29.03.2020

Diese Startups bieten gratis Hilfe gegen das Coranavirus an

Von Kinderbetreuung über Software für Schulen bis zu Unterstützung bei Teleworking: Diese Startups bieten in Zeiten des Coronavirus ihre Hilfe an.
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Coronavirus E-learning und Teleworking
Von E-Learning mit Teleworking: Der Coronavirus verändert unser Leben. (c) Adobe Stock / Antonioguillem

Laut den aktuellen Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Coronavirus ist unter anderem vorgesehen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Teleworking ermöglichen sollen, wo dies möglich ist. Schon  zuvor wurden Universitäten, Fachhochschulen und teilweise Schulen geschlossen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren und somit die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus einzuschränken. Das Bildungs- und Arbeitsleben verlagert sich also nach Hause, was wiederum die Nutzung diverser technologischer Mittel nötig macht.

+++Ein Guide für Startups zum Umgang mit dem Coronavirus+++

Diverse Startups stellen diese Tools für Teleworking und Telelearning bereits zur Verfügung. Und einige von ihnen stellen ihre Apps und Plattformen nun vergünstigt oder kostenlos zur Verfügung, um den Menschen während der Coronakrise das Leben zu erleichtern. Der brutkasten hat – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine entsprechende Zusammenfassung erstellt. Zwecks einfacherer Lesbarkeit sind die Vergünstigungen fett markiert. Der Artikel wird laufend aktualisiert.


Ihr habt selbst ein Projekt, das zur Eindämmung des Coronavirus beitragen kann? Dann meldet uns diese über diesen Link.


Fretello: App für Musikausbildung jetzt gratis

Fretello unterstützt heimische Musikschulen und private Musiklehrer, damit die Musikschüler auch zu Hause weiter lernen können. „Dafür gibt’s uns für alle Musikschulen vorerst 3 Monate gratis„, schreibt Co-Founder Florian Lettner dem brutkasten. Die Initiative wird vom Bildungsministerium unterstützt. Ein erstes Pilotprojekt läuft mit der LMS Puchenau in Oberösterreich und wird derzeit auf weitere Schulen ausgerollt. „Auch international melden sich immer mehr Musikschulen und Lehrer bei uns“, schreibt Lettner.

Längerfristig ist geplant (sofern der Bedarf weiter steigt) Fretello als virtuellen Klassenraum anzudenken und für die Schulen zu öffnen, sodass sie ihre eigenen Lerninhalte anbieten und zielgerichtet von zu Hause aus unterrichten zu können.

==> Kostenlose Freischaltung unter [email protected].

Instahelp und Instadoc: Online-Sprechstunden für Ärzte

Die Psychologie-Plattform Instahelp ist nun unter dem Namen Instadoc auch für Ärzte verfügbar – und zwar vorläufig kostenlos für drei Monate. Das System ist innerhalb von 24 Stunden aufgesetzt. Die Beratungen können per Videotelefonie, Audiotelefonie oder Textchat durchgeführt werden. Dabei liegt ein starker Fokus auf dem Thema Datensicherheit.

==> mehr über das Angebot

YoInvoice: Gratis Rechnungen erstellen

YoInvoice ist ein Rechnungslegungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen. Das Tool kann kostenlos und ohne Registrierung verwendet werden.

==> mehr dazu unter diesem Link

Finditoo: Kostenlose Videokonferenzen

Das Rechtsportalnetzwerk Finditoo will Anwälten in Österreich während der COVID-19 Krise helfen, mit Ihren Klienten rasch und einfach in Kontakt zu bleiben. Aus diesem Grund bietet das Netzwerk Anwälten in Österreich ein Videokonferenz Tool kostenlos zur Nutzung an, damit diese in dieser schweren Zeit weiterhin mit Ihren Klienten von Zuhause aus per Video in Kontakt bleiben können.

WeAreDevelopers: Kostenlose Job-Ads für Startups

Da auch Startups von der aktuellen Situation betroffen sind, bietet WeAreDevelopers Startups bis Ende März die Möglichkeit, kostenfrei eine Premium Employer Brand Page sowie drei Premium Job Ads mit einer Laufzeit von 60 Tagen auf der WeAreDevelopers Job-Plattform zu inserieren: wearedevelopers.com/ngos-startups. Das Kriterium für teilnehmende Startups: Das Gründungsdatum darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Commitly: Liquiditätsplanung jetzt gratis

COMMITLY steht laut Eigenangabe für „einfach bessere Liquiditätsplanung“ für kleine und mittlere Unternehmen. Mit dem Tool soll es leichter sein, die eigene Liquidität zu planen und zu überwachen. Dabei wird eine Verknüpfung mit dem Bankkonto des Unternehmens hergestellt. Vor allem für die zukünftige Planung und die Ermittlung des Liquiditätsbedarfs für etwaige Förderungen, Hilfen, etc. wird die Liquiditätsplanung in den nächsten Monaten wohl eine zentrale Rolle einnehmen.
Gerne bieten wir auch die Leistungen von COMMITLY im Rahmen dieser Initiative OHNE Kosten für 3 Monate (nach dem kostenlosen Test von 14 Tagen) an“, heißt es vom Unternehmen. Das monatliche Abo startet nach Ablauf des 14-tägigen kostenlosen Tests. Technisch ist die Eingabe einer Zahlungsmethode und Rechnungsadresse inkl. ATU Nummer erforderlich. Das Abo ist jederzeit kündbar.

