14.05.2021

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

Außerdem: Ein Ethereum-Rekordhoch sowie Updates von Blockpit und Bitpanda. Das waren diese Woche die wichtigsten News und Kursbewegungen in der Krypto-Welt.
/artikel/crypto-weekly-kw-19
Telsa und Bitcoin
Foto: SValeriia/Adobe Stock

Medial am meisten für Aufsehen gesorgt hat diese Woche wohl wieder Telsa-CEO Elon Musk. Daneben knackte Ether erneut eine runde Marke – und Ethereum-Gründer Vitalik Buterin tätigte eine nicht ganz alltägliche Spende. Außerdem platzierte sich mit dem Internet Computer Token (ICP) ein neuer Token gleich an seinem ersten Handelstag in den Top 10 der größten Kryptowährungen. Und das ist noch nicht alles, was diese Woche in der Krypto-Welt passiert ist. Zu Beginn, wie immer, ein Blick auf…

…die Kurstafel:

  • Bitcoin (BTC): ~ 50.340 Dollar / -11 % gegenüber Freitagnachmittag der Vorwoche
  • Ethereum (ETH): ~4.000 Dollar / +6 %
  • Binance Coin (BNB): ~600 Dollar / -4,5 %
  • Dogecoin (DOGE) / ~0,53 Dollar / -11 %
  • Cardano (ADA) / ~1,9 Dollar / +9 %
  • XRP: ~ 1,4 Dollar / -14 %
  • Internet Computer (ICP): ~ 310 Dollar
  • Polkadot (DOT) / ~41 Dollar / +5%
  • Uniswap (UNI) / ~39 Dollar / -3 %

Alle Daten stammen von Coinmarketcap und sind am Stand von Freitagnachmittag.

Bitcoin-Kurs nach Musk-Tweet unter 50.000 Dollar

Es kam ein bisschen aus dem Nichts, als Tesla-CEO Elon Musk in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf Twitter eine Bilddatei mit einer Stellungnahme postete: Tesla werde ab sofort keine Zahlungen mehr in Bitcoin akzeptieren – weil man Bedenken wegen den Umweltauswirkungen des Bitcoin-Minings habe. Die eigenen Bitcoin-Bestände in der Bilanz wolle man aber behalten, hieß es weiter.

Tesla hatte erst Mitte März angekündigt, in den USA Bitcoin-Zahlungen beim Autokauf zu akzeptieren. Der Bitcoin-Kurs reagierte recht deutlich – und fiel in den Stunden nach Bekanntwerden der Nachricht von rund 54.500 Dollar bis auf 46.980 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Im weiterer Folge setzte dann eine leichte Erholung ein, am Freitagnachmittag stand der Kurs wieder über der 50.000-Dollar-Schwelle.

Symbolwirkung von Tesla-Schritt wichtiger als tatsächliche Auswirkungen

Was Musk und Tesla zu der Ankündigung veranlasst hat, bleibt offen. Dass der hohe Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining Musk nicht bekannt war, als das Unternehmen 1,5 Mrd. Dollar in die Kryptowährung steckte, kann wohl ausgeschlossen werden. Die praktischen Auswirkungen des Schritts werden auch eher gering sein, da Bitcoin wahrscheinlich nur in Einzelfällen von Kunden für den Kauf eines Teslas genutzt worden war. Die Symbolwirkung des Schritts ist aber durchaus nicht zu unterschätzen: Nach einer Reihe von Schritten, mit denen US-Unternehmen die Bitcoin-Adaption vorangetrieben haben, folgt nun erstmals ein Schritt zurück – und das noch dazu von einem Unternehmen, das in dieser Hinsicht als großer Hoffnungsträger galt.

Auch wenn Musks Begründung vorgeschoben ist – Ähnliches könnten wir in den nächsten Jahren öfter hören. Nicht nur, weil das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit immer stärker steigt – die Kriterien Environment, Social, Governance (ESG) gewinnen in der Finanzbranche auch regulatorisch zunehmend an Relevanz. Wenn man davon ausgeht, dass sich Bitcoin in den nächsten Jahren als Asset für institutionelle Anleger etablieren kann, muss man damit rechnen, dass auch genau diese damit verbundene Diskussion häufiger aufkommen wird.

