30.12.2025
KOLUMNE

Corporate Venturing 2025: Warum Innovation erwachsen werden musste

In ihrer neuen Corporate-Venturing-Kolumne ordnet Viktoria Ilger das Corporate-Venturing-Jahr 2025 ein und erläutert, welche Trends sie für 2026 sieht.
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Viktoria Ilger
Viktoria Ilger | Foto: Viktoria Ilger/Adobe Stock (Hintergrund)
Corporate Venturing

Die brutkasten-Serie „Corporate Venturing“ is powered by AKELA, Raiffeisen Bank International AG, UNIQA Insurance GroupMavie NextVerbund, whataventure — New business. Powered by entrepreneurs. und Wien Energie GmbH.


Wenn ich auf 2025 zurückblicke, dann war dieses Jahr selten von großen Innovationsankündigungen geprägt. In vielen Branchen dominierten andere Schlagzeilen: Sparprogramme, Restrukturierungen, Stellenabbau. Innovation wirkte oft wie ein Luxus, den man sich gerade nicht leisten kann.

2025 war ein Jahr, in dem viele Unternehmen gezwungen waren, ehrlich zu sich selbst zu sein. Unsicherheit ist kein Ausnahmezustand mehr – sie wird zunehmend zur Normalität. Gleichzeitig stehen Organisationen unter massivem Effizienz-, Kosten- und Transformationsdruck. Nachhaltigkeit muss umgesetzt, neue Technologien bewertet, bestehende Geschäftsmodelle hinterfragt werden. Und all das mit begrenzten Ressourcen und Organisationen, die vielerorts an ihre Belastungsgrenze kommen.

Das klingt auf den ersten Blick nicht nach Innovation, oder?

Innovation unter Druck – und warum genau das ein Wendepunkt ist

Ich habe dieses Jahr oft gehört, warum Innovation aktuell keine Priorität habe. Und ja – ich verstehe diese Argumente. Prioritäten müssen neu gesetzt werden, Budgets sind knapp, der Druck ist real. Gleichzeitig bin ich überzeugt: Gerade in diesen Zeiten dürfen wir Innovation nicht auf Eis legen. Sie ist kein Nice-to-have, sondern eines der wenigen Werkzeuge, mit denen Unternehmen handlungsfähig bleiben können.

Und genau hier hat sich 2025 etwas Entscheidendes verändert: Nicht Innovation an sich, sondern unser Verständnis davon. Weg von großen Versprechen. Weg vom geschützten Playground, in dem man lange forscht und auf das „Next Big Thing“ hofft.

Hin zu einer viel zentraleren Frage: Wie bleiben wir relevant und handlungsfähig – trotz Unsicherheit?

Corporate Venturing wird erwachsen

Ich habe das Gefühl, dass Corporate Venturing 2025 genau an diesem Punkt an Bedeutung gewonnen hat. Nicht als Trend, sondern als strategisches Instrument. Fast schon so, als würde Corporate Venturing erwachsen werden.

In vielen Unternehmen wurde klar: Venturing kann kein isoliertes Innovationsprogramm sein. Es muss Teil eines bewusst gesteuerten Innovationsportfolios werden, als Ergänzung zu interner Entwicklung, klassischen Partnerschaften und Forschung. Entscheidungen zwischen Build, Buy oder Partner werden strategischer getroffen, um knappe Ressourcen gezielt einzusetzen. Gerade unter Ressourcendruck hat sich gezeigt, wie wichtig diese Klarheit ist.

Unterschiedliche Venturing-Logiken für unterschiedliche Ziele

2025 hat auch deutlich gemacht, dass es die eine Venturing-Logik nicht gibt. Venture Clienting hat dort an Bedeutung gewonnen, wo Geschwindigkeit zählt: wo Unternehmen schnell lernen, reale Use Cases testen und Speed to Value erreichen müssen.

Gleichzeitig wurde aber ebenso klar: Nicht alles lässt sich einfach zukaufen. Unternehmen müssen ihre Kernkompetenzen kennen – und bewusst entscheiden, welche Fähigkeiten sie selbst aufbauen, integrieren oder skalieren wollen. Dafür braucht es andere Venturing-Ansätze.

Auch im Corporate Venture Capital war 2025 ein Jahr der Konsolidierung. Investitionen wurden selektiver, strategischer und mit höheren Erwartungen an den beidseitigen Mehrwert. CVC wird nicht nur als Finanzinstrument verstanden, sondern als Zugang zu Zukunftsmärkten, als Frühindikator für technologische Entwicklungen und als Option für spätere operative Zusammenarbeit.

Ähnlich sehe ich die Entwicklung im Venture Building. Es wird deutlich realistischer als in früheren Jahren. Unternehmen haben gelernt: Venture Building ist kein Abkürzungsweg. Es braucht Ressourcen, klare Governance und langfristiges Commitment.

