25.03.2022

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

Außerdem: Was hat Russland wirklich zu Bitcoin-Zahlungen für Exporte angekündigt? Bitcoin-News aus Malaysia und El Salvador. Und die 450-Mio.-Dollar-Runde der "Bored Ape Yacht Club"-Macher.
/artikel/crypto-weekly-49
Bitcoin und Cardano coins
Foto: Adobe Stock

Im brutkasten Crypto Weekly, das hier per Mail abonniert werden kann, blicken wir jeden Freitag auf die wichtigsten Kursbewegungen und Nachrichten der Krypto-Woche zurück. Wie immer starten wir dabei mit einem Blick auf…


…die Kurstafel:

  • Bitcoin (BTC): 44.800 US-Dollar (+11 % gegenüber Freitagnachmittag der Vorwoche)
  • Ethereum (ETH): 3.100 Dollar (+13 %)
  • Binance Coin (BNB): 420 Dollar (+9 %)
  • Cardano (ADA): 1,13 Dollar (+37 %)
  • Solana (SOL): 104 Dollar (+22 %)
  • Polkadot (DOT): 21 Dollar (+14 %)
  • Terra (LUNA): 93 Dollar (+12 %)

Bitcoin steigt auf über 44.000 US-Dollar

Die Fakten: Alles im grünen Bereich am Kryptomarkt – sämtliche großen Coins verzeichneten seit vergangenem Freitag positive Performances. Der Bitcoin-Kurs etwa ist in den vergangenen sieben Tagen um 11 Prozent gestiegen. Seinen Höchststand in dieser Woche erreichte er am Freitag bei rund 44.800 Dollar. So hoch stand er zuletzt vor mehr als drei Wochen. Ethereum wiederum eroberte diese Woche – ebenfalls erstmals seit Anfang März – die 3.000-Dollar-Marke zurück.

Der Kontext: Nach einer leichten Aufwärtsbewegung in der Vorwoche ging es nun weiter – und etwas deutlicher – nach oben. Auch der US-Aktienmarkt verzeichnete diese Woche Kursgewinne. Die bestimmenden Themen auf der Makroebene der vergangenen Wochen – der Ukraine-Krieg und die US-Geldpolitik – belasteten die Kurse zuletzt nicht mehr. Beide Themen sind jedoch alles andere als beigelegt – und bei neuen Entwicklungen muss man jederzeit mit Auswirkungen auf die Kurse rechnen. Zunächst einmal hat sich die Stimmung am Kryptomarkt jetzt aber etwas aufgehellt. Auch “Crypto Fear & Greed”-Index hat sich in den vergangenen Tagen wieder von “Fear” auf “Neutral” vorgearbeitet.

Cardano steigt um 37 Prozent – Coinbase startet ADA-Staking

Eine besonders gute Woche war es für den Cardano-Token ADA. Zeit ist es geworden – dürfte sich so mancher Anleger dabei denken. Denn nach einer sehr starken Phase im vergangenen Sommer ist es seit September im Grunde nur mehr abwärts gegangen. Damals waren mit dem “Alonzo”-Upgrade erstmals Smart Contracts auf der Cardano-Blockchain ermöglicht worden. Die Ankündigung dieses Upgrades hatte in den Wochen zuvor den Kurs massiv angetrieben.

Nachdem es dann aber live gegangen war, war die Luft heraußen. Der Kurs sank von über 3 Dollar Anfang September auf unter 80 Cent Anfang März. Nun ging es aber wieder deutlich aufwärts – von etwa über 0,80 Dollar auf ein Wochenhoch von 1,19 Dollar.

Der Kontext: Angetrieben wurde der Kurs vor allem von einer Coinbase-Ankündigung  – die US-Kryptobörse bietet jetzt ADA-Staking an. Cardano verwendet den “Proof of Stake”-Konsensmechanismus, der (anderes als der von Bitcoin und derzeit noch von Ethereum eingesetzte “Proof of Work”-Ansatz) nicht auf Mining basiert, sondern eben auf Staking. Etwas vereinfacht gesagt kann man dabei seine Token auf der Blockchain für eine bestimmte Zeit “sperren” und bekommt damit das Recht, Transaktionen zu validieren. Dafür erhält man dann Auszahlungen, die “Staking Rewards”.