Quo vadis, Elon?

Was Musk angeht, war für viele vor allem der abschließende Satz in seiner Stellungnahme interessant: Dass Tesla sich nämlich Kryptowährungen ansehe wolle, die einen geringeren Stromverbrauch hätten. Projekte, die den Proof-of-Work-Mechanismus verwenden und auf Mining basieren, fallen damit weg. Dazu zählt eigentlich auch die von Musk gepushte Meme-Kryptowährung Dogecoin (DOGE) – was er dann am Freitag direkt ansprach: Man arbeite mit Doge-Entwicklern daran, die Effizienz der Transaktionen zu verbessern, dies sei „potenziell vielversprechend“, schrieb Musk auf Twitter.

Für die Aussage musste Musk wieder Kritik einstecken, so belehrte ihn etwa der Krypto-Fondsmanager Ari Paul von BlockTower Capital umgehend: „Elektrizität wird nicht für das Verarbeiten von Transaktionen verwendet. Es wird benutzt, um das Netzwerk zu sichern. Doge ist Proof-of-Work, das bedeutet, es ist mit den selben grundlegenden Dynamiken konfrontiert wie Bitcoin. Es verbraucht derzeit weniger Elektrizität, weil es weniger sicher ist“.

Bereits jetzt gibt es aber einige Kryptowährungen, die den deutlich weniger energieintensiven Proof-of-Stake-Ansatz nutzen – etwa Cardano oder Polkadot. Das Ethereum-System plant für das nächste Jahr mit dem lang erwarteten Upgrade auf Ethereum 2.0 den Umstieg.

Ethereum über 4.000 Dollar, Vitalik spendet Meme-Coins

Apropos Ethereum. Die Ethereum-Kryptowährung Ether hat am Montag erstmals in ihrer Geschichte die Marke von 4.000 Dollar überschritten – nur eine Woche, nachdem der Kurs erstmals über die 3.000 Dollar gestiegen war. Im Wochenverlauf legte der Kurs noch bis auf 4.362 Dollar zu. Zuletzt kam er wieder etwas zurück auf rund 4.000 Dollar. Seit Jahresbeginn liegt er damit rund 450 Prozent im Plus. In den vergangenen 30 Tagen beläuft sich der Kurszuwachs auf 70 Prozent.

Auch Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin geriet diese Woche in die Schlagzeilen: Er verkaufte mehrere Meme-Coins, die zu diesem Zeitpunkt einen Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar hatten, und spendete die Einnahmen an einen Covid-19-Hilfsfonds für Indien. Diese Coins waren Buterin ohne seine Zustimmung auf seine öffentliche Wallet geschickt worden – wohl als Marketing-Aktion der Erschaffer der Coins. Betroffen waren unter anderem Shiba Inu (SHIB) oder Dogelon (ELON) – Dogecoin-Klone, die etwas vom DOGE-Hype abgekommen wollen. Deren Kurse brachen nach Buterins Verkäufen ein.

Was ist ein Internet Computer Token und warum ist er 40 Mrd. Dollar wert?

Durchaus beachtlich war diese Woche auch das Handelsdebüt des Tokens mit dem schönen Namen Internet Computer (ICP). Gleich an seinem ersten Handelstag platzierte er sich unter den Top 10 der größten Kryptowährungen der Welt. Zwischenzeitlich hatte er dabei sogar eine Marktkapitalisierung von 90 Mrd. Dollar erreicht. Im weiteren Wochenverlauf pendelte er sich dann bei rund 40 Mrd. Dollar ein, womit allerdings der Top-10-Rang gut abgesichert war.

Das Projekt sieht sich in seinem Pitch Deck als die dritte große Blockchain-Innovation nach Bitcoin und Ethereum. Analyst Mati Greenspan von Quantum Economic nannte die postulierten Ziele des Unternehmens „extrem ambitioniert“ und das ist wohl noch zurückhaltend ausgedrückt. „Ähnlich wie Cardano ohne Adaption in der wirklichen Welt kürzlich in die Höhe geschossen ist, scheint es nun auch bei ICP zu passieren, nur weit schneller“, sagt Greenspan weiter. Als Grund macht er aus, dass der Token nahtlos auf mehreren großen Plattformen wie Binance, Coinbase Pro und Huobi gestartet sei. Mehr dazu sowie zu den Hintergründen des Projekts in unserem Artikel.