Conda: Unterstützung bei Überbrückungsfinanzierung

Mit „Conda Hilft“ bietet die Crowdinvesting-Plattform in Zeiten des Coronavirus die Möglichkeit zu Überbrückungsfinanzierung via Nachrangdarlehen. Die Initiative bietet die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um relativ rasch  finanzielle Unterstützung zu erhalten. Conda gibt im Rahmen des Projektes lediglich Drittkosten (etwa für den Payment-Provider, die rechtliche Prüfung der AltFG Unterlagen, die Erstellung der Kampagnen-Unterlagen und den technischen Setup) sowie die eigenen Kosten (etwa Mitarbeiterkosten) weiter, verzichtet aber auf die eigene Marge.

==> mehr zu „Conda Hilft“

 

Storyclash bietet kostenloses Social-Media-Krisenmonitoring für NGOs

Ab sofort bietet das Linzer Software-Unternehmen Storyclash sozialen Einrichtungen, NGOs und NPOs einen zweimonatigen kostenlosen Zugriff auf seine Social-Media-Monitoring Lösung an. Neben den Lizenzen wird laut Storyclash auch Social-Media-Support und Hilfe bei der Erstellung von Analysen sowie Reports geboten. Hier die Leistungen zusammengefasst:

  • Eine kostenlose Lizenz für NGOs, NPOs und soziale Einrichtungen – für die nächsten zwei Monate.
  • Social Media Support: In einer kostenlosen Videosession hilft Storyclash Social-Media-Fragestellungen zu beantworten.
  • Social Media Report: Storyclash liefert einen Social Media Report mit Echtzeit-Daten, um Zielgruppen gezielt ansprechen zu können.

=> mehr Informationen findet ihr hier

 

A1 Digital und eyeson: Click & Talk Videokonferenzen bis 30. Juni 2020 gratis

Exoscale, die europäische Cloud von A1 Digital, und das Startup eyeson, ein österreichischer Anbieter für Videokonferenzen, bündeln ihre Kräfte, um eine schnelle, sichere und unkomplizierte Videokonferenzlösung per Click & Talk anzubieten. Bis 30. Juni 2020 können interessierte Kunden mittels einer Promotion-Aktion gratis digitale Meetings für ihr Unternehmen realisieren.

Die gemeinsame Lösung von eyeson und Exoscale setzt auf Nutzerfreundlichkeit, DSGVO-Konformität (dank lokalem Hosting ausschließlich in europäischen Datenzentren) und unkompliziertem, webbasiertem Zugang. All eyes (on) Exoscale läuft auf der europäischen Cloud-Plattform Exoscale je nach Kunden-Standort in einem Rechenzentrum in Deutschland (München / Frankfurt), Österreich (Wien) oder der Schweiz (Genf / Zürich).

==> mehr Informationen zur Promotion

 

Swat.io: Social Media Management für NGOs, NPOs und Charities

Swat.io stellt sein Social Media Management Tool in Zeiten des Coronavirus jenen gemeinnützig und sozial orientierten NGOs, NPOs und Charities, die sich in in der aktuellen Coronakrise besonderen Herausforderungen in der Kommunikation auf Social Media stellen, für vier Wochen kostenlos zur Verfügung.

Das Tool kann für Social Media Management, Social Media Content Planung, Social Media Content Publishing, Community Management, Social Customer Service, Social Media Analyse, sowie Monitoring & Listening genutzt werden. Inkludiert ist außerdem eine Starthilfe für den Umgang mit Swat.io.

Die Anmeldung ist über diesem Link möglich.

 

Content Creation School: Kostenloser Kurs zu Videoerstellung

Um den Schul- und Hochschulbetrieb weiterführen zu können, ist die Erstellung von neuem e-Learning-Content wichtig. Die Content Creation School stellt daher jetzt die wichtigsten 10 Video-Lektionen des Bestseller-Online-Kurses „Filmen mit dem Smartphone – Basics“ kostenlos zur Verfügung. Damit können Lehrer/innen, Vortragende und alle Personen, die gerade remote Video-Content erstellen müssen, zuhause effektive Videos mit ihrem Handy aufnehmen.

==> zum Angebot

 

Hokify: Kinderbetreuung während der Coronakrise finden

Eines dieser Startups ist die Jobplattform Hokify , welche sich einer der zentralen Fragen für Eltern widmet: Woher kommt die Kinderbetreuung, wenn die Eltern trotz Coronavirus in der Arbeit präsent sein müssen und die Großeltern wegen der hohen Ansteckungsgefahr nicht in Frage kommen?

Mit der hokify Nachbarschaftshilfe können kostenlos Inserate für Kinderbetreuung erstellt werden, wodurch Eltern rasch Hilfe in ihrer Nähe finden können. Die neue Jobkategorie wurde von dem Startup rasch aufgrund der aktuellen Entwicklungen rund um Covid-19 erstellt.