Venturing ist keine Einheit – sondern eine Fähigkeit

Wenn wir über Corporate Venturing sprechen, liegt das eigentliche Bottleneck selten beim Startup, bei der Technologie oder bei der Idee selbst. Viel häufiger liegt es in der eigenen Organisation. Procurement, Legal, IT, Strategie- und Entscheidungslogiken – vielen Unternehmen wurde dieses Jahr schmerzhaft bewusst, dass Corporate Venturing nur funktioniert, wenn es organisatorisch mitgedacht wird. Venturing ist keine Abteilung. Es ist eine Fähigkeit.

Und diese Fähigkeit entsteht nur, wenn Mitarbeitende eingebunden sind, verstehen, warum neue Wege gegangen werden und welche Rolle sie selbst dabei spielen. Dort, wo Mitarbeitende aktiv Teil der Venturing-Arbeit sind, steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit massiv: Skalierung wird möglich, Widerstände nehmen ab, Lernen wird schneller.

Nachhaltigkeit, Partnerschaften und neue Ökosysteme

Ein weiterer prägender Aspekt 2025 war für mich das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Corporate Venturing. Nachhaltigkeit wurde viel diskutiert – und auch viel kritisiert. Doch jenseits des Reporting-Fokus sehe ich eine positive Bewegung: Immer mehr Unternehmen suchen konkret nach Lösungen und formen aus Nachhaltigkeit neue Geschäftsmodelle. Themen wie Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft oder neue Materiallösungen lassen sich kaum alleine lösen.

Hier wird Corporate Venturing zu einer entscheidenden Brücke – zwischen Nachhaltigkeitszielen und wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit. Und genau deshalb gewinnen Partnerschaften, Ökosysteme und Innovationscommunities weiter an Bedeutung. Die Herausforderungen unserer Zeit sind zu komplex, um sie isoliert zu lösen. Communities schaffen Räume für Austausch, Lernen und Vertrauen. Sie machen sichtbar: Niemand kann heute alles alleine können. Aber gemeinsam entstehen Lösungen, die isoliert nicht möglich wären.

Vier Beobachtungen, die 2026 prägen werden

  1. Corporate Venturing wird zum strategischen Steuerungsinstrument
    Venturing wird 2026 noch stärker in Strategieprozesse eingebunden. Die Frage ist nicht mehr ob innoviert wird, sondern wie: Build, Buy oder Partner? Corporate Venturing wird damit zu einem Werkzeug bewusster Ressourcenallokation.
  2. Messbarkeit wird zum Erfolgsfaktor
    Mit wachsender strategischer Relevanz steigt der Anspruch an Messbarkeit. KPI-Systeme für Corporate Venturing werden wichtiger – nicht, um Innovation zu kontrollieren, sondern um sie steuerbar zu machen. Lernen, strategischer Impact, Time-to-Value und Skalierungsfähigkeit rücken in den Fokus.
  3. Komplexe Themen werden über Unternehmensgrenzen hinweg gedacht
    Ob KI oder nachhaltige Geschäftsmodelle – viele Herausforderungen lassen sich nicht mehr alleine lösen. Unternehmen bündeln Kompetenzen, teilen Risiken und schonen Ressourcen. Corporate Venturing wird damit zum Enabler kollektiver Innovationsfähigkeit.
  4. Communities werden zum unterschätzten Innovationshebel
    Communities gewinnen innerhalb von Organisationen und darüber hinaus an Bedeutung. Unterschiedliche Perspektiven helfen, Komplexität zu reduzieren. Gleichzeitig gilt: Innovation braucht Menschen. Und das gemeinsame Arbeiten an Zukunftsthemen schafft Sinn, Verbindung und Orientierung.

Mein Fazit für 2025 – und ein Blick nach vorne

Wenn ich auf 2025 zurückblicke, dann war Corporate Venturing weniger spektakulär als in früheren Jahren. Aber deutlich relevanter. Nicht, weil Unternehmen weniger innovativ sein wollen. Sondern weil wir verstanden haben, dass Fokus, strategische Klarheit, Messbarkeit und echte Partnerschaften die entscheidenden Hebel sind.

Innovation hilft nicht, die Zukunft vorherzusagen. Aber sie hilft, mit Unsicherheit umzugehen. Und genau dieses Verständnis von Innovation werden wir 2026 brauchen.

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Bereits seit der Veröffentlichung des Ministerialentwurfs zu einer neuen Paketsteuer im Mai trifft diese in der öffentlichen Diskussion auf Kritik. Vorgesehen ist eine Abgabe von zwei Euro pro zugestelltem Paket, die ab dem 1. Oktober 2026 von großen Online-Handelsplattformen mit einem Jahresumsatz ab 100 Millionen Euro eingehoben werden soll. Nachdem das vorparlamentarische Begutachtungsverfahren zum Gesetzesentwurf am 26. Mai 2026 offiziell geendet hat, geht die Vorlage im nächsten Schritt in die Debatte und finale Abstimmung im Nationalrat.

