21.02.2019

CMS equIP: 5 Tech-Startups auf dem Weg zur internationalen Expansion

Die Bewerbungsphase für das Startup-Programm CMS equIP ist angelaufen. Im April werden die fünf Teilnehmer feststehen. CMS, das weltweit drittgrößte Kanzleinetzwerk, bietet vor Ort-Rechtsberatung und Netzwerk-Möglichkeiten auf der ganzen Welt.
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CMS Partner Gregor Famira ist in Österreich und CEE für das Startup-Programm CMS equIP verantwortlich.
(c) CMS: CMS Partner Gregor Famira ist in Österreich und CEE für das Startup-Programm CMS equIP verantwortlich.

Finanzierung, gewerblicher Rechtsschutz, Beteiligungsprogramme und Arbeitsrecht – das sind vier der großen Themen, mit denen sich Startups bei der internationalen Expansion in jedem neuen Land gesondert auseinandersetzen müssen. So gut einem der Rechtsbeistand des Vertrauens im eigenen Land helfen kann – wenn es ins Ausland geht, kommt man um ExpertInnen vor Ort nicht herum. Doch die passenden Partner im Zielland zu finden stellt sich für viele Startups als mühsam heraus. Und dann ist es essenziell, dass die Kommunikation zwischen den Rechtsbeiständen in den unterschiedlichen Ländern einwandfrei funktioniert.

+++ equIP: “Erstes wirklich internationales Startup-Programm” +++

CMS: Mehr als 100 Startup-ExpertInnen im internationalen Netzwerk

Die Lösung liegt auf der Hand: Es braucht ein etabliertes globales Netzwerk. So eines bietet etwa CMS, der drittgrößte Kanzlei-Verband der Welt. Dort haben sich mehr als 100 ExpertInnen dem Thema Startups verschrieben und es stehen mehr als 200 Tech Lawyers und mehr als 80 IP- SpezialistInnen zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt CMS über Büros in allen relevanten europäischen Startup-Hotspots wie beispielsweise Berlin, München, London oder Paris. Alleine am Standort Wien arbeiten zehn AnwältInnen für Startups. Zusätzlich hat CMS Wien in jedem einzelnen Fachbereich zumindest einen Startup-affinen Experten vorzuweisen.

„An Startups zu glauben, heißt in Startups zu investieren“

Doch ist das für Startups überhaupt leistbar? „An Startups und deren Geschäftsidee zu glauben, heißt letztendlich auch, in Startups zu investieren“, sagt der Wiener CMS Partner Gregor Famira. Er spricht damit auf das Startup-Programm CMS equIP an. 2015 in Großbritannien gestartet wurde es nun auf 20 Ländern in Europa, Asien und dem Nahen Osten ausgeweitet – darunter auch Österreich.

„Es ist unser Angebot an Startups aus der Technologiebranche, sie in ihrer Wachstumsphase auf Top-Niveau zu beraten. Wer ins Programm aufgenommen wird, hat nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und darüber hinaus Zugang zu einem Netzwerk von Startup-begeisterten Anwältinnen und Anwälten, die auch über die reine Beratung hinaus zum Erfolg beitragen möchten – und das zu verdaulichen Preisen“, sagt Famira, der in Österreich und im CEE-Raum für das Programm verantwortlich ist.

Video-Talk von der Präsentation von CMS equIP bei der primeCROWD Select Night:

Live-Talk von der Primecrowd Select Night, powered by CMS

Live von der primeCROWD Select Night mit Gregor Famira, Partner von CMS Austria und Equip Austria, Markus Kainz , Gründer und CEO von Primecrowd und Roland Fleischhacker, der Gründer und CEO vom Startup Deepsearch!

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 22. November 2018

CMS equIP: 5 heimische Startups werden aufgenommen

Konkret werden fünf österreichische Startups bei CMS equIP aufgenommen. Sie bekommen für die Dauer von bis zu drei Jahren einen um 50 Prozent reduzierten Startup-Preis – bei einem jährlichen Leistungsumfang bis zu 25.000 Euro (Wert: 50.000 Euro). Dazu stellt CMS sein Netzwerk bestehend aus Investoren, Industrie und relevanten Akteuren der Branche mit entsprechenden Trainings- und Mentoring-Angeboten zur Verfügung. Die Bewerbung läuft. Im April sollen dann die fünf Teilnehmer-Startups feststehen.

⇒ Informationen zum Programm und Bewerbung

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Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic
Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic

„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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