+++Coronavirus/COVID-19: Wirtschaftsministerium startet „Emergency Call“+++

„Wir werden dieses Inserat via hokify und Social Media an Studentinnen und sonstige Home-Office Worker ausspielen, damit Eltern schnell und einfach eine passende Kinderbetreuung finden“, heißt es seitens Hokify: „In diesen schwierigen Zeiten, möchten wir hokify öffnen und allen zur Verfügung stellen, die dringend Unterstützung bei der Suche nach Kinderbetreuung benötigen. Wir sind bemüht mit der Öffnung unserer Plattform und dem kostenlosen Inserat alles mögliche zu tun, Eltern zu unterstützen, damit Sie weiterhin ihren wichtigen (teilweise systemkritischen) Berufen nachgehen können und gleichzeitig ihre Kinder bestmöglich betreut werden.“

==> zum Angebot von hokify

 

Meetfox: Tool für Online-Beratung angesichts Coronavirus gratis

Das Tool MeetFox richtet sich wiederum an professionelle Dienstleister (Ärzte, Coaches, Anwälte, Berater, etc.) zur Abwicklung von Online Kundenterminen – von der Terminvereinbarung, über integrierte Videogespräche bis hin zur direkten Bezahlung. Dienstleister erhalten über MeetFox die gesamte Infrastruktur, die das Anbieten von Online Beratungsdienstleistungen ermöglicht.

+++Das Coronavirus als unternehmerische Chance+++

Die gesamte Kundeninteraktion findet in einer einzigen Lösung statt, ohne dass weitere Integrationen notwendig sind. Der gesamte Buchungsprozess und das Videogespräch lassen sich auch in die eigene Website integrieren. Im Moment arbeiten über 6000 individuelle Dienstleister mit MeetFox. Allein in den letzten zwei  Wochen ist durch den Ausbruch des Coronavirus die Kundenbasis um 18 Prozent (900 Neukunden) gestiegen.

„Wir möchten Experten dabei unterstützen, Dienstleistungen in dieser Zeit vermehrt digital anzubieten um persönliche Kontakte so gut es geht zu meiden“, heißt es von Susanne Klepsch, CEO und Co-Founder von MeetFox: „Deshalb haben wir den Entschluss gefasst, unsere Lösung bis Juli mit dem Code „Brutkasten“ komplett kostenlos an alle Interessenten (individuelle Dienstleister, beratende Organisationen, Schulen, Universitäten, etc.) zu vergeben.

TeamEcho: Feedback-Tool in Corona-Krise kostenlos

Unter dem vermehrten Teleworking kann unter anderem auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Betriebsklima leiden, wenn die Kollegen sich nicht mehr physisch gemeinsam an dem gleichen Ort befinden. Hier möchte das Linzer HR-Tech-Startup TeamEcho in Zeiten des Coronavirus entgegensteuern: Bei Neuanmeldung wird das smarte Mitarbeiterfeedbacktool zwei Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt.

+++Home Office: Sechs Tipps zum Arbeiten in Zeiten der Coronakrise+++

Die Funktionen von TeamEcho in wenigen Worten zusammengefasst: Intelligente Kurzbefragungen bilden die Stimmung im Unternehmen in Echtzeit ab, zeigen Handlungsbedarf auf und erleichtern so das Führen über Distanz. Gleichzeitig schafft ein interaktives Dashboard Raum für das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen und Diskussionen, um Herausforderungen auch über räumliche Entfernung hinweg gemeinsam zu meistern.

==> zur Website von TeamEcho

 

Cloudinho: Cloud-Tool für Schulen in Zeiten des Coronavirus

Cloudinho ist eine All-in-One-Cloud für Dokumentenverwaltung, Projektmanagement und Kommunikation. Im Herbst 2019 launchte Cloudinho sein „School Tool“: Ein virtueller Treffpunkt für Lehrer, Schüler und Eltern. Hier können in intuitiv zu bedienender Struktur Aufgaben, Daten, Dokumente oder Termine vergeben, geteilt und eingesehen werden. 

+++So geht die heimische Startup-Szene mit der Coronakrise um+++

Ein Datenschutz-Vorteil gegenüber anderen Lösungen ist hier definitiv, dass die Server in Österreich stehen. Zu den Features gehören unter anderem ein Farbleitsystem für leichtere Orientierung, die Möglichkeit zum Sharen von Dokumenten, spezielle Speicherbereiche für Foto-, Video- und Audio-Dateien und ein digitales Whiteboard, über das Themen in der Gruppe diskutiert werden können. Auch einen zentralen Kalender, ein Umfragetool und einen digitalen Safe für besonders heikle Dokumente gibt es.

Angesichts der aktuellen Situation bietet Cloudinho sein Schulpaket derzeit für 12 Monate kostenlos an (Regulärer Preis: ab  7,99 Euro pro Monat). 

==> zur Website von Cloudinho

 

Grape: Team-Tool mit kostenlosem Teleworking-Checkliste

Eine starke Nutzung verzeichnet derzeit auch das aus Österreich stammende Team-Tool Grape, eine Alternative zu Slack. In Zeiten des Coronavirus wird vor allem der Messenger stark nachgefragt: Über 100 Schulen zu je 1000 Schülern nutzen das Tool pro Tag, verrät Gründer Felix Häusler dem brutkasten.

Das Startup Grape hat Gratis-Angebote für bestimmte Bereiche eingerichtet, für Schulen wurden die Trials zum Beispiel bis Juli verlängert. „Und wir bieten Großunternehmen fertige Remote-Arbeitsplätze innerhalb von 24 Stunden in der Cloud an, die sie dann dort halten können oder – wenn wieder Zeit ist – on premises (im eigenen Rechenzentren) aufsetzen können“, sagt Häusler. Grape stellt außerdem für die Schulsoftware Untis den Untis Messenger bereit. Auch dies ist bis Juli gratis.

Auch hat Grape eine Remote-Work-Checkliste erstellt, die bereits mehrere tausend Male heruntergeladen wurde.

