Markus Kuntke zu Wort und verteilte das REWE-Startup-Ticket.

Keine Massenware

Er widersprach Rohla und meinte, die meisten Instant-Artikel wären Massenware. Ein veganes, hochwertiges Produkt würde hingegen eine große Kundschaft ansprechen. Der Gründer nahm die Listung bei Merkur und Billa natürlich an.

Auftritt Haselsteiner

Ex-Runtastic-Gründer Gschwandtner outete sich als „Nicht-Nudel-Fan“ und stieg aus. Hillinger folgte mit positivem Feedback, meinte aber die Bewertung passe nicht. Schneider lobte den Geschmack der Produkte, sagte aber, sie könne sonst nichts dazu beitragen. Und dann eröffnete Hans Peter Haselsteiner das Kreuzverhör.

Ziel: 70.000 Stück

Er fragte nach beteiligten Investoren, Kapital und ob die GmbH schuldenfrei wäre. Der Gründer erwähnte, dass er und ein weiterer Bekannter, der in China weile, das Startup besäßen und sie 36.000 Euro Stammkapital (teilweise) aus dem Bekanntenkreis gestemmt hätten. Schulden gebe es keine. Das Investoren-Geld benötige der Gründer, um die nächste Charge von 70.000 Stück zu produzieren.

Angebot, Gegenangebot, Argumentation

Haselsteiner bot daraufhin ein Wandel-Darlehen von 300.000 Euro für 26 Prozent Übernahme, falls es mit einer Rückzahlung mit drei Prozent Zinsen innerhalb von 24 Monaten nicht klappen sollte. Nach kurzer Beratung kehrte Steiner zurück und machte ein Gegenangebot: Ein Wandel-Darlehen, ausgelegt auf 36 Monate und mit 20 Prozent Anteilsabgabe. Dies lehnte Haselsteiner ab und argumentierte, warum er gegen seine Überzeugung auf ein großes Geschäft dennoch in den jungen Mann investieren würde.

Der Burgenländer und China

„Wenn ein Burgenländer Sinologie studiert, ist das bereits etwas Besonderes“, sagte der Bau-Tycoon schmunzelnd. Und er meinte, wenn Steiner ans eigene Produkt glaube, könne er den Deal annehmen. Falls es an der Frist zur Rückzahlung scheitere, wären die 26 Prozent „mehr als angebracht“. Der Gründer rettete die unangenehme Situation damit, dass er meinte, wenn man lange in China lebe, so sei man das Verhandeln gewöhnt. Das Gegenangebot wäre nicht respektlos gemeint gewesen. Schlussendlich ging der Deal durch.

Baihu, Hillinger, Gschwandtner, Schneider, Haselsteiner, Rohla, Kuntke, Zech, REWE, Startup
(c) Puls4/ Gerry Frank – Thomas Steiner darf sich über Hans Peter Haselsteiner als neuen Partner freuen.

Elpradobox: Nature in the Box

Nachfolgend bei „2 Minuten 2 Millionen“ pitchte Anita Müller. Ihre Elpradobox ist eine handgefertigte Massivholzbox für Katzen. Sie ist mit mineralisierter Erde und einem biologisch aufgebauten und verzehrbarem Rollrasen ausgelegt. Die gelernte Tischlerin argumentierte damit, dass Katzen Natur für ihre Gesundheit bräuchten, wie der Mensch den Wald. Sie forderte 150.000 Euro für 20 Prozent Beteiligung.

Kein Investment-Case

Haselsteiner merkte sofort an, dass ein Gartenbesitzer die Box nicht brauche. Die Gründerin meinte, dass ihre Katze, der ein Garten zur Verfügung stehe, auch ihre Erfindung gerne benutze. Müller argumentierte in weiterer Folge gut und souverän, musste sich aber von Haselsteiner anhören, ihr Unternehmen sei kein Investment-Case.

Hillinger, Gschwandtner, Schneider, Haselsteiner, Rohla, Kuntke, Zech, REWE, Startup
(c) Puls 4/ Gerry Frank – Anita Müller möchte Hauskatzen ein wenig Natur zurückgeben.