ADA-Staking konnte man natürlich auch schon bisher betreiben, über Coinbase ist es aber insbesondere für Kleinanleger deutlich einfacher. Coinbase schätzt für das ADA-Staking derzeit dafür eine jährliche Rendite von 3,75 Prozent – ausgeschüttet werden soll alle fünf bis sieben Tage.

Malaysia dementiert Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel…

Natürlich müssen wir diese Woche auch noch über Bitcoin als Zahlungsmittel für Staaten reden. Dazu gab es diese Woche Meldungen aus Malaysia, El Salvador und aus Russland.

Schon länger wird ja darüber spekuliert, welcher Staat El Salvador folgen könnte und Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen könnte. Ein möglicher Kandidat: Malaysia. Der dortige Kommunikationsminister forderte, wie berichtet, diese Woche, das Land solle Kryptowährungen als Zahlungsmittel einführen. Details nannte er keine. Auch blieb offen, ob er dabei an Bitcoin oder an andere Kryptowährungen dachte. 

Nun scheint das aber ohnehin hinfällig zu sein: Denn das Finanzministerium erteilte der Ansage gleich eine Absage. “Kryptowährungen wie Bitcoin sind aufgrund verschiedener Einschränkungen nicht als Zahlungsinstrument geeignet”, sagte der stellvertretende Finanzminister Mohd Shahar Abdullah gemäß eines Berichts von Protocol im Parlament. 

…El Salvador verzögert Start von Bitcoin-Anleihe…

Aus El Salvador kamen unterdessen diese Woche nicht die allerbesten Nachrichten. Die Ausgabe der häufig als “Vulcano Bond” bezeichneten Anleihe verzögert sich. Mit den Erlösen will die Regierung einerseits den Aufbau einer “Bitcoin City” vorantreiben (für die geothermischen Vulkanenergie genutzt werden soll, daher der Name der Bonds), andererseits weitere Investments direkt in die Kryptowährung tätigen. 

Ursprünglich hätten die Anleihen zwischen 15. und 20. März ausgegeben werden sollen. Aufgrund der schwierigen Lage an den internationalen Finanzmärkten werde sich der Prozess aber verzögern, sagte Finanzminister Alejandro Zelaya nun in einem Interview, das Reuters zitierte. Im Mai oder Juni könnte die Lage an den Märkten schon anders aussehen. Spätestens im September solle es aber dann so weit sein, führte er aus.

Eine andere Meldung, wonach Binance-Chef CZ das Land bei der Ausgabe der Bonds unterstützen werde, dementierte El Salvadors Präsident Nayib Bukele umgehend auf Twitter. Er treffe sich zwar mit CZ, aber dabei gehe es um andere Themen. Hier geht’s zu unserem Bericht dazu.

… und hat Russland wirklich angekündigt, Bitcoin-Zahlungen für Exporte anzunehmen?

Die Fakten: Für Aufsehen sorgten diese Woche auch Schlagzeilen, wonach Russland für Rohstoff-Exporte in befreundete Länder Bitcoin-Zahlungen akzeptieren könnte. So wurde jedenfalls eine Aussage des Abgeordneten Pavel Zavalny interpretiert. Zavalny ist Vorsitzender des Energieausschusses in der Duma, dem russischen Parlament.

Bevor man aber hier voreilige Schlüsse zieht, sollte man sich die Aussage im Kontext ansehen. Russlands Präsident Vladimir Putin hatte diese Woche gefordert, dass “unfreundliche Staaten” für Gas-Importe aus Russland künftig in der russischen Landeswährung Rubel zu zahlen hätten. Genau darauf nahm Zavalny in einer Video-Pressekonferenz nun Bezug. Diese “unfreundlichen Staaten”, also jene des Westens, müssten in Rubel oder in Gold bezahlen.

Dies kontrastierte er mit “freundlichen Staaten” wie China oder die Türkei. Diese habe man schon vor längerer Zeit angeboten, Zahlungen auch in nationalen Währungen “wie Rubel oder Yuan” vorzunehmen. Und dann sagte er: “Für die Türkei können das Lira und Rubel sein. Es können verschiedene Währungen sein und das ist das übliche Vorgehen. Wenn sie Bitcoin wollen, dann werden wir in Bitcoin handeln”. 