==> zur Remote-Work-Checkliste von Grape

 

eSquirrel: Digitale Kurse ab sofort für 2 Monate kostenlos

In der Smartphone-App von eSquirrel können Kurse zu verschiedenen Schulbüchern oder ein Maturatraining gebucht werden, Lehrer können die Anwendung in den Unterricht integrieren und für Hausübungen oder Tests verwenden.

Die Kurse folgen streng dem österreichischen Lehrplan und sind zum Teil auch als E-Book erhältlich und ministeriell approbiert. Für die Volksschule werden Kurse in Deutsch, Mathematik und Englisch zur Verfügung gestellt.

Für AHS und NMS werden neben allen Hauptfächern viele Sprachen und Nebenfächer wie Geschichte, Physik, Chemie, Geographie etc. angeboten. Für die Oberstufe bzw. BHS gibt es zusätzlich ein digitales Maturatraining mit Erklärvideo zur jeder einzelnen Aufgabe.

  • Um Lernen und Unterrichten auch in dieser heiklen Phase der Schulschließungen zu gewährleisten, bietet eSquirrel alle seine digitalen Kurse für die Volksschule, Sekundarstufe 1 und Sekundarstufe 2 ab sofort jedenfalls 2 Monate kostenlos an.
  • Lehrer, die dieses Angebot mit ihren Klassen nutzen möchten können sich im Lehrer-Portal auf www.eSquirrel.at anmelden. Es entstehen nach Ablauf der 2 Monate keinerlei Kosten, weder für Schüler noch für Lehrer.
  • Alle Kurse unter www.eSquirrel.at/katalog

 

MatheHero: Vorbereitung auf die Zentralmatura

Das EduTech MatheHero bildet alle bisherigen original Zentral-Matura Fragen zum Fach „Mathematik“ in einer App ab. Im Trainingsmodus können die Schüler auf über 1.000 Fragen zugreifen und erhalten unmittelbar Feedback, ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst worden ist, sowie eine persönliche Statistik über Stärken und Schwächen in den Stoffgebieten.

Dabei wird nicht nur das Ergebnis angezeigt, sondern auch der Lösungsweg inklusive detaillierter Erklärung. MatheHero speichert diese Ergebnisse und weist die Schüler so lange auf die ausbaufähigen Fachgebiete hin, bis diese beherrscht werden.

  • Die App von Mathe Hero ist als Vollversion bis inkl. den Osterferien bzw. bis die Schulen wieder öffnen zum Spezialpreis von 19,90 Euro statt 50 Euro erhältlich
  • Alle Infos unter www.mathehero.at

 

Schoolfox stellt seinen Schulmessenger bis Schuljahresende kostenlos zur Verfügung.

Das Wiener Startup SchoolFox, das seinen Sitz am A1 Startup Campus hat, digitalisiert mittels App die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Über die App und einen Messenger können Informationen rasch und unkompliziert geteilt werden. Darunter fällt auch die Verteilung von Lernstoff. Zudem können sich Schüler in von Lehrern moderierten Gruppen themenspezifisch austauschen.

  • Aufgrund der Coronakrise stellt Schoolfox gemeinsam mit A1 Digital ab sofort die Premiumvariante bis zum Schuljahresende 2019/20 kostenlos zur Verfügung.
  • Es kann laut A1 in wenigen Minuten aktiviert werden, indem Klassen mittels CSV-Import hochgeladen und Einladungscodes an die Eltern verteilt werden.
  • Um kostenlos Zugang zu Schoolfox zu erhalten, ist einfach der Referenzcode „A1ExoscaleAT“ auf www.schoolfox.com/a1exoscale anzugeben. Alle Infos unter www.schoolfox.com

 

Audvice: Kostenlose EduTech App Audvice für Distant Learning

Audvice ist eine App in der Lerninhalte als Audio Playlisten und Tracks aufgenommen, geteilt und on-demand angehört werden können. Mit einer integrierten Aufnahmefunktion werden diese Inhalte von Lehrenden oder Studierenden selbst erstellt und geteilt.

Die App kann im App Store für iOS Geräte und im Play Store für Android-Geräte heruntergeladen werden. Besonders in Bereichen wie Geschichte, Rechtswissenschaften und Wirtschaft findet sich eine Vielzahl an Tracks zum Einsteigen in die jeweilige Thematik.

==> zum Angebot von Audvice

YAB: Kostenlose Fitness-Kurse im Internet

Spezielle Fitness-Kurse, die YAB.WORKOUTs, stellt Erfinder Christian Polenz jetzt für alle ins Netz. In den fünf- bis zehnminütigen Clips zeigen Polenz und YAB Programm-Direktor Michael de la Cruz, wie man (mit YABs) Brust, Beine, Bizeps und Rücken trainieren kann. 35 Videos von Level 1 bis 3 sind online, weitere werden folgen.

„Eigentlich wollten wir unsere Programme nur Abonnenten von Fitness-Portalen sowie zertifizierten Kursleitern – den YAB.COACHES – zugänglich machen“, sagt Christian Polenz. „Aber in dieser besonderen Situation wollen wir möglichst viele Menschen dabei unterstützen, auch daheim gesund und effektiv zu trainieren – ohne dafür extra zahlen zu müssen“.