Gschwandtner: „Null Prozent Glaube“

Florian Gschwandtner meinte sogar, er glaube an das Produkt zu Null Prozent. Auch Rohla ging ohne Angebot, es sei zu leicht, die Box nachzumachen. So machte es ihm Schneider nach und ließ Hillinger als letzten Juror zurück. Der überlegte lange und entschied sich gegen ein Angebot, auch wenn der Tier-Markt ein wachsender sei. Kein Deal für die Elpradobox.

helpsole: Reizsole gegen Erstarren bei 2 Minuten 2 Millionen

Als dritte zeigten sich Philipp Lederle, Ferdinand Perktold und Neurologe Dieter Volc von helpsole dem Publikum. Das Startup hat eine Schuhsole entwickelt, die Parkinson-Erkrankten helfen soll. Das Tool in der Sole erkennt, wenn der Patient ein so genanntes „freezing“ – also ein plötzliches Erstarren – erleidet. Dann setze die Sole einen Reiz, wodurch der Erkrankte wieder weitergehen könne, so der Claim des Startups. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile.

Eine Million Euro nötig

Der Vorteil von helpsole im Vergleich zu anderen Produkten sei, dass die Sohle automatisch erkenne, wenn „freezing“ auftritt. Von dieser Krankheit seien weltweit drei Millionen Menschen betroffen. Das Startup plane, im dritten Quartal 2021 marktreif zu sein und benötige als medizinisches Produkt der „Klasse 2“ für Zulassungen und dergleichen insgesamt rund eine Million Euro Kapital, so die Gründer.

„Lächerliche 50.000“

Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Perktold erklärte, das Kapital sei für klinische Tests nötig. Durch diverse EU- und Landes-Förderungen erhoffe sich das Startup zusätzlich bis zu 600.000 Euro in naher Zeit.

2 Minuten 2 Millionen, Hillinger, Gschwandtner, Schneider, Haselsteiner, Rohla, Kuntke, Zech, REWE, Startup
(c) Puls 4/ Gerry Frank – helpsole benötigt bis zur Marktreife rund eine Million Euro.

Haselsteiner will „der Partner“ sein und erhöht Angebot

Der Bau-Tycoon nannte helpsole eine interessante Angelegenheit. Er bot allerdings nicht die gewünschte Summe, sondern 250.000 Euro für 26 Prozent Anteile. Er würde gerne „der Kapitalpartner“ sein und nicht auf eine weitere Finanzierungsrunde warten. Außerdem wolle er beim nächsten Finanzgeber mitbestimmen, deshalb die 26 Prozent-Forderung.

Aus eins mach zwei bei 2 Minuten 2 Millionen

Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Rohla folgte. Schneider allerdings bot die 50.000 Euro für fünf Prozent und wollte sich bei Haselsteiner anschließen. Haselsteiner stimmte zu und betonte, dass man sich schon einigen und gemeinsam 26 Prozent „vertreten“ würde. Deal für helpsole.

Presono: Der Powerpoint-Konkurrent

Die vierten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Martin Behrens, Gründer von Presono und Geschäftsführer Lukas Keller, der wenige Wochen nach Aufzeichnung das Unternehmen jedoch verließ. Hierbei geht es um Präsentationslösungen mittels eines interaktiven und multimedialen Tools. Das Produkt soll das Erstellen von Präsentationen und die Gestaltung einheitlicher Slides vereinfachen.

Markt hat halbe Milliarde User

Beim Pitch der Gründer erfuhr der Zuseher, dass täglich rund 30 Millionen Präsentation gehalten werden, aufs Jahr gerechnet ergibt das zehn Milliarden Vorträge. Seit letztem Jahr ist eine Cloud-basierende Version des Tools für User verfügbar, womit sich ein Markt von 500 Millionen Office-Usern weltweit für das Startup ergebe. Die Unternehmer forderten 600.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile.

Umsatzsprung geplant

Nach dieser Firmenbewertung stellte Haselsteiner fragend fest, dass die beiden Entrepreneure mit dieser Forderung „gar nicht rot würden“. Keller – der 15 Jahre Berufserfahrung bei Microsoft, etwa als CIO für die Region Westeuropa und zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Österreich aufweisen kann – hatte prompt eine Antwort parat und meinte, sie könnten dies mit Zahlen argumentieren. Über drei Jahre Entwicklungsarbeit und drei Millionen Euro würden bereits in Presono stecken. Der Umsatz sei bisher von 50.000 Euro auf 370.000 Euro angestiegen und solle heuer auf 600.000 Euro anwachsen.

