15.05.2025
FÖRDERUNG

Das sind die neuen Top 10 Startups von greenstart 2025

Bereits zum zehnten Mal in Folge hat die Startup-Initiative greenstart vom Klima- und Energiefonds die zehn innovativsten Gründer:innenteams des Jahres ausgezeichnet. Am 14. Mai präsentierten sie ihre grünen Geschäftsideen.
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Greenstart fördert zehn österreichische grüne Startups. (c) Niklas Stadler
© NIKLAS STADLER | www.niklasstadler.at

Zehn Startups, fünf Bundesländer, eine Vision: Zehn Gründer:innenteams wollen mit ihren Ideen den Klimaschutz neu denken. Bis November 2025 erhalten die Top 10 ein Startkapital von 10.000 Euro sowie Zugang zu praxisnahen Workshops und individuellen Coachings. Nicht nur das Kapital steht im Vordergrund – genauso ein starkes Netzwerk aus Expert:innen und erfahrenen Gründer:innen.

Die neuen greenstarter hatten am 14. Mai die Chance, beim Kick-off Event ihre Ideen zu präsentieren. Vor rund 150 Gästen der Startup Szene mussten die Newcomer ihre Ideen präsentieren. Das ist bereits der zehnte Jahrgang von greenstart. Greenstart ist das gemeinsame Programm des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sowie vom Klima- und Energiefonds. Damit sollen innovative grüne Geschäftsideen aus Österreich gefördert werden. Jürgen Schneider, Sektionschef für Klima (BMLUK): „Auch nach zehn Durchgängen ist die Qualität der Innovationen und das Engagement der Gründer:innen ungebrochen. Genau diese Tatkraft brauchen wir, um Österreich in Richtung Klimaneutralität in voranzubringen.“

greenstart fördert diese zehn Startups:

Minimist
Das 2024 gegründete Startup entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Second-Hand-Anbietern beim Onlinevertrieb unterstützt.

AGAi
Die Plattform nutzt KI, um landwirtschaftliche Prozesse zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten.

Monitorius
Die KI erstellt Echtzeit-Analysen von Naturgefahren. Sie erkennt Risiken wie Überschwemmungen oder Erdrutsche früh und erstellt entsprechend Warnungen.

Metora
Metora entwickelt KI-gestützte Lösungen zur Verbesserung des Recyclings von Elektroschrott. Durch intelligente Sortierung und Analyse sollen Materialien effizienter zurückgewonnen werden.

PulpStack
Das niederösterreichische Startup hat einen 3D-Druckprozess entwickelt, der organische Materialien verwendet. Dadurch können nachhaltige Produkte aus biologisch abbaubaren Rohstoffen hergestellt werden.

Carbony
Das oberösterreichische Unternehmen hat sich  auf die Speicherung von CO2 in Gestein spezialisiert. Durch mineralische Bindung wird das Treibhausgas dauerhaft im Untergrund fixiert.

Sisyphus
Sisyphus wandelt Emissionen in erneuerbare Rohstoffe um. Abfallprodukte werden in Materialien für die Industrie transformiert.

Luftdaten.at
Mit dem mobilen Sensor Air aRound können Nutzer:innen eigenständig Luftdaten erfassen und zur Verbesserung der Umwelt beitragen.

Colibrie
Erneuerbare Energien sollen effizienter genutzt und integriert werden.

Joulzen
Joulzen entwickelt smarte Energiespeicherlösungen wie zum Beispiel Öltanks. So wird überschüssige Energie gespeichert.

Was die zehn Startups erwartet

Die zehn von der Jury ausgewählten Startups bekommen über einen Zeitraum von sechs Monaten Unterstützung für den Markteinstieg. Workshops, Coachings und gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie ein Startkapital von 10.000 Euro.

Im Herbst 2025 entscheidet ein Jury- und ein Publikumsvoting darüber, welche drei Startup-Ideen am 27. November in Wien beim Release Event gekürt werden und zusätzlich jeweils 20.000 Euro erhalten.


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Hivesense
© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer - Alexander Moosmann (l.) und Florian Entleitner von Hivesense.

Die beiden FH-Absolventen Florian Entleitner und Alexander Moosmann teilen eine Leidenschaft namens IT-Security. Daraus ist ein Startup geworden: Mit Hivesense entwickelten beide eine sogenannte Deception-Plattform, die Cyberangriffe frühzeitig erkennt, indem sie Angreifende mit gezielt platzierten digitalen Fallen aufdeckt und dadurch wichtige Informationen für Cyberdefense liefert. Dabei setzen sie bewusst auf europäische Infrastruktur und digitale Souveränität. Die Idee entstand im Studium an der FH Salzburg.

Hivesense mit „Deception Technology“

Konkret haben sich Entleitner und Moosmann im Studium Informationstechnik & System-Management an der FH Salzburg kennengelernt. Die Idee für das Startup entstand schließlich im Rahmen von Entleitners Abschlussarbeit. „Ich habe mich in meiner Masterarbeit intensiv mit sogenannten ‚Honeypots‘ beschäftigt, einem Teilbereich der Täuschungstechnologie. Dabei wurde mir klar, wie viel Potenzial in diesem Ansatz steckt“, erklärt er.

Die Founder pitchten ihre Idee beim FHStartup Center und wurden im Herbst 2025 in die Startup Factory des Netzwerks Startup Salzburg aufgenommen. Im März 2026 gründeten sie schlussendlich ihr Unternehmen.

Hivesense entwickelt – wie erwähnt – eine „Deception Technology“, eine – eigenen Angaben nach – noch wenig verbreitete Form der Cyberabwehr. Das Prinzip: Im Netzwerk eines Unternehmens werden gezielt „Stolperdrähte“ platziert. Angreifer, die sich im System bewegen, sollen dann darauf stoßen und erkannt werden, so der Claim.

„Wir bauen keine klassische Schutzmauer“, sagt Entleitner. „Wir legen bewusst falsche Spuren und warten, bis jemand darüber stolpert – vergleichbar mit einem Stolperdraht, an dem ein Glöckchen platziert wurde.“ Moosmann ergänzt: „Viele Sicherheitslösungen erkennen nur bekannte Bedrohungen. Wir gehen einen Schritt weiter: Wir erkennen Verhalten und interagieren direkt mit Angreifern.“ Dabei setzt Hivesense im Inneren des Netzwerks an, einem der, wie beide Gründer sagen, kritischsten Bereiche.

Erste Pilotkunden

Die Decoy-Plattform von Hivesense befindet sich im Einsatz bei ersten Pilotkunden. Das Team treibt den Markteintritt im DACH-Raum aktiv voran und sucht weiterhin nach Unternehmen, die die Plattform in ihrer Infrastruktur einsetzen und gemeinsam mit Hivesense weiterentwickeln möchten.

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