==> Zu den Kursen

 

Mediawerk: Tiroler Startup mit Hilfe für EPUs durch Erstellung von Webshops

Die Webdesign- und Softwareschmiede mediawerk aus Volders (Bezirk Innsbruck-Land) unterstützt Ein-Personen-Unternehmen und Kleinbetriebe in der Covid-19-Krise. Mit der Soforthilfe bietet mediawerk eine Direkthilfe – vorrangig für kleine Tiroler Betriebe, deren Produktverkauf jetzt stillsteht, weil sie ihr Geschäft geschlossen halten müssen.

Wer sich für die Corona-Soforthilfe von mediawerk entscheidet, erhält einen eigenen Webshop, der alles könne, was für den schnellen Start notwendig sei. Es sind keine Einrichtungskosten zu bezahlen, sondern nur eine geringe kostendeckende Miete für Server & Co, heißt es laut Aussendung.

„Es gibt ein einheitliches Design, bei dem wir Logo und Farben anpassen, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten und um in kurzer Zeit vielen Menschen helfen zu können. Zeitlich aufwändige Anpassungen sind möglich, diese verschieben wir aber auf etwas später“, sagt Geschäftsführer Matthias Harb. Das Ziel dabei: Mit dem Webshop sollen Unternehmerinnen und Unternehmer die Zeit überbrücken, in der ihr Laden geschlossen ist. Die Kunden können Produkte weiterhin online bestellen.

==> Zur Soforthilfe

 

Willhaben: ab sofort kostenlose Job-Anzeigen

Im Job-Bereich von willhaben ist es ab sofort möglich, kostenlose Anzeigen zu schalten. „Egal ob im Handel, rund um Betreuung oder andere Dienstleistungen, jetzt ist proaktive Mithilfe gefragt. Da wollen wir willhaben-Know-how, die bekannt unkomplizierte Nutzungsmöglichkeit und die große Reichweite unserer Plattform einbringen und einen Beitrag leisten“, erklärt willhaben-Geschäftsführerin Sylvia Dellantonio die Hintergründe der Initiative.

==> Zur Initiative

 

Studyly: Kostenloses Angebot der Studyly Teach Fassung zur Unterstützung der Schulen

Studyly bieten die komplette Studyly Teach Fassung für Lehrer für die Dauer der Schulschließungen kostenlos an. Lehrkräfte können damit ohne Vorbereitungs- und Kopier- und Formatieraufwand direkt auf über 2500 Beispiele – inkl. sämtlicher Matura-Beispiele und die des Aufgabenpools – zugreifen. Das decke den gesamten Stoff der Oberstufe ab.

==> Zum Angebot von Studyly

 

fanation: Linzer IT-Firma mit kostenloser Mitarbeiter-App uplink

„Als Linzer IT-Startup wollen wir die heimischen Unternehmen in der aktuellen schwierigen Lage unterstützen. Aus diesem Grund stellen wir unser internes Kommunikations-Tool uplink den österreichischen Unternehmen in der derzeitigen Krise kostenlos zur Verfügung“, sagt Geschäftsführer Mario Kraml, dessen Unternehmen fanation die Mitarbeiter-App uplink seit 2018 anbietet.

Das kostenlose Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen zwischen 50 und 500 Mitarbeitenden, denen aktuell die notwendige Infrastruktur für die einfache dezentrale Kommunikation nicht zur Verfügung steht.

Uplink ist eine Mitarbeiter-App für Android und iOS sowie einer Browser-Version, mit der Mitarbeitende via segmentierter News informiert und auf dem Laufenden gehalten werden können. Und sich direkt untereinander in Chats austauschen können.

„Um den Unternehmen die Einführung von uplink in der derzeitigen Lage so einfach wie möglich zu machen, haben wir in den vergangenen Tagen eine abgeänderte und vereinfachte Version unseres Basis-Systems entwickelt, welches ganz leicht und ohne Einschulung zu bedienen ist“, sagt Gerald Schoiber, technischer Leiter von uplink.

Die oberösterreichische IT-Firma bietet Ihre Lösung in der Krisenzeit auch als Cloud-Lösung an, auf denen die separaten Systeme der Unternehmen in eigenen Bereichen laufen. „Später können die Firmen dann das System dann auch auf die firmeneigenen Server umziehen, sowie die individuelle Mitarbeiter-App im unternehmenseigenen Design bereitgestellt werden“, sagt Kraml.

App via Google Play Store

• Apple App Store

==> Zu uplink

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Neoom Ex-CEO Walter Kreisel (l.) und sein Nachfolger Nikolas Iwan © Antje Wolm

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von Mai 2026 „Die nächste Stufe“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Wer das neoom-Headquarter in Freistadt betritt, blickt zuerst nach oben: Im Eingangsbereich hängt ein Astronaut von der Decke, daneben führt eine Wendeltreppe empor, die an eine startende Rakete erinnert. Das Gebäude trägt den Namen „Free City“. Walter Kreisel, neoom-Gründer und seit Anfang des Jahres nicht mehr CEO, nennt es „Freistadt neu interpretiert als Raumschiff“ – mit Stadtmauer, grünem Turm, Stadtgraben und Zugbrücke.

Außen setzt sich diese Konsequenz fort: Schwarze Photovoltaikmodule nord-, ost-, west- und südseitig, dazu am Dach; rund 400 Kilowatt verteilt auf eine Bauwerkshülle, die zuerst Strom produziert und den Überschuss im 1,2 Megawattstunden großen Speicher zwischenlagert. Davor: ein Parkplatz, auf dem fast jedes Fahrzeug ein Elektroauto ist, fünfzig Ladestationen. Rund hundert neoom-Mitarbeiter:innen arbeiten hier auf 780 Quadratmetern, weitere hundert verteilt auf andere Standorte. 80 bis 85 Prozent der verbrauchten Energie produziert das Gebäude selbst.