Der Kontext: Zavalny hat also vor allem darauf hingewiesen, dass man mit Staaten, die Russland freundlich gesinnt sind, durchaus auch in deren Währungen abrechnen kann. Und dann ergänzte er eine saloppe Bemerkung, die sinngemäß darauf hinausläuft, dass man auch vieles andere akzeptieren würde, wenn diese befreundeten Staaten dies wünschen würden.

Klingt also weniger nach einer Ankündigung im Sinne von “demnächst können uns Staaten auch mit Bitcoin bezahlen und wir sind gerade dabei, die dafür notwendigen technischen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen”, sondern eher nach: “Und wenn befreundete Staaten mit Pokémon-Karten bezahlen wollen würden, könnten wir das auch einrichten”.

Warum nun aber genau China und die Türkei in Bitcoin bezahlen wollen würden, bleibt offen – beide Staaten haben immer wieder sehr restriktive Maßnahmen gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen ergriffen. Auch rein praktisch ist es für nicht besonders attraktiv: Sie müssten ja erst Bitcoin teuer zukaufen, um es dann Russland zu überweisen – während sie ihre eigenen Währungen über ihre Zentralbanken selbst schaffen können.

All dies heißt jetzt natürlich nicht, dass es völlig ausgeschlossen ist, dass Bitcoin eines Tages im russischen Rohstoffhandel eine Rolle spielen wird – aber auf Basis der nun getätigten Aussagen nun davon auszugehen, dass russischen Öl oder Gas demnächst in Bitcoin gehandelt wird, wäre dann doch deutlich zu weit hergeholt.

450 Mio. Dollar für Macher “Bored Ape Yacht Club” – Andreessen Horowitz im Lead

Die Fakten: Erst vergangene Woche wurde an dieser Stelle thematisiert, dass Yuga Labs, das Unternehmen hinter NFT-Projekten “Bored Ape Yacht Club” (BAYC) und “CryptoPunks”, sich wohl in Gesprächen zu einer Finanzierungsrunde unter anderem mit Andreessen Horowitz befinden dürfte. Diese Woche wurde es dann auch schon offiziell: 450 Mio. Dollar hat das Unternehmen dabei aufgenommen – und zwar zu einer Bewertung von 5 Mrd. US-Dollar. Angeführt wurde die Runde tatsächlich vom kalifornischen Top-VC Andreessen Horowitz.

Der Kontext: Yuga Labs hatte erst in der Vorwoche gleich zwei Mal für Schlagzeilen gesorgt: Zunächst war bekannt geworden, dass das Unternehmen die Rechte an den NFT-Kollektionen CryptoPunks und Meebits übernommen hat – beide gehören wie auch der selbst geschaffene BAYC zu den aktuell am höchsten bewerteten NFT-Kollektionen.

Dann startete der BAYC-Token ApeCoin in den Handel – er wurde per Airdrop an Personen verteilt, die einen “Bored Ape”-NFT halten. Nach massiven Ausschlägen am ersten Handelstag wurde er zuletzt bei 13,50 Dollar gehandelt – ein Minus von 13 auf Sieben-Tage-Sicht.

Das aufgenommene Geld soll nun vor allem in den Aufbau eines eigenen Medienimperiums inklusive eines eigenen Metaverse-Projekts namens “Otherside” fließen. Dafür arbeitet Yuga Labs nach eigenen Angaben mit mehreren Gaming-Studios zusammen. Das Ziel sei jedenfalls, eine “interoperable Welt” zu schaffen, die “gamifiziert” und angeblich auch noch “völlig dezentralisiert” sei, wird BAYC-Gründer Wylie Aronow von The Verge zitiert.

Weitere News diese Woche:

  • die im Sport-Sponsoring sehr aktive Kryptobörse FTX hat eine Zusammenarbeit mit der Star-Tennisspielerin Naomi Osaka verkündet. So sollen insbesondere Frauen stärker angesprochen werden. Zum Artikel geht’s  hier.       
  • Eine Studie der Handelskammer in El Salvador hat ergeben, dass bisher erst 14 Prozent der Unternehmen Transaktionen in Bitcoin verzeichnen. Zu unserem Artikel dazu geht es hier.
  • Mit dem “Tigris Web3” hat Venionaire den ersten Krypto-Fonds Österreichs gestartet. Alle Details dazu gibt’s in unserem Artikel inklusive Video-Interview.

