19.06.2023

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

Es ist vor allem der Zeitpunkt, den Jeff Bezos für seinen Erwerb gewählt hat, der Platz für Spekulationen lässt. Manche wundern sich, andere sehen einen Trollversuch in Richtung Elon Musk.
/artikel/die-schmaehs-von-milliardaeren-nach-20-jahren-kauft-jeff-bezos-eine-einzelne-amazon-aktie
Bezos, Amazon-Aktie, eine Amazon-Aktie, einzelen Aktie Amazon, Musk, Blue Origin, SpaceX
(c) Flickr/Steve Jurvetson - Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einer bemerkenswerten Aktion.

„42“ ist die ultimative Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. „420“ ist Pflanzenfreunden ein Begriff und „69“ etwas für humorvolle Gemüter kindischer Natur und Zwischenmenschliches. Und alles hängt mit der neuesten Aktion von Amazon-Founder Jeff Bezos zusammen.

Der US-Milliardär kaufte Ende Mai unerwartet eine einzige Amazon-Aktie und erwarb damit zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten einen Anteil des Unternehmens.

Bezos und die Uhrzeit

Der milliardenschwere Gründer und Vorstandsvorsitzende von Amazon meldete den Handel vom 25. Mai am nächsten Tag um 4:20 p.m. ET der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). In der gleichen Meldung gab er auch eine Schenkung von mehr als 69.000 Aktien an eine gemeinnützige Organisation bekannt.

Der bizarre Kauf einer einzigen Aktie und die Zahlen, die sich aus der Meldezeit und der Aktienspende ergeben – 4:20 und 69 – haben Spekulationen angeheizt, dass Bezos seinen Rivalen Elon Musk ins Visier genommen habe, wie Bloomberg und Businessinsider berichten. Und ihn nachahmt.

Der Chef von Tesla und SpaceX hat in den letzten Jahren immer wieder spielerische Anspielungen auf die Zahlen „42“ – eine Andeutung auf den Weed Day am 20. April und die Antwort auf die „ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und allem“ im Buch von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ – und „69“ gemacht. So bot Musk im vergangenen Jahr zunächst an, Twitter für 42 Milliarden Dollar zu übernehmen, bevor er das Geschäft mit 44 Milliarden Dollar abschloss.

Bezos indes zahlte 114,77 Dollar für seine Amazon-Aktie. Zieht man die von ihm geschenkten Sharesab, beläuft sich sein Anteil auf 990.476.371 Aktien im Wert von 122 Milliarden Dollar (Stand: Freitag). Mit dieser ungewöhnlichen Investition hat der Amazon-Gründer rund zehn US-Dollar Profit gemacht.

Fast zehn Prozent des Unternehmens noch in Bezos Hand

Die Amazon-Aktie ist in diesem Jahr um 47 Prozent gestiegen und hat die Marktkapitalisierung des E-Commerce- und Cloud-Service-Riesen auf 1,3 Billionen Dollar erhöht. Bezos‘ rund 990 Millionen Aktien entsprechen einem Anteil von fast zehn Prozent am Unternehmen und machen den größten Teil seines Nettovermögens von 147 Milliarden Dollar aus, wie der Bloomberg Billionaires Index schätzt.

Bezos‘ jüngster Kauf ist bemerkenswert, weil er in den letzten 20 Jahren überwiegend Amazon-Aktien verkauft hat. Tatsächlich hat er, laut Bloomberg, Shares im Wert von etwa 30 Milliarden Dollar abgestoßen, um sein Raketenunternehmen Blue Origin zu finanzieren und andere persönliche und geschäftliche Interessen zu unterstützen.

Ein Scherz oder ein Statement? Oder beides?

Über die genaue Intention des Erwerbs der einzelnen Aktien ranken sich aktuell bloß Gerüchte, da weder Bezos noch Amazon-Sprecher zu einem Statement bereit waren. Die Plattform Bezinga jedoch vermutet einen jovialen Hieb in Richtung seines Konkurrenten Musk.