Es ist eine Inszenierung, die Kreisels Stil als CEO über acht Jahre präzise zusammenfasst: Vision, Symbolik, Größe. Umso bemerkenswerter, dass dieser Mann seit Februar nicht mehr operativ verantwortlich ist – er hat das Steuer übergeben; an Nikolas Iwan, der zuvor bei Shell, H2 MOBILITY und McKinsey in Führungspositionen die Energiewende mitgestaltet hat. Mitte April 2026, am Tag des neoom-Live-Events, zu dem die wichtigsten Geschäftspartner – die „Power Partner“ – nach Freistadt anreisen, übernimmt erstmals Iwan die Hauptbühne. Kreisel hat sich am informellen Abend zuvor bewusst zurückgehalten.

„Wenn Walter gestern aufgetaucht wäre, hätte sich vieles auf ihn konzentriert“, sagt Iwan. „Er hat die Beziehungen zu den Power Partnern aufgebaut. Wir haben uns vorher abgestimmt.“ Diese Abstimmung – wer wann sichtbar ist, wer wo nicht auftaucht – ist seit Monaten Teil des täglichen Geschäfts der beiden. Sie ist der Grund, warum das Unternehmen den Wechsel an der Spitze bisher reibungslos gemeistert hat.

Denn ein CEO-Wechsel ist für ein Scaleup eine der riskantesten Operationen überhaupt. „Du hast dauerhaft den Zünder einer ungesicherten Handgranate in der Hand“, sagt Kreisel. „Wenn du da nicht stabil bist, sprengt es dir das Unternehmen; weil der Prozess völlig undefiniert abläuft – und ein massives Risiko ist.“

Das Tabuthema

Kreisels offene Worte sind selten – obwohl es zuletzt einige ähnliche Fälle gab. Im November 2025 gab Bitpanda-Mitgründer Eric Demuth seine Co-CEO-Rolle ab und wechselte als Executive Chairman in den Verwaltungsrat; Lukas Enzersdorfer-Konrad führt das Krypto-Unicorn nun allein. Im Januar 2026 zog sich Prewave-Mitgründerin Lisa Smith aus der Geschäftsführung zurück, ihr Co-Founder Harald Nitschinger übernahm die alleinige operative Verantwortung. Drei prominente Fälle innerhalb weniger Monate – das deutet auf einen Trend hin.

Während in den USA der Wechsel vom Gründer-CEO zum professionellen Manager als normaler Skalierungsschritt gilt – Investor Hermann Hauser hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Europa nicht nur ein Kapital-, sondern auch ein Management-Problem habe –, herrscht hierzulande Schweigen über das Wie. „Bei Herr und Frau Österreicher ist so etwas ein Tabuthema“, sagt Kreisel. „Der Eigentümer ist Geschäftsführer bis zu seinem Tod, dann macht der Sohn oder die Tochter weiter.“

Witzigerweise ist der CEO ein massives Tabuthema. Aber an COO, CFO – da wird permanent rumgeschraubt.

Die Reaktionen auf seine Ankündigung im Februar bestätigen das. In der Region Freistadt wurde gefragt: „Haben sie ihn rausgehaut?“ In der Startup-Bubble wurde gefragt: „Wie viel Geld hast du rausgezogen?“ Dass der Gründer freiwillig in den Aufsichtsrat wechselt und keine Anteile verkauft hat, passte nicht ins gängige Schema. „Vom Aufsichtsrat über die Berater bis zu den Headhuntern: Niemand kennt sich aus“, kritisiert Kreisel. „Das war ein leerer Wald, ohne Baum und ohne Holz.“ Best-Practice-Modelle? Fehlanzeige. „Witzigerweise ist der CEO ein massives Tabuthema. Aber an COO, CFO – da wird permanent rumgeschraubt“, ergänzt Iwan.

Acht Jahre – ein Kilimandscharo

Schon während seines MBA-Studiums habe er sich mit Nachfolge beschäftigt, sagt Kreisel. Konkreter wurde es, als neoom vom freiwilligen Advisory Board zum echten Aufsichtsrat überging und schließlich zur AG wurde. Mitte 2023 entschied sich Kreisel, an der Donau-Universität Krems eine Ausbildung zum zertifizierten Aufsichtsrat zu absolvieren; nicht als formaler Akt, sondern um die Rolle in der Tiefe zu verstehen. Im Frühjahr 2025 schloss er ab.

Parallel begann ein bewusster persönlicher Reset – nach acht intensiven Jahren symbolisch verankert in einer Bergbesteigung. Es war der Kilimandscharo, ein 18 Jahre alter Traum, den Kreisel öffentlich als sein Ziel nach dem CEO-Ausstieg kommunizierte.

Die CEO-Suche selbst lief über eine internationale Executive-Search-Firma. Aus einer Longlist wurde eine Shortlist von sieben Kandidat:innen, am Ende blieb Iwan – obwohl er die entscheidende LinkedIn-Nachricht der Recruiterin beinahe übersehen hätte: „Die Nachricht kam am 30. Juni. Erst am 18. Juli habe ich sie zufällig gesehen – und bin gerade noch auf den Zug aufgesprungen“, erinnert sich Iwan. In der zweiten Interview-Runde lernten sich Kreisel und Iwan persönlich kennen. Die offizielle Zeit war nach 45 Minuten vorbei – sie redeten noch eine halbe Stunde weiter.