Blockpit wächst stark, Bitpanda plant institutionelles Angebot

Abschließend noch zwei Updates von österreichischen Unternehmen, die wir diese Woche erhalten haben: Blockpit-CEO Florian Wimmer hat in einem Interview mit dem brutkasten Einblicke in die aktuellen Wachstumszahlen des vor allem für seine Krypto-Steuersoftware bekannten Startups gegeben – und die können sich sehen lassen. Kürzlich ist das Linzer Unternehmen auch in Frankreich und Spanien gestartet.

Einige interessante Einblicke gewährten uns auch die Bitpanda-Gründer und CEOs Eric Demuth und Paul Klanschek, als sie am Montag beim Brutkasten-Finance-Talk in unserem Studio zu Gast waren: Neben einer ganzen Reihe von Fragen aus der Community zu „Bitpanda Stocks“ sprachen sie dabei über ihr geplantes Angebot für institutionelle Investoren: Solche Angebote seien in Europa „noch sehr stiefmütterlich behandelt“, sagte Demuth, was Bitpanda ändern wolle. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir hier eine ähnliche Entwicklung sehen werden wie in den USA in den letzten zwei Jahren, dass immer mehr Corporates und Fonds in den Sektor reingehen“, sagte der Bitpanda-Gründer weiter. Mehr dazu – und warum man auf Bitpanda irgendwann vielleicht auch Immobilien handeln wird können, in unserem Artikel.


DisclaimerDie Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

Deine ungelesenen Artikel:
27.05.2026

Schwache Glieder im IT-Ökosystem der Unternehmen als Einladung für Cyber-Attacken

Der jüngste KI-Betrugsfall rund um das niederösterreichische Startup poptop zeigt, wie professionell und erfolgreich Cyberkriminelle inzwischen vorgehen. Eine aktuelle KPMG-Studie bestätigt den Trend: Angriffe werden nicht nur häufiger, sondern durch den Einsatz von KI auch deutlich raffinierter – und stellen Unternehmen zunehmend vor neue Sicherheitsrisiken.
/artikel/schwache-glieder-im-it-oekosystem-der-unternehmen-als-einladung-fuer-cyber-attacken
27.05.2026

Schwache Glieder im IT-Ökosystem der Unternehmen als Einladung für Cyber-Attacken

Der jüngste KI-Betrugsfall rund um das niederösterreichische Startup poptop zeigt, wie professionell und erfolgreich Cyberkriminelle inzwischen vorgehen. Eine aktuelle KPMG-Studie bestätigt den Trend: Angriffe werden nicht nur häufiger, sondern durch den Einsatz von KI auch deutlich raffinierter – und stellen Unternehmen zunehmend vor neue Sicherheitsrisiken.
/artikel/schwache-glieder-im-it-oekosystem-der-unternehmen-als-einladung-fuer-cyber-attacken
Cyber-Attacken, Cybersecurity, KI-Scam
© KPMG/Eva Kelety - (v.l.) Andreas Tomek, Michael Höllerer und Robert Lamprecht.

Cyberangriffe auf heimische Unternehmen sind in den vergangenen zwölf Monaten – auch wenn diese bereits auf hohem Niveau waren – noch einmal mehr geworden. 25 Prozent der Befragten in einer aktuellen KPMG-Studie sagen, dass Cyberangriffe auf ihr Unternehmen stark bzw. eher zugenommen haben. Jeder achte registrierte Cyberangriff war dabei erfolgreich und überwand die Sicherheitsbarrieren der Unternehmen. Der Trend, der sich abzeichnet: Cyberangriffe werden effizienter, nicht harmloser. Heute dominieren unauffällige und mit KI strategisch orchestrierte Angriffe das Bild.

Diese Erkenntnisse aus der KPMG-Studie lassen sich mit einem konkreten Beispiel der jüngsten Vergangenheit gut belegen und zeigen, wie gefährlich Unachtsamkeit in so einem Fall sein kann.

