Cash Flow-Doppel-Check: NÖ-Startup Commitly kooperiert mit KSV1870
Das niederösterreichische FinTech-Startup Commitly unterstützt mit seinem Cash Flow Management Tool die CFOs von KMUs. Nun wurde mit dem Rating des Kreditschutzverbands KSV1870 auch die "Außensicht" auf die Liquidität in das Programm integriert.
Die eine Sache ist es, das Cash Flow Management selbst im Griff zu haben. Liquidität erfordert bekanntlich nicht nur gutes Wirtschaften, sondern auch gutes Timing. Die andere Sache ist es, wie das Unternehmen von außen betrachtet wird – etwa wenn es um Fremdfinanzierung geht. Das niederösterreichische FinTech-Startup Commitly verbindet diese zwei Aspekte mit seinem Tool nun durch ein neues Feature.
Genauer gesagt geht es bei der erwähnten Außensicht um jene der Gläubigerschutzverbände. Ihre Informationen stellen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Banken in der Betreuung von Unternehmen dar. Ihr Rating gibt vereinfacht gesagt an, wie nahe oder weit ein Unternehmen von der Zahlungsunfähigkeit und damit einer möglichen Insolvenz entfernt ist.
„Immer über die Bewertung informiert“
Das entsprechende Rating des Kreditschutzverbands KSV 1870 wurde nun von Commitly in sein Cash Flow Management Tool integriert. „Bei KMUs ist die externe Ratingbeurteilung vor allem bei Finanzierungsgesprächen oft entscheidend. Mit der neuen Funktion in ist der Unternehmer nun immer über seine Bewertung informiert“, sagt Commitly-CEO Jürgen Faè. Sollte es dabei zu Divergenzen zwischen Innen- und Außensicht kommen, kann Kontakt aufgenommen werden. „Bei Bekanntgabe von zusätzlichen Unterlagen überarbeitet der KSV1870 das Rating gerne und steht bei Fragen zur Verfügung“, so Faè.
(c) commitly: Intergration des KSV1870-Ratings in der App.
Commitly gibt keine Informationen weiter
Commitly bietet mit seiner App bzw. Web-Oberfläche ein Cloud-basiertes Software Tool, das bei der Beobachtung der Liquidität und der Planung und der Prognose des Cash Flows unterstützen soll. Bankschnittstellen, künstliche Intelligenz und automatisiertes Controlling unterstützen dabei die Unternehmer und ihre Teams. Einzige Voraussetzung ist ein Online-Bankkonto. Momentan betreut das Startup rund 4000 Konten. Für das neue (optionale) Feature werde beim KSV 1870 ausschließlich der Unternehmensname abgefragt. Es würden keine weiteren Informationen weitergegeben, heißt es von Commitly. Anfang 2019 soll ein entsprechendes Feature auch für Deutschland verfügbar sein.
Florian Gschwandtner zu seiner neuen App Zone5: „Es muss nicht alles so groß wie Runtastic werden“
Florian Gschwandtner geht mit seiner Foxyfitness GmbH den nächsten Schritt. Nach der „100 Push-Ups App“ folgt mit Zone5 eine neue Fitness-App, die KI und Smartphone-Kamera zum persönlichen Trainingscoach machen soll. Der Gründer erklärt gegenüber brutkasten, welche Rolle der Longevity-Gedanke bei der App spielte und wie er mittelfristig die Zukunft seines Startups sieht.
Florian Gschwandtner zu seiner neuen App Zone5: „Es muss nicht alles so groß wie Runtastic werden“
Florian Gschwandtner geht mit seiner Foxyfitness GmbH den nächsten Schritt. Nach der „100 Push-Ups App“ folgt mit Zone5 eine neue Fitness-App, die KI und Smartphone-Kamera zum persönlichen Trainingscoach machen soll. Der Gründer erklärt gegenüber brutkasten, welche Rolle der Longevity-Gedanke bei der App spielte und wie er mittelfristig die Zukunft seines Startups sieht.
2023 und somit acht Jahre nach dem Runtastic-Exit an Adidas startete Florian Gschwandtner seine neue App Foxyfitness. Anfänglich noch als „Sidehustle“ tituliert, vergrößerte sich die Foxyfitness GmbH und es kamen seine Runtastic-Co-Founder René Giretzlehner und Christian Kaar mit ins Boot.
Gschwandtner verkaufte vor rund einem Jahr zwei Drittel seines neuen Startups an seine ehemaligen Kollegen und es wurde ein neues Ziel ausgerufen: Ein KI-getriebenes App-Unternehmen aus Österreich zu erschaffen – brutkasten berichtete.