„Ich war noch nicht bereit“

Rückblickend würde Kreisel den Prozess sogar früher anstoßen, sagt er. Iwan widerspricht lachend: „Also ich wäre noch nicht bereit gewesen!“ Der Satz verweist darauf, dass Iwans Werdegang genau jetzt in die Rolle passte: Acht Jahre bei Shell in unterschiedlichen Managementpositionen, zuletzt als Country Manager für das Tankstellengeschäft in Österreich. 2016 der Wechsel als CEO zum deutschen Wasserstoff-Startup H2 MOBILITY, das er bis 2023 führte. Anschließend Geschäftsführer bei ennoo Rental in Berlin und als Senior Advisor bei McKinsey.

Dass Iwan ausgerechnet aus der Wasserstoffwelt zu einem Strom-Scaleup wechselt, ist kein Zufall – „ich komme aus der Molekülwelt“, sagt er. „Über 80 Prozent der Energie werden in Molekülform bewegt. Aber wir stehen am Beginn des Elektronen-Zeitalters.“

Bei H2 MOBILITY habe er sieben Jahre lang erlebt, dass Wasserstoff „nicht so schnell kommt, wie wir damals dachten“. Im Stromspeicher-Markt ist das Tempo ein anderes: 2025 wuchs der europäische Batteriespeichermarkt nach Daten von SolarPower Europe um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr; seit 2021 hat sich die installierte Kapazität auf 77,3 Gigawattstunden verzehnfacht
. BloombergNEF prognostiziert für 2026 weltweit 33 Prozent Zuwachs. Bis 2030 erwarten Analysten eine weitere Verzehnfachung. Entsprechend hoch sei allerdings auch der Wettbewerb bereits, merkt Iwan an

Sichtbarkeit als Strategie

Die heikelste Phase eines Wechsels ist nicht die Auswahl des Nachfolgers, sondern die Choreografie danach. „Es muss einen Cut geben“, sagt Kreisel, „sonst wird die Rollenveränderung durch die natürlichen Emotionen ein Stück weit überschrieben.“ Iwan formuliert nüchterner: „Wenn Walter jeden Tag hier rumlaufen würde, würden diese informellen Verbindungen meine Autorität ganz leicht unterminieren; obwohl alle wissen, dass es formal nicht mehr so ist.“ Deshalb stimmen sich die beiden vor jedem öffentlichen Auftritt ab. Es ist eine Disziplin, die Kreisel sich abverlangen muss: „Ich stehe auch gerne im Mittelpunkt. Aber es ist gerade wichtig, dass ich es nicht mehr bin – sonst funktioniert das Loslösen gar nicht.“ Gleichzeitig hat sich Iwan bemüht, die DNA des Unternehmens nicht anzutasten. Er nennt sich „neoomian“, trägt die Firmenkleidung.

„Normalerweise ist das Erste, was ein neuer Vorstand macht: Logo ändern, Vision umformulieren. Da gehen zwei Jahre drauf, in denen man sich gar nicht auf das Wesentliche konzentriert“, sagt Kreisel. „Dass Nikolas das nicht macht, ist ein riesiger Unterschied. Es zeigt, wie stark er sich mit der Vision und vor allem der Mission des Unternehmens und mit der Leidenschaft des Teams identifiziert.“

„It’s not about strategy, it’s about execution“

Inhaltlich hat Iwan in seiner ersten Aufsichtsratssitzung im März 2026 einen klaren Rahmen gesetzt: „Es geht nicht um Strategie – es geht um Umsetzung.“ Vision, Produktportfolio, Zielmärkte – all das stehe. Was fehle, sei methodische Umsetzungsstärke. In den ersten sechs Wochen habe er vor allem zugehört: „Ich saß stundenlang in den Wohnzimmern von Endkund:innen, habe den Vertrieb begleitet, mit Partnern und Industriekunden gesprochen.“ Erst danach wurden gemeinsam mit dem Management sechs Prioritäten für drei Monate festgelegt – inspiriert von OKR-Methoden. Intern werden sie „ROKKS“ genannt, visualisiert als sechs Berggipfel.

Es ist genau jener konsequente Stil, den Kreisel im eigenen Führungsverhalten als Schwachstelle identifiziert: „Diese Konsequenz habe ich als Gründer nicht immer eingehalten. Ein Markt, der jetzt anstrengender ist, braucht jemanden, der mehr Erfahrung mitbringt.“ Iwan formuliert den Unterschied: „Walter hat Ideen, die so stark sind, dass sie manchmal einfach rausmüssen, auch wenn kurz vorher noch eine andere wichtig war. For the good kannst du damit ein Unternehmen gründen; for the bad ist das in der täglichen Führung schwierig.“