Niederösterreichisches Startup als jüngstes Beispiel

Letzte Woche wurde – wie brutkasten berichtete – das NÖ-Kindermöbel-Startup poptop Opfer eines KI-Scams. Und überwies 41.000 Euro an eine dubiose US-Firma. Dabei wurden interne Zahlungsfreigaben per KI-generierter Mail täuschend echt imitiert. Man konnte den überwiesenen Betrag mithilfe der Bank zurückbekommen.

Doch KI- und Cyberangriffe kommen nicht nur über E-Mail, wie die Untersuchung weiter ausweist.

Die Top-Angriffsarten sind in diesem Jahr Malware über E-Mail-Anhänge (von 78 Prozent der Unternehmen berichtet), (Spear-)Phishing über Links (69 Prozent), die Ausnutzung von Hardware-/Software-Schwachstellen (58 Prozent), Business-E-Mail-Compromise, also CEO-/CFO-Fraud (57 Prozent), sowie Scam-Anrufe (52 Prozent).

Abgenommen haben im Vergleich zum Vorjahr Denial-of-Service-Attacken, Scam-Anrufe und (Spear-)Phishing-Angriffe. Gestiegen sind unter anderem die Umgehung der Multifaktor-Authentifizierung (MFA) sowie Angriffe gegen Industriesteuerungsanlagen (OT).

Neu hinzugekommen ist das Ausnutzen von Hardware-/Software-Schwachstellen, was verdeutlicht, dass KI die Art der Angriffe in den letzten zwölf Monaten wesentlich verändert hat.

  • Die Hälfte aller Angriffe (50 Prozent) lässt sich auf organisierte Kriminalität zurückführen.
  • Jeder zehnte Angriff wird von staatlich unterstützten Akteuren ausgeführt.
  • Jedes vierte von Ransomware betroffene Unternehmen gibt an, die Lösegeldforderungen bezahlt zu haben.
  • In 40 Prozent der Angriffsfälle war ineffektives Patch-Management das Einfallstor.

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln

„Wir stehen mit KI an einem Wendepunkt und bewegen uns weg von einer Welt, die auf klaren Regeln, bekannten Mustern und nachvollziehbaren Reaktionen basiert, hin zu Systemen, die Entscheidungen zunehmend autonom treffen und die wir nicht immer vollständig nachvollziehen können. Die zentrale Frage ist daher nicht nur, ob KI eingesetzt wird, sondern ob sie steuerbar bleibt“, beschreibt KPMG-Partner und Studienautor Robert Lamprecht die aktuelle Lage.

Besonders kritisch sei zudem die Verkürzung der Zeitspanne zwischen dem Auffinden von Schwachstellen und deren Ausnutzung durch die Angreifer. Was früher Tage oder Wochen gedauert hat, kann heute in wenigen Stunden passieren. Gleichzeitig herrsche in Unternehmen eine spürbare Skepsis, ob KI tatsächlich zur Verbesserung der Cybersicherheit beiträgt (nur 33 Prozent Zustimmung), da die Vorteile aktuell stärker aufseiten der Cyberkriminellen gesehen werden.

  • Für jedes zweite befragte Unternehmen (50 Prozent) stellen KI-unterstützte Cyberangriffe die größte Herausforderung dar.
  • 47 Prozent geben an, dass bei Cyberangriffen gegen ihr Unternehmen verstärkt KI eingesetzt wird. 28 Prozent haben sich mit dem Einsatz von KI zur Verbesserung der eigenen Cybersicherheit beschäftigt.
  • Bei 61 Prozent führten Anwender:innenfehler bei der Nutzung von KI zu Cybersicherheits- und Datenschutzvorfällen sowie Know-how-Abfluss.

Laut der, zum elften Mal in Folge veröffentlichten, Studie bringen zudem KI-Systeme und zunehmende Vernetzung Unternehmen unter Druck, da Kontrolle und Überblick über komplexe Abhängigkeiten schwinden. Besonders die Lieferkette gilt als kritisches Einfallstor: Angreifer nutzen gezielt schwache Glieder im IT-Ökosystem, wodurch ganze vernetzte Strukturen gefährdet werden.