Hier geht’s zu allen Folgen des brutkasten Crypto Weekly


Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

Deine ungelesenen Artikel:
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
16.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Scaleups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Scaleups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-scaleups
Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Scaleups. | © brutkasten

Erfolgreiche Skalierung ist das Ziel jedes Startups. Bekanntlich schaffen das bei weitem nicht alle, doch auch hierzulande wird die Gruppe jener, denen der Sprung zum starken Wachstum gelungen ist, immer größer – und das auch unter bekanntlich teils widrigen Bedingungen.

Auch dieses Jahr schafften wieder einige heimische Unternehmen den Schritt vom Startup zum Scaleup und legten beeindruckende Wachstumsstorys vor. Und einige bereits etablierte Scaleups zeigten eindrücklich, dass ihre Wachstumsambition ungebrochen ist.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Scaleups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Scaleups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch Polestar unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Scaleups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

Jetzt voten!

Poll Maker

Emerald Horizon

Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Auffallen ist gewiss eine der Stärken des Grazer Scaleups Emerald Horizon – sei es mit ausgerechnet diesem Produkt, Small Modular Reactors, im traditionell extrem atomkraftkritischen Österreich, mit Personalentscheidungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer oder mit dem dieses Jahr erfolgten ungewöhnlich frühen Börsengang. An der Wiener Börse wird das Unternehmen jedenfalls mittlerweile seit Monaten jenseits der Milliarden-Euro-Grenze bewertet und kann damit – je nach Definition – als Österreichs jüngstes Unicorn gesehen werden. Für die Entwicklung des Unternehmens gewiss noch entscheidender: Im August verkündete man, gemeinsam mit dem niederländischen Partner VDL Groep in die nächste Entwicklungsstufe des Small Modular Reactors zu gehen.

Enpulsion

Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion
Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion

Das niederösterreichische SpaceTech-Scaleup Enpulsion rund um Gründer Alexander Reissner liefert Antriebssysteme für Nano- und Mikrosatelliten. Zu Jahresbeginn sicherte sich das Unternehmen eine 22,5 Millionen Euro schwere Series-B-Finanzierung, um die Produktionskapazitäten am Standort Wiener Neustadt deutlich zu erhöhen. Im August 2026 verkündete Enpulsion zudem die geplante strategische Übernahme der britischen Lift Me Off Ltd, um das eigene Produkt-Portfolio um chemische Antriebe für besonders agiles Manövrieren im Weltraum zu erweitern. Zusätzlich steht für diesen Herbst ein zentraler Meilenstein an: ein Orbit-Test der neuartigen Antriebstechnik an Bord des heimischen Satelliten AT-Astra.

fiskaly

fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly – das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Das 2019 gegründete Wiener Unternehmen fiskaly von Johannes Ferner, Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz macht Kassentransaktionen cloudbasiert und gesetzeskonform. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr, profitabel, mehr als 150 Mitarbeitende, rund 1.900 B2B-Kund:innen mit über einer Million POS-Systemen in acht EU-Ländern und Marktführerschaft in Deutschland. Im September folgte der nächste Schritt vom Scaleup zum Infrastrukturanbieter: Mit David Feichter holte fiskaly den Ex-CEO von orderbird als Co-CEO an Bord, ausgerechnet jenen Mann, der 2019 als allererster Kunde den Deal mit Ferner verhandelt hatte. Feichter verantwortet den operativen Betrieb, Ferner konzentriert sich auf Partnerschaften und weitere Akquisitionen in Europa.

Flinn AI

Das Founder-Team von Flinn | © Flinn
Das Founder-Team von Flinn | © Flinn

Das 2023 gegründete Scaleup von Gründer Markus Müller entwickelt eine KI-gestützte Software, die regulatorische und qualitative Prozesse für MedTech- und Pharmaunternehmen automatisiert. Im Februar 2026 sorgte das Unternehmen mit einem Series-A-Investment von 20 Millionen Dollar für Aufsehen. Mit dem frischen Kapital treibt das Scaleup in diesem Jahr die gezielte Expansion auf dem US-Markt voran, um sich weltweit als Standard für regulatorische KI-Prüfungen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Zudem plant man eine erste eigene Kund:innenkonferenz, die über 200 internationale MedTech-Entscheider:innen nach Wien bringen soll.