Modularer Ansatz

Wie der brutkasten bereits berichtete verfolgt Presono mit seinem Tool einen modularen Ansatz a la Baukasten-System. Vorhandene Folien könnten aktuellen Bedürfnissen entsprechend neu angeordnet werden – auch spontan während der Präsentation, ohne dass es für das Publikum sichtbar ist. Gschwandtner fasste für den Zuseher am Sofa zusammen, was für Vorteile eine einheitliche Präsentations-Lösung für Unternehmen bietet.

Zeit Sparen bei firmeninternen Präsentationen

Mit Presono würden nicht mehr 20 verschiedene Versionen einer Präsentation innerhalb einer Firma „herumgeistern“. Und diverse Formatschwierigkeiten beim Versenden von etwa Folien oder Dateien an Kollegen würden damit ein Ende finden. Der springende Punkt: Es gehe viel um Zeitersparnis. Und wie Keller einwirft um Produktivität, die durch sinnloses aber oft notwendiges Umgestalten von Präsentationen leiden würde. Bei Presono könne jeder jederzeit einfach auf eine gültige Version eines Inhaltes zugreifen.

Erweiterung auf B2C

Für Gschwandtner war der Nutzen im B2B-Bereich klar. Dennoch hakte er nochmal nach, welchen Mehrwert Presono für den Endkunden habe. Behrens erklärte, dass die bisherige Zielgruppe größere Unternehmen waren, das Startup sich aber für den B2C-Bereich öffne.

+++ hi.health: Siebenstelliges Investment für Startup des mySugr-Cofounders Fredrik Debong +++

Self-Service

Nach einer Live-Vorführung zum Begriff „Hillinger“, die die Arbeitsweise der Software vorstellte, wollte Rohla Näheres zum neuen „Self-Service“ und Zielen der Firma wissen. Zu jenem Zeitpunkt gab es 300 User im „Trial-Verfahren“, davon waren 30 zu zahlenden Kunden konvertiert.

Gschwandtners Ja bei 2 Minuten 2 Millionen

Gast-Juror Heinrich Prokop sah daraufhin fragend in Richtung Gschwandtner und fragte, „ob das viel sei“. Dieser bejahte und meinte zehn Prozent Konvertierungsrate seien viel. Behrens warf zudem ein, dass ihr durchschnittlicher User sich drei bis vier Mal pro Woche im Tool aktiv bewege.

Die „Tanten“ des Hillinger

Hillinger dachte daraufhin an seine, Zitat, „Marketing- und Social-Media-Tanten“ und fragte nach, ob jene Presono für Präsentationen nutzen und nach einem Jahr einfach Adieu sagen könnten. Dieser Aussage stimmten die Gründer zu und erklärten, dass alle bisherig gehaltenen Präsentation per Exportmöglichkeit als PDF-Dokument abgespeichert werden könnten. Damit User nach Ende der Kundschaft weiterhin Zugriff auf die Dateien hätten.

Zwei Absagen bei 2 Minuten 2 Millionen

Rohla fand den Auftritt der beiden Unternehmer großartig, ging aber als potentieller Investor, da er nicht helfen könne. Dem schloss sich Hillinger an. Er würde aber mit seinen „Damen“ über die Nutzung Presonos reden. Zudem sei ihm die Bewertung zu hoch.

Von der Flasche zum Star

Haselsteiner gab zu, dass er in dem Bereich nicht affin genug sei und deshalb nicht investieren könne. Für ihn waren Zeit seines Lebens eine Präsentation eines Individuums ein Gradmesser seiner Qualität. Er hätte sehr große Bedenken, „wenn Presono in der Lage wäre aus einer Flasche einen Star zu machen“.

Premiere bei Staffel 7 von 2 Minuten 2 Millionen

Danach schaltete sich Daniel Zech per Screen zu, der mit SevenVentures auch heuer wieder Media-Budget verteilt. Er bot ohne Umschweife eine Million Euro für zehn Prozent Beteiligung. Dies lies die Juroren Grübeln. Prokop stieg als nächster aus, tat dies aber mit hohem Lob. Gschwandtner blieb als letzte „Hoffnung“ über.