Zone5: Kamera erkennt Übungen
Nun und nach einer mehrwöchigen Beta-Phase stellt die Foxyfitness GmbH mit Zone5 eine neue App im Bereich Longevity vor. Die Anwendung nutzt Augmented Reality und Künstliche Intelligenz, um Übungen über die Smartphone-Kamera zu erkennen, zu zählen und in Echtzeit anzuleiten. Dafür sind weder Sensoren noch Wearables oder zusätzliche Hardware erforderlich.
„Zone5 ist ein Produkt wie die 100 Push-ups App„, erklärt Gschwandtner brutkasten gegenüber. „Eine Fitness-App, bei der die Kamera dein Coach wird, inklusive Trainingsplan.“
Die Kamera erkennt mehr als 30 Übungen (Seilspringen, Burpees etc.) automatisch, zählt jede Wiederholung und gibt Feedback. Die Workouts dauern fünf bis 30 Minuten und trainieren gezielt in zwei Intensitätsbereichen: in Zone 2 für die aerobe Grundlage und den Fettstoffwechsel, oder in Zone 5 für maximale Intensität und die Entwicklung der VO2max – jenem Wert, der – laut dem Foxyfitness-Team – in der Longevity-Forschung als einer der stärksten Marker für Gesundheitsspanne und Lebenserwartung gilt.
(c) Foxyfitness
Oder anders gesagt: „Als die maximale Menge an Sauerstoff in Millilitern, die ein Körper während einer körperlichen Belastung pro Minute und Kilogramm Körpergewicht aufnehmen und verwerten kann“.
Longevity-Gedanke kam aus Selbst-Analyse
„Der Longevity-Gedanke (Anm.: bei diesem Projekt) kam eigentlich aus der Selbst-Analyse. Ich beschäftige mich viel mit dieser Thematik“, erklärt Gschwandtner. „Es ist natürlich ein Trend-Thema, aber es geht nicht nur darum ’nur gesund‘ zu leben, sondern auch darum, die Lebenserwartung zu erhöhen und gesund älter zu werden. Heutzutage fangen Menschen ab 30 damit an. Man muss sich bloß ansehen, was im Bereich der Supplements, der Blutanalyse, in Longevity-Laboren oder beim IHHT-Training (Anm.: Intermittierendes Hypoxie-Hyperoxie) passiert.“
Dabei ist für den Gründer vor allem der VO2-max-Wert als Longevity-Indikator essentiell. Gschwandtner zufolge sollte man idealerweise 20 Minuten in der Woche (beim Training) in der Gegend der Zone 5 – also in der höchsten Herzfrequenzzone – verbringen, weil es diesen Wert steigere. „Genau, das ist bei uns einer der Punkte und Gedanken dahinter“, sagt er.
Automatischer Trainingsplan und Zeitraffer
Zone5 bietet für Personen, die nicht selbst planen wollen, auch einen automatisierten 12-Wochen-Trainingsplan, bei dem die App Umfang, Intensität und Übungsauswahl wöchentlich festlegt und an den individuellen Fortschritt anpasst. Alle Trainingseinheiten werden mit Apple Health synchronisiert und können in ein bestehendes Gesundheits- und Trainingsprofil eingebunden werden.
Ein weiteres Merkmal ist die automatische Aufzeichnung jeder Trainingseinheit als Zeitraffer-Video, das lokal auf dem Smartphone gespeichert wird und Übungen, Wiederholungen sowie Trainingszone zeigt. Die Videos sind für das Teilen auf Plattformen wie TikTok, Instagram-Reels oder für Stories vorgesehen und sollen kurze Trainingseinheiten in ein sichtbares, teilbares Ergebnis verwandeln.
Zone5: Cross-Selling und Symbiosen in Planung
„Die meisten Menschen wissen, dass Ausdauer und Kraft die besten Investments in ein langes, gesundes Leben sind. Woran es scheitert, sind nicht die Erkenntnisse, sondern Zeit, Ausrüstung und Anleitung. Genau da setzt Zone5 an: Du brauchst zehn Minuten, ein Smartphone und keinerlei Vorwissen – deine Kamera übernimmt den Rest“, sagt Gschwandtner, der sich des Erfolgs der App sicher ist und andeutet, was aus der Foxyfitness noch kommen wird.
„Ich glaube, es muss gar nicht alles so groß wie Runtastic werden“, sagt er. „Ich bin aber davon überzeugt, dass es eine sehr erfolgreiche App werden kann. Vor allem über eine mittelfristige Zeit, wenn wir noch die eine oder andere App im Fitnessbereich entwickeln und sich gutes Cross-Selling bzw. Symbiosen ergeben.“ Zone5 ist ab sofort im App Store und auf Google Play verfügbar.
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