Dort heißt es: „Ihr Wettbewerb, der oft in ihren jeweiligen Raumfahrtprojekten sichtbar wird, scheint sich nun in einer augenzwinkernden Zurschaustellung von Mimikry zu entfalten, was darauf hindeutet, dass Bezos trotz seines eigenen enormen Erfolges immer noch von Musks Spielbuch inspiriert sein könnte.“

Deine ungelesenen Artikel:
01.09.2026

20-Mio.-Euro-Exit: Wiener App-Software-Startup Margelo geht an Callstack aus Polen

Vor fünf Jahren gegründet ist Margelo auf die App-Entwickler-Umgebung React Native von Meta spezialisiert. Nun übernahm das polnische Unternehmen Callstack das Startup.
/artikel/20-mio-euro-exit-wiener-app-software-startup-margelo-geht-an-callstack-aus-polen
01.09.2026

20-Mio.-Euro-Exit: Wiener App-Software-Startup Margelo geht an Callstack aus Polen

Vor fünf Jahren gegründet ist Margelo auf die App-Entwickler-Umgebung React Native von Meta spezialisiert. Nun übernahm das polnische Unternehmen Callstack das Startup.
/artikel/20-mio-euro-exit-wiener-app-software-startup-margelo-geht-an-callstack-aus-polen
Mike Grabowski von Callstack und Marc Rousavy von Margelo | (c) Callstack
Marc Rousavy (l.) und Mike Grabowski von Callstack von Margelo | (c) Callstack

Nur einmal die App coden und sie sowohl auf iOS als auch auf Android als native App herausbringen – das ist eines der zentralen Versprechen von React Native, einer App-Entwickler-Umgebung des US-Tech-Riesen Meta. Doch aus dem Framework ist noch deutlich mehr herauszuholen. Das beweist das vor fünf Jahren gegründete Wiener Startup Margelo. Mehrere Module mit unterschiedlichen Funktionalitäten für Developer, die das Unternehmen für React Native entwickelte, verzeichneten je Download-Zahlen im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich.

Dienstleister kauft Entwickler

Ebenfalls auf React Native spezialisiert ist das Unternehmen Callstack aus Polen – dieses richtet sich an große Unternehmen, die bei der Einführung des Frameworks unterstützt werden. Nun übernahm Callstack Margelo für „mehr als 20 Millionen Euro“, wie es von den beiden Unternehmen heißt. Das polnische Unternehmen hatte sich im vergangenen Jahr eine große Finanzierung von der Investmentgesellschaft Viking geholt.

Margelo-Gründer Rousavy behält „signifikanten Anteil“

Margelo war bislang komplett im Besitz von Gründer Marc Rousavy. Er werde auch weiterhin „einen signifikanten Anteil“ an der Firma halten, schreibt er auf LinkedIn und gibt im Posting einen Einblick in die Gründungsgeschichte: „Ich habe Margelo vor fünf Jahren gegründet und hatte damals keine Ahnung von Business – ich habe sogar nach nur drei Tagen mein Wirtschaftsstudium abgebrochen.“

Langjährige Freundschaft

Mit Callstack-Gründer Mike Grabowski sei er schon länger befreundet. Nun werde man gemeinsame Sache machen. Auch Grabowski betont in seinem LinkedIn-Posting die Freundschaft: „Wir haben schon lange darüber gesprochen zusammenzuarbeiten. Einmal haben wir einander sogar versprochen, ein gemeinsames Venture zu starten.“ Nun sei es soweit. Dabei soll Margelos Entwicklung im Open-Source-Bereich fortgeführt werden.