Digitale Unternehmen und ihre Andersartigkeit

Der Tech-Experte strich den Mut der beiden Unternehmer hervor, etwa einen Konzern wie Microsoft zu verlassen und sich mit Riesen anzulegen und widersprach Hillingers Aussage der zu hohen Bewertung. Er sagte: „Es sind nicht die klassischen Maßnahmen, wie man Unternehmen im digitalen Bereich bewertet“. Mit einem „monthly recurring revenue“ könne man solche Zahlen wie bei Presono ruhig ausrufen. Jedoch sei er nicht da, um ihnen ein Angebot zu machen, er schaue sich das Startup weiter an.

+++ Cora Health: Blutdruck-Startup übersetzt App für Flüchtlinge auf Arabisch +++

Goldesel B2C – Medien-Millionen-Deal für Presono

Während der Beratungsphase der Gründer erklärte Zech den Juroren im Studio sein hohes Angebot. Der ganze B2C-Bereich würde geöffnet werden, dazu kämen KMU als potentielle Kunden. Man würde mittlerweile jeden ansprechen. Dann kehrten Behrens und Keller überraschend mit einem Gegenvorschlag zurück: Acht Prozent für die genannte Summe, gekoppelt mit einer zukünftigen Finanzierungsrunde mit externen Investoren. Es kam zum Deal.

Der Ampelmensch

Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes. Die gebürtige Münchnerin hat einen Prototypen entwickelt, der Fußgänger nachts sichtbarer und deren Ausflüge sicherer machen soll. Der Name des Startups lautet Walking Light. Das Produkt: Ein Gurt mit einem Licht zum Umschnallen, das vorne ein grünes Ampelmännchen, hinten ein rotes führt. Sie forderte für ihre Idee, die sie serienreif machen möchte, 100.000 Euro für 25 Prozent Anteile.

2 Minuten 2 Millionen: Nicht Kapital sondern Partner gesucht

Hillinger warf sofort ein, dass die Gründerin für ein umsatzloses Produkt eine zu hohe Bewertung ausgerufen hätte, was Gerdes sofort relativierte. Es ginge ihr gar nicht ums Geld, sie suche einen Partner.

Persönliche Erfahrungen sind keine Daten

Zusätzlich zur besseren Sichtbarkeit von Fußgängern hätte sie zudem einen „Alarm-Knopf“ im Sinn, der am Gurt angebracht werden könnte – zum Schutz für Frauen und Kindern, denen Gefahr droht. Das Problem der Gründerin zeigte sich alsbald in den Fragen der Investoren nach dem potentiellem Markt. Alle, die sie kenne, würden das Produkt haben wollen, meinte sie und erntete von Rohla als Antwort, dass ihr persönliches Umfeld keine Markt-Studie sei.

Hillinger, Gschwandtner, Schneider, Haselsteiner, Rohla, Kuntke, Zech, REWE, Startup
(c) Puls 4/ Gerry Frank – Walking Light soll Fußgänger bei Dunkelheit sichtbarer und dadurch auch sicherer machen.

In Ideen investieren Investoren nicht

Gschwadtner meinte, er könne nicht in Ideen investieren, sie müsste weiter sein, damit es für ihn als Investor spannend wäre. Ähnlich sah es Hillinger und ging als zweiter. Schneider sah das Produkt nicht als „wahren“ Problemlöser und wollte ebenso wie Rohla nicht investieren. Haselsteiner glaubte zwar an die Idee, aber nicht daran, dass man damit viel Geld verdienen könnte. Kein Deal.


⇒ Baihu

⇒ Elpradobox

⇒ helpsole

⇒ Presono

⇒ Walking Light (keine HP)

⇒ PULS 4/2min2mio

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
vor 18 Stunden

„Innovation in Isolation ist eine Illusion“: Baurek-Karlic über zwölf Jahre World Venture Forum

Beim World Venture Forum in Kitzbühel trafen sich Investor:innen aus 33 Nationen. brutkasten war vor Ort und sprach mit Gründer Berthold Baurek-Karlic über die Anfänge als Golfrunde, die neue Stiftung und die Frage, warum zehn Jahre Dachfonds-Diskussion zehn verlorene Jahre für den Wirtschaftsstandort sind.
/artikel/innovation-in-isolation-ist-eine-illusion-baurek-karlic-ueber-zwoelf-jahre-world-venture-forum
vor 18 Stunden

„Innovation in Isolation ist eine Illusion“: Baurek-Karlic über zwölf Jahre World Venture Forum