Deutschland, Konsolidierung, schwarze Null

Operativ steht 2026 unter klaren Vorzeichen: organisches, profitables Wachstum, keine Hyperscale-Vorhaben. Österreich, wo neoom Marktführer ist, soll konsolidiert werden. Den eigentlichen Hebel sieht Iwan in Deutschland. Das mag überraschen, denn Deutschland gilt als der weiter entwickelte Markt. Beim regulatorischen Rahmen ist es aber umgekehrt: Während Österreich bei der Smart-Meter-Durchdringung bei rund 90 Prozent liegt, sei sie in Deutschland im einstelligen Prozentbereich, sagt Iwan. Energiegemeinschaften sind in Österreich seit Jahren etabliert, in Deutschland gibt es sie noch gar nicht. „Da können wir mit dem Absender Österreich punkten.“ Der Markt selbst sei riesig und weitgehend unbearbeitet. Erst zwei von zehn Dächern in Österreich tragen Photovoltaik, nur eines von zehn Gebäuden hat einen Stromspeicher. „Die Branche hat eigentlich noch alles vor sich“, sagt Kreisel. „Das war kurz gehypt mit Greta und Putin; jetzt mit dem Iran. Aber es ist nicht mehr so sexy, weil KI alle Aufmerksamkeit zieht.“

Wie konsequent neoom aufgestellt ist, zeigt ein Gang durchs Headquarter: ein Schaltschrankraum mit 1,2 Megawatt Netzanschluss, ein eigenes Hochvolt-Testlabor in Holzbau, eine Holzkiste, in der nach Kreisels Worten „neoom eigentlich begonnen hat“. Das Unternehmen entwickelt selbst Software, testet und integriert Hardware. Verkauft wird über Partner: Rund 20% der Installationsbetriebe machen 80 Prozent des Umsatzes, über 200 sind registriert. Das Geschäftsmodell ist B2B2C.

Oberstes Ziel für 2026: Profitabilität aus eigener Kraft. Eine konkrete Zahl wollen die beiden nicht nennen. „Profitabilität, ein wertvolles Unternehmen – das ist das oberste Ziel“, sagt Kreisel. „Darum ist das auch kein Rückschritt, sondern ein Anlauf; ein Anlauf, um in einer Branche, die noch gar nicht richtig gestartet hat, mit voller Kraft loszulegen.“

KI als Hebel

Eine zentrale Rolle spielt KI – nicht als Buzzword, sondern als Werkzeug für Effizienzgewinne. neoom hat knapp 100.000 Geräte an über 16.000 Standorten in seiner Cloud zu einem virtuellen Kraftwerk vernetzt. Diese Software-Schicht ist nach Iwans Überzeugung ein zentraler Enabler. „Hardware-Innovation kommt von externen Zulieferern. Aber die Innovationskraft im Software-Bereich entsteht bei uns Inhouse – und zeichnet uns gegenüber Wettbewerbern aus.“ Der KI-Hebel sei dramatisch: zwischen 50 und 1.000 Prozent Effizienzsteigerung in der Code-Entwicklung, je nach Review-Tiefe. Kreisel ergänzt: „Wir haben in den letzten Jahren genügend Ressourcen in Software investiert. Und wir haben keine Legacy. Das ist heute, mit KI, plötzlich unfassbar relevant.“

Was das österreichische Startup-Ökosystem lernen kann

Sowohl Kreisel als auch Iwan verstehen das, was sie gerade durchlaufen, als Beitrag zu einer offeneren Diskussion. „Ich glaube, viele würden Geld dafür bezahlen, diese Learnings zu hören“, sagt Kreisel. Was es brauche, seien sichtbare Best-Practice-Fälle. Iwan nennt einen strukturellen Grund, warum europäische Scaleups beim CEO-Thema zögern: „Es hängt mit dem knappen Kapital und dem Horizont der Investoren zusammen. Die erste Euphorie ist riesig. Dann läuft es nicht so wie gedacht – und die Euphorie ist plötzlich ganz klein.“ Statt pragmatisch nach Stellschrauben zu suchen, werde dann das Unternehmen als Ganzes infrage gestellt – nur die CEO-Frage bleibe das letzte Tabu.

Für neoom kommt jetzt die eigentliche Bewährungsprobe: das Hochfahren in einen Markt, der aufwärts geht – mit einem Team, das eine Konsolidierungsphase hinter sich hat, und einem Gründer im Aufsichtsrat, der sich bewusst zurücknimmt, ohne wegzugehen. Sein Nachfolger sieht die Aufgabe als langfristig an: „Ich bin hier, um zu bleiben“, sagt Iwan.

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Diese Startups bieten gratis Hilfe gegen das Coranavirus an

  • Soeben wurden von Sebastian Kurz weitere Schritte zur Eindämmung des Coronavirus/Covid-19 vorgestellt. Dabei ist unter anderem vorgesehen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Teleworking ermöglichen sollen, wo dies möglich ist. Schon  zuvor wurden Universitäten, Fachhochschulen und teilweise Schulen geschlossen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren und somit die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus einzuschränken.
  • Mit der hokify Nachbarschaftshilfe können kostenlos Inserate für Kinderbetreuung erstellt werden, wodurch Eltern rasch Hilfe in ihrer Nähe finden können.
  • Das Linzer HR-Tech-Startup TeamEcho in Zeiten des Coronavirus entgegensteuern: Bei Neuanmeldung wird das smarte Mitarbeiterfeedbacktool zwei Monate lang kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Das Startup grape hat Gratis-Angebote für bestimmte Bereiche eingerichtet, für Schulen wurden die Trials zum Beispiel bis Juli verlängert.
  • Angesichts der aktuellen Situation bietet Cloudinho sein Schulpaket derzeit für 12 Monate kostenlos an (Regulärer Preis: ab  7,99 Euro pro Monat).
  • Meetfox ist bis Juli mit dem Code „Brutkasten“ komplett kostenlos.

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