fonio.ai

fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath (CEO, l.) und Matthias Gruber (CTO) | (c) fonio.ai

Wenn bei einem KMU niemand ans Telefon geht, übernimmt fonio.ai: Die KI-Agenten des erst 2024 gegründeten Wiener Startups von Daniel Keinrath und Matthias Gruber führen inzwischen rund zwei Millionen Anrufe pro Monat für über 7.000 Kund:innen. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab, angeführt vom Londoner Fonds 20VC bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro, ohne offiziellen Fundraise und ohne Pitch Deck. Im August knackte fonio.ai die Marke von zehn Millionen Dollar ARR – später folgte im Oktober die Marke von 15 Millionen Dollar. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt laut Keinrath inzwischen von außerhalb der DACH-Region, im September eröffnete das Startup unter anderem sein Büro in Barcelona als Hub für Südeuropa.

Helferline

v.l.: Die Helferline-Gründer Clemens Schmidgruber und Alexander Niederhofer mit CTO Janko Glavić | (c) Helferline

Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Startup-Welt schreiben kann: Vor mehr als zehn Jahren gegründet, konnte Helferline über lange Zeit zwar eine ganze Zahl namhafter Referenzen vorweisen, der wirtschaftliche Durchbruch blieb aber aus. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate drastisch: Vor etwas mehr als einem Jahr stieg Hansi Hansmann als Investor ein. Seitdem holte man Großaufträge vom deutschen Telekom-Riesen O2, von Asus, von Starlink und weiteren. Aktuell befindet sich das Wiener Scaleup auf einem steilen Wachstumskurs und macht nach eigenen Angaben monatliche sechsstellige Gewinne.

Neoh

v.l.n.r.:  Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh
v.l.n.r.: Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh

Das Wiener Scaleup von Manuel Zeller konnte mit Süßigkeiten, die auf dem selbst entwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+ basieren, mittlerweile eine große Fangemeinde aufbauen, die auch über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Auch machte, Stand April 2026, das B2B-Geschäft bereits rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus, mit steigender Tendenz, wie Zeller erklärte. Dies und auch die Entwicklung einer gelungenen Bueno-Alternative sorgten dafür, dass eine Investmentgesellschaft aus Luxemburg namens Teseo Capital ins Scaleup einstieg. Dahinter steht die italienische Familie Ferrero, die mit Marken wie Nutella, Kinder und Ferrero Rocher den Süßigkeitenmarkt dominiert.

ParityQC

Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Das Innsbrucker Quantenunternehmen ParityQC von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser hat allein im heurigen Jahr einen 35-Mio.-Deal für den Bau eines mobilen Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium ergattert und im Rahmen der „EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Israel“ eine Kooperation mit dem israelischen Quantensoftware-Spezialisten Classiq gestartet. Zudem lieferte es im April einen deutlichen Beleg dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat. Gemeinsam mit IBM stellte man einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) auf. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM-Quantum-Heron-Prozessor realisiert, mit 52 supraleitenden Qubits statt der bisherigen 27 Ionenfallen-Qubits.

Reploid

Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Kein anderes heimisches Scaleup schaffte es dieses Jahr, in einer derartigen Regelmäßigkeit für Schlagzeilen zu sorgen. Das seit 2025 an der Wiener Börse gelistete Welser Insektenzucht-Unternehmen baute seine Führungsebene aus, eröffnete neue Expansionsmärkte, präsentierte neue Kund:innen, verkündete eine Übernahme und holte sich einen achtstelligen Wachstumskredit. Wiewohl die Geschäftszahlen bei genauerer Betrachtung etwas komplexer sind, als vom Scaleup dargestellt, steht fest: Reploid ist weiter voll auf Wachstumskurs. 

waterdrop

Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das Wiener Scaleup waterdrop von Henry Murray, Martin Murray und Christoph Hermann holte sich im Mai ein 100-Millionen-Euro-Investment. Zu den Investor:innen dieser Runde zählten Aspeya, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Schon im Jänner dieses Jahres verkündete das Scaleup seine Profitabilität. Zudem übernahm Jristian Cruz Limsico die Rolle des Global Creative Director, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte. Er verantwortet nun die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Crypto Weekly #49: Bitcoin auf höchstem Stand seit Anfang März, Cardano zieht um 37 % an