Beim World Venture Forum in Kitzbühel trafen sich Investor:innen aus 33 Nationen. brutkasten war vor Ort und sprach mit Gründer Berthold Baurek-Karlic über die Anfänge als Golfrunde, die neue Stiftung und die Frage, warum zehn Jahre Dachfonds-Diskussion zehn verlorene Jahre für den Wirtschaftsstandort sind.
/artikel/innovation-in-isolation-ist-eine-illusion-baurek-karlic-ueber-zwoelf-jahre-world-venture-forum
Initiator Berthold Baurek-Karlic eröffnet das World Venture Forum, im Hintergrund Bitcoin Suisse CEO Andrej Majcen – Foocredit: World Venture Forum

Wenn sich Anfang Juli Investor:innen aus 33 Nationen in Kitzbühel versammeln, dann nicht für Pitch-Marathons, sondern für Gespräche am Berg: Das World Venture Forum (WVF) ging heuer von 6. bis 11. Juli in seine zwölfte Ausgabe – unter dem Motto „Vectors of Change“. Den heutigen Namen trägt die Veranstaltung seit vier Jahren, davor lief sie als Venture Week. Das Format ist bewusst klein gehalten: Rund 200 Teilnehmer:innen, die laut Veranstalter ein Kapital von mehr als 40 Milliarden Euro repräsentieren, verteilen sich über eine Woche auf Themen-Chalets zu Web3, Family Offices, Corporate Innovation und Impact. Dazu kommen ein Golfturnier, eine Trekking-Tour auf die Streif und die Gala im K3 KitzKongress samt Award-Verleihung. Am Donnerstag und Freitag verschmilzt das Programm traditionell mit dem Business Angel Summit, dem Jahrestreffen der österreichischen Angel-Szene.

Hinter dem Event steht Berthold Baurek-Karlic, Gründer und CEO von Venionaire Capital, der das Forum vor zwölf Jahren mit ins Leben gerufen hat. brutkasten traf ihn vor Ort zum Gespräch – über die Anfänge als Golfrunde, die Philosophie hinter dem Format, die neu eingetragene gemeinnützige Stiftung und die Frage, warum Österreich seiner Ansicht nach zehn Jahre in der Standortdebatte verloren hat.


brutkasten: Das World Venture Forum geht mittlerweile in die zwölfte Ausgabe. Wie ist das Ganze entstanden – und wie hängt es mit dem Business Angel Summit zusammen?

Berthold Baurek-Karlic: Vor zwölf Jahren gab es hier in Kitzbühel eine kleine Golfrunde – gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Standortagentur Tirol. Wir haben gesagt: Wir bringen informell lokale und ein, zwei internationale Investoren zusammen und reden darüber, wie wir mehr Kapital mobilisieren und international mehr Augen auf unseren Heimatmarkt und die EU bringen. Das Feedback war sehr gut, es gab Folgeveranstaltungen. Dann hat sich herauskristallisiert, dass es Bedarf an einem Jahrestreffen der Business Angels gibt – stark auf Österreich fokussiert, mit Bayern und Südtirol als Umfeld. Daraus wurde der Business Angel Summit, den wir bis heute in Partnerschaft und Freundschaft begleiten. Wir selbst haben daraus eine europäische Venture Week in Kitzbühel entwickelt – das heutige World Venture Forum. Es beginnt bereits am Montag; am Donnerstag und Freitag verschmilzt das Programm dann mit dem Summit, unserem Partnerevent.

Was ist die DNA des Forums?

Wir machen ein Event von Investoren für Investoren. Unser Versprechen ist: Hier sitzt du am Tisch und nicht am Menü. Du gehst nicht in einen Raum, wo auf einen Investor zehn Startups kommen, die Geld wollen. Stattdessen hast du eine entspannte Atmosphäre über mehrere Tage, in der du Vertrauen aufbauen kannst, um international zu co-investieren. Kitzbühel ist dafür wunderbar geeignet: Wir machen den Content am Berg – dort kann keiner weglaufen, und es gibt wenig Ablenkung. Im zwölften Jahr haben wir 33 Nationen versammelt und repräsentiertes Kapital von weit über 40 Milliarden. Gleichzeitig sind wir bewusst klein geblieben, knapp über 200 Teilnehmer – Qualität ist wichtiger als Quantität.