So waren bei 39 Prozent der Unternehmen die eigenen Dienstleister oder Lieferanten innerhalb der letzten zwölf Monate Opfer eines Cyberangriffs; bei weiteren 14 Prozent gab es zumindest einen entsprechenden Verdacht. Derartige Vorfälle bleiben oft nicht ohne direkte Konsequenzen für die Auftraggeber: Mehr als jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) berichtet, dass ein Vorfall bei einem Dienstleister oder Lieferanten in der Folge auch zu einem Angriff auf das eigene Haus geführt hat. Dementsprechend groß ist die Verunsicherung hinsichtlich der IT-Sicherheit in der Lieferkette. 31 Prozent der Betriebe treibt die Sorge um, dass ihre Zulieferer nicht dieselben hohen Sicherheitsstandards einhalten wie sie selbst und dadurch zu einem gefährlichen Einfallstor für Angreifer werden.

„Es geht nicht darum, Lieferanten als Risiko zu sehen. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass unsere Vernetzung unsere größte Stärke und gleichzeitig unsere größte Verwundbarkeit ist“, betont KPMG-Partner Andreas Tomek.

Digitale Souveränität als Antwort auf Cyber-Attacken

Digitale Souveränität – so der Bericht weiter – sei ein Eckpfeiler wirksamer Cybersicherheit: Nur wer Kontrolle über Daten und Infrastruktur behalte, könne Abhängigkeiten reduzieren und im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Laut Studie sind jedoch 70 Prozent der Unternehmen stark von digitalen Technologien aus dem Ausland abhängig, 69 Prozent beziehen Cybersicherheitsanwendungen von dort – und mehr als die Hälfte könnte im Ernstfall nicht länger als drei Monate ohne diese auskommen.

Außerdem ende Cybersicherheit nicht bei technischen Schutzmaßnahmen: Fallen Cloud-Lösungen oder Plattformen plötzlich aus, geraten Unternehmen schnell in reale Existenzprobleme. Andreas Tomek dazu: „Für digitale Souveränität ist es notwendig, dass Unternehmen ihre strategische Ausrichtung neu denken und Abhängigkeiten klar identifizieren und analysieren.“

Staat doch gefragt

All dies sowie steigende Komplexität und Dynamik der Bedrohungslage führen den Autoren zufolge zu einer zentralen Erkenntnis: Cybersicherheit sei nicht länger ein optionales Investitionsthema, sondern eine Voraussetzung für stabile Geschäftsmodelle in einer digitalisierten Wirtschaft.

Unternehmen sehen hierbei den Staat zunehmend als aktiven Partner in Sachen Cybersicherheit: „Wir brauchen nicht nur das Miteinander von Unternehmen, Behörden sowie Forschungs- und Technologieeinrichtungen auf nationaler Ebene: Vielmehr braucht es eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung in einem geopolitisch volatilen Umfeld, um die digitale Sicherheit von Unternehmen zu unterstützen“, sagt Michael Höllerer, Präsident des KSÖ (Kompetenz­zentrum Sicheres Österreich) und aktuell noch Generaldirektor von Raiffeisen NÖ-Wien.

„Eine Welt, in der wir den Angreifern gezeigt haben, wie schnell verwundbar wir sind“

Und Robert Lamprecht ergänzt: „Es ist eine Welt, in der wir den Angreifern gezeigt haben, wie schnell wir heute verwundbar sind. Im Wettlauf gegen die Cyberkriminellen sind wir um viele Plätze zurückgefallen, und das Momentum liegt eindeutig auf der Seite der Angreifer. Angriffe werden dort erfolgreicher, wo Verteidigung zu spät, zu langsam oder zu bequem ist. Das ist kein Grund für Alarmismus, aber ein guter Grund für Cybersecurity. Wer hier noch auf Zeit spielt, wird irgendwann überholt. Nicht die Bedrohung ist neu. Neu ist nur die Geschwindigkeit. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet heute nicht mehr, ob sie in Cybersicherheit investieren sollen, sondern ob sie es sich leisten können, es nicht zu tun.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #10: Musks Rückzieher, Buterins Spende – und der Internet Computer