23.01.2026
NEUE KUNDEN

Clickwise: Wiener Startup holt sechsstellige aws-Förderung zum Schutz vor Cyberkriminalität

Das Wiener Startup Clickwise holt sich Förderungen in Höhe von fast 400.000 Euro.
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Clickwise-Co-Founder Felix Marcial und Christian Orlowski. (Der dritte Co-Founder Christoph Hemmelmayr fehlt auf dem Bild). © Clickwise

Das Wiener Startup setzt auf KI-gestützte Angriffsmethoden. Und das genau mit jene Techniken, die auch von echten Cyberkriminellen eingesetzt werden. Allerdings mit dem Ziel, Unternehmen zu schützen statt zu schaden. Durch kontinuierliches und praxisnahes Training soll das Risiko von Phishing-Attacken gezielt reduziert werden. Die Lösung richtet sich dabei insbesondere an die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen.

Hinter dem Unternehmen stehen Christian Orlowski, Felix Marcial und Christoph Hemmelmayr, die im September 2024 Clickwise als Spin-off der Universität Wien gründeten (brutkasten berichtete).

Förderungen von fast 400.000 Euro

Nun verkündete das junge Unternehmen eine aws-Förderung in Höhe von knapp 350.000 Euro. Weitere 40.000 Euro stammen von INiTS.

Mit dem Kapital plant Clickwise, das Team von derzeit drei auf sieben Personen zu erweitern. „Einerseits wollen wir unser Produkt technisch weiterentwickeln, die Qualität unserer KI-gestützten Trainingsangriffe ausbauen, um noch besser vor den aktuellen Gefahren schützen zu können“, sagt Orlowski gegenüber brutkasten. Zusätzlich wolle man neue Features ergänzen, um gegenüber etablierten Playern konkurrenzfähig zu sein. Darüber hinaus soll auch der Vertrieb deutlich gestärkt werden, um das weitere Wachstum voranzutreiben.

Uni in Wien als Kunden gewonnen

Seit der Gründung habe man zudem mehrere Neukunden gewonnen, heißt es seitens des Unternehmens. Der Großteil davon seien aktuell KMUs im DACH-Raum, überwiegend jedoch in Österreich. Mit dem Jahreswechsel konnte Clickwise außerdem eine Universität in Wien als größeren Kunden gewinnen.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Bitpanda-Kryptoangebot direkt im Online-Banking der Hausbank – damit gewann die Bitpanda B2B-Schiene Bitpanda Enterprise bereits zahlreiche Banken in Europa, im arabischen Raum und auch in Südamerika als Kunden. Nun holte man sich mit der bulgarischen Fibank, die mehr als eine Million Kund:innen zählt, einen weiteren europäischen Player an Bord.

„Logischer nächster Schritt“

Das Service soll ab Anfang 2027 verfügbar sein, die Fibank sei dann die erste Bank in Bulgarien mit einem derartigen Angebot, heißt es von Bitpanda. „Die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Finanzen verwalten, verändert sich rasant. My Fibank muss sich mit ihren Bedürfnissen weiterentwickeln. Die Partnerschaft mit Bitpanda ist deshalb der logische nächste Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Plattform, über die unsere Kunden bequem auf ein immer breiteres Spektrum an Finanzlösungen zugreifen können“, kommentiert Fibank-CEO Nikola Bakalov.

Regulatorik als wichtigstes Verkaufsargument

Er spricht auch das zentrale Verkaufsargument des Wiener Krypto-Unicorns an, das sich seit Jahren als Musterschüler in Sachen Regulatorik positioniert. „Besonders wichtig ist uns, diese neue Möglichkeit gemeinsam mit einem etablierten europäischen Technologiepartner und im Einklang mit den geltenden europäischen Anforderungen umzusetzen“; so Bakalov.

CEE-Expansion für Bitpanda Enterprise auch über RBI-Kooperation

Die Kooperation mit Fibank ist nicht der einzige Expansionsschritt von Bitpanda Enterprise im CEE-Raum. Erst kürzlich präsentierte man gemeinsame Pläne mit der Raiffeisen Bank International (RBI), das bereits in mehreren österreichischen Raiffeisen-Landesbanken laufende Krypto-Angebot schrittweise auch auf die CEE-Töchter des Konzerns auszuweiten (brutkasten berichtete). In Bulgarien hat die RBI seit einem Verkauf 2022 keine Tochterbank mehr.

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