Berthold Baurek-Karlic bei der Eröffnung des Gala Dinners am Mittwoch | (c) World Venture Forum

Seit dem Vorjahr gibt es auch eine Stiftung.

Ja, die World Venture Forum Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung nach Bundesstiftungsrecht. Es war unglaublich schwierig, sie zu bekommen – zwei Jahre und zehn Monate. Sie kann nicht wieder aufgelöst werden, sie hat den Anspruch, ewig zu bestehen. Wir mussten aber lernen, dass sie ein Jahr eingetragen sein muss, bis die Spendenabsetzbarkeit greift. Das letzte Jahr war deshalb in Wahrheit die Hölle. Heuer konnten wir mit unserer Charity Auction erstmals Kapital einsammeln – knapp 60.000 Euro. Dazu haben wir mittlerweile Chapter Presidents in 19 Ländern, die das ganze Jahr die lokale mit der internationalen Community vernetzen. Die Stiftung lebt nach einem einfachen Prinzip: Innovation in Isolation ist eine Illusion.

Im Fokus der Stiftung steht Bildung. Was heißt das konkret?

Es geht um Innovations- und Entrepreneurship-Empowerment. Einerseits Capacity Building: Investoren die Skills zu geben, um lokal einen guten Job zu machen und internationale Standards einzuhalten. Andererseits haben wir mit der Hochschule Fresenius ein Programm entwickelt, das Scaleup-Gründern die Werkzeuge gibt, international zu raisen. Am Anfang hast du Friends, Family, Fools und lokale Angels – aber irgendwann brauchst du internationale Investoren, die dir neue Märkte aufmachen. Dort helfen wir.

Der Vorstand der World Venture Forum Stiftung: Alexander Rapatz und Berthold Baurek-Karlic | (c) World Venture Forum

Es sind auch Startups vor Ort. Welche Regeln gelten für sie?

Die Oberregel ist: Hier wird nichts verkauft. Es sind ausschließlich Scaleups vor Ort, in der Regel im Windschatten eines Sponsors – und jeder Founder, der hier ist, hat selbst schon investiert. Ein gutes Beispiel ist Florian Wimmer von Blockpit, der seit Jahren auch als Business Angel aktiv ist. Am Ende soll es keine Verkaufsveranstaltung sein. Die Leute sollen nach Hause gehen und sagen: Ich habe etwas gelernt.

Beim Business Angel Summit wurde viel über die politischen Rahmenbedingungen in Österreich diskutiert. Ist das auch hier Thema?

Wir haben ganz bewusst Martin Ohneberg als Festredner eingeladen und ich bin sehr glücklich über seine Rede. Er hat zu hundert Prozent recht: Wir labern viel zu viel und tun viel zu wenig. Politischer Diskurs ist wichtig, aber wenn wir zehn Jahre über einen Dachfonds diskutieren, haben wir zehn Jahre verloren. Ursprünglich wurde an einem Fund of Funds mit fünf bis zehn Milliarden gearbeitet – heute reden wir über einen Scaleup-Fonds mit 500 Millionen. Wir haben also weniger und zehn Jahre verloren. Am Panel kam die Frage, ob der Staat nicht mehr Geld in Fonds stecken sollte. Die Antwort eines deutschen Scaleup-Gründers war treffend: Viel gescheiter wäre, der Staat würde die Produkte kaufen, die in Europa entstehen – Umsatz ist besser als Eigenkapital.

Disclaimer: brutkasten ist Medienpartner des World Venture Forum

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

„2 Minuten 2 Millionen“ Folge 4: Erstes Millionen-Investment der Staffel

Sein Startup Baihu produziert vegane Instant-Nudeln aus hochwertigen Zutaten und ohne chemische Zusätze. Der Sinologie-Student, der am „Instant Nudel-Markt“ sein „Premium-Produkt“ etablieren möchte, forderte 300.000 Euro Investment für 15 Prozent Beteiligung. Die Gründer forderten 50.000 Euro für fünf Prozent Anteile. Haselsteiner fragte, was es dann mit den „lächerlichen“ 50.000 Euro als Forderung auf sich habe. Gschwandtner empfahl das faire Angebot Haselsteiners anzunehmen und ging so wie Hillinger ohne Angebot. Den Abschluss der vierten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“ machte Barbara Gerdes.