„Foundation schaffen, die Teams brauchen, um mit Agents zuverlässige Software zu entwickeln“

Zudem will man gemeinsam auch auf den aktuellen Wandel im Software-Development durch KI eingehen, heißt es von den beiden Unternehmen in einer Aussendung. „Indem wir diese Stärken zusammenbringen, haben wir das Team und die Reichweite, um noch mehr der schwierigen Probleme zu lösen, die darüber entscheiden, ob Software in Production erfolgreich ist“, wird Grabowski dort zitiert. Und Rousavy kündigt an: „Während Softwareentwicklung zunehmend agentic wird, wollen wir mit dieser Technologie die Foundation schaffen, die Teams brauchen, um mit Agents zuverlässige Software zu entwickeln.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Kauf einer einzelnen Amazon-Aktie durch Jeff Bezos nach mehr als 20 Jahren hat Spekulationen hervorgerufen, dass er seinen Rivalen Elon Musk nachahmt und suggestiv agiert. Diese ungewöhnliche Investition hat ihm jedoch einen Gewinn von etwa zehn US-Dollar eingebracht und zeigt, dass er trotz des Verkaufs von Shares im Wert von etwa 30 Milliarden Dollar in den letzten 20 Jahren immer noch fast zehn Prozent des Unternehmens besitzt, was den größten Teil seines Nettovermögens ausmacht. Die Amazon-Aktie ist im Wert gestiegen, was die Marktkapitalisierung des Unternehmens erhöht hat. Die genaue Intention des Kaufs der einzelnen Aktie bleibt unklar, aber es wird vermutet, dass es sich um einen jovialen Hieb in Richtung seines Konkurrenten Musk handelt.

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in sollten Sie sich mit den aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten der Tech-Milliardäre auseinandersetzen. Der Kauf einer einzigen Aktie und die damit verbundenen Spekulationen von Jeff Bezos und Elon Musk könnten möglicherweise auf zukünftige Geschäftsstrategien und -entscheidungen hindeuten. Es ist daher wichtig, diese Entwicklungen und Aktivitäten im Auge zu behalten, um mögliche Auswirkungen auf das eigene Unternehmen frühzeitig erkennen zu können.

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in ist es interessant zu beobachten, dass Jeff Bezos nach über 20 Jahren wieder eine einzelne Aktie von Amazon erworben hat. Sein Kauf wird von einigen als ein möglicher marketing- oder konkurrierender Schachzug gegenüber Elon Musk und dessen spielhaften Andeutungen in Bezug auf spezifische Zahlen betrachtet. Allerdings sollten einzelne Aktionen nicht überanalysiert werden und nicht unbedingt Auswirkungen auf die Aktienperformance haben.

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in könnte der Kauf einer einzelnen Amazon-Aktie durch Jeff Bezos und die möglichen Spekulationen darüber, insbesondere im Hinblick auf seinen Rivalen Elon Musk, interessant sein. Es zeigt, dass auch Milliardäre und CEOs hinter den Kulissen strategische Entscheidungen treffen, die ihre Konkurrenz im Blick haben können. Zudem verdeutlicht der Artikel die Bedeutung von Aktien und Marktkapitalisierung für Unternehmen, die ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft sind.

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

In dem Artikel geht es um den Kauf einer einzelnen Amazon-Aktie durch Jeff Bezos, dem Gründer und CEO von Amazon. Der Kauf hat Spekulationen ausgelöst, dass Bezos seinen Rivalen Elon Musk imitiert, der in der Vergangenheit spielerische Andeutungen auf die Zahlen „42“ und „69“ gemacht hat. Bezos ist bekannt dafür, Aktien zu verkaufen, um seine anderen Interessen zu finanzieren, sodass der Kauf einer einzelnen Aktie ungewöhnlich ist. Es ist unklar, was die genaue Absicht hinter diesem Kauf ist, aber es wird vermutet, dass es ein Scherz oder eine subtile Botschaft an Musk sein könnte. Insgesamt ist der Kauf einer einzelnen Aktie für die meisten Menschen keine große Sache, aber wenn es sich um den reichsten Mann der Welt handelt, können selbst die kleinsten Maßnahmen einer Interpretation bedürfen.

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Jeff Bezos
  • Elon Musk

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Amazon
  • Tesla
  • SpaceX
  • Blue Origin

Die „Schmähs“ von Milliardären: Nach 20 Jahren kauft Jeff Bezos eine einzelne Amazon-Aktie