Mit den prognostizierten Einnahmen von jährlich rund 280 Millionen Euro will die Bundesregierung die geplante Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel teilweise gegenfinanzieren. Zudem wolle man den lokalen stationären Handel gegenüber den internationalen E-Commerce-Riesen stärken, so die Argumentation. Und auch der Umweltschutzaspekt wird seitens der Regierung ins Treffen geführt. Diese Begründung lassen viele Kritiker:innen aber nicht gelten.

Dobrocka: „wird nur das Angebot verringern und die Kosten für österreichische Kunden in die Höhe treiben“

Auch unter Gründer:innen heimischer Startups und Scaleups im Logistik-Bereich, die für brutkasten erreichbar waren, herrscht breite Ablehnung gegenüber der Paketabgabe. Dabei ist es nicht die Zielsetzung, die kritisiert wird. „Grundsätzlich finde ich es begrüßenswert über Maßnahmen zu diskutieren, die den österreichischen Markt vor einer Flut an ausländischen Sendungen schützen und österreichische Unternehmer stärken. Aber diese Maßnahme tut das nicht“, meint etwa Petra Dobrocka, Co-Founderin und CCO des Wiener Logistik-Scaleups byrd. „Selbst wenn ein heimischer Händler die Ware in Österreich verpackt und mit der österreichischen Post an einen österreichischen Kunden schickt: Sobald der Verkauf über einen Marktplatz wie Amazon läuft, greift die Steuer.“ Die Maßnahme werde letztlich „nur das Angebot verringern und die Kosten für österreichische Kunden in die Höhe treiben.“

Braith: „Emissionsärmere Zustellformen gezielt begünstigen“

Ähnlich argumentiert auch Storebox-Co-Founder und CEO Johannes Braith. Er führt zusätzlich eine ökologische Perspektive ins Treffen. „Wir brauchen aus meiner Sicht weniger Symbolpolitik und mehr intelligente Steuerung. Wenn Politik Lenkungswirkung ernst meint, dann sollte sie emissionsärmere Zustellformen gezielt begünstigen und nicht pauschal jede Form des Versandhandels verteuern“, so der Gründer. Das Gesetz unterscheide nämlich zu wenig zwischen emissionsintensiven und emissionsarmen Zustellmodellen. Klassische Haustürzustellung sei ineffizient und verursache Retourenverkehr und Parkdruck, meint Braith und führt Click-&-Collect-Modelle mit gebündelter Anlieferung ins Treffen, wie sie auch sein Unternehmen umsetzt.

Weiß: EU-Regelung statt „Alleingang“

Georg Weiß, Co-Founder und CEO des Wiener Logistik-Scaleups Quivo, würde in dem Zusammenhang lieber eine europäische Lösung sehen. „Auf EU-Ebene gibt es ja auch Vorschläge, etwa Zölle für Kleinpakete unter 150 Euro einzuführen, um den europäischen Markt vor Billigprodukten zu schützen. Das halte ich für die sinnvollere Maßnahme, als aus Österreich heraus einen Alleingang zu machen und eine Zwei-Euro-Paketgebühr einzuführen“, so der Gründer gegenüber brutkasten.

AustrianStartups: Nachteile für Startups und Scaleups befürchtet

Kritik an der Paketsteuer kommt auch von AustrianStartups. „Wer Österreich als Innovationsstandort stärken will, kann nicht gleichzeitig die Vertriebskanäle innovativer Unternehmen im E-Commerce belasten. In der aktuellen Form würde der Entwurf vor allem Startups, Scaleups und KMUs treffen, die über Plattformen verkaufen oder aus Österreich versenden“, meint man dort. Auch befürchtet man potenzielle Probleme für Scaleups in der Branche, weil ein gleitender Übergang bei der Umsatzschwelle fehle: „Für Scaleups, die gerade die 100-Millionen-Euro-Grenze überschreiten, bedeutet das einen abrupten Kostenschock in genau der Phase, in der sie skalieren wollen.“

Kaminski: „Das ist das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll“

Zudem hebt AustrianStartups eine besondere Problematik im Secondhand- und Refurbishment-Bereich hervor und zitiert dazu refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski: „Bei einem refurbishten iPhone beispielsweise ist der Produktpreis zwar relativ hoch, aber die Marge für Refurbisher ist sehr gering. So eine Abgabe kann nicht einfach weitergegeben werden. Das Resultat: Preise im Reuse-Bereich steigen, neue Billigwaren nicht. Das ist das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll. Falls die Abgabe kommt, braucht es zwingend eine Ausnahmeregelung für Secondhand und Refurbished.“

AustrianStartups forderte daher bereits im Mai „eine Rücknahme des Entwurfs in seiner aktuellen Form“. Sollte dies nicht passieren jedenfalls aber eine „Prüfung eines EU-weiten Rahmens statt eines österreichischen Alleingangs“ und eine Ausnahmeregelung für Secondhand, Refurbished und Reuse.

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