19.05.2025
FMCG-ACCELERATOR

Clever Clover startet Kooperation für leichtere Markeintritte in Schweden

Österreichische Startups sollen in den nordischen Ländern Fuß fassen, schwedische Startups im DACH-Raum: Clever Clover und das Food Collective gehen eine Partnerschaft ein.
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Clever Clover und das schwedische Food Collective verkünden eine strategische Partnerschaft
Clever Clover und das schwedische Food Collective verkünden eine strategische Partnerschaft | Foto: Clever Clover

Der FMCG-Accelerator Clever Clover wird ab sofort mit dem schwedischen Food Collective kooperieren. Die beiden Unternehmen haben am Sonntag eine strategische Partnerschaft bekanntgegeben. Ziel der Kooperation ist es, den Startups von Clever Clover den Eintritt in den schwedischen Markt zu erleichtern. Gleichzeitig sollen auch schwedische Startups besseren Zugang zum DACH-Raum bekommen.

„Die nordischen Länder standen schon immer auf Clever Clovers Radar. Wir beobachten dort regelmäßig besser informierte Konsumenten, ein tiefes kulturelles Bewusstsein für Nachhaltigkeit und einen Markt, der bereit ist, Innovation zu begrüßen“, sagt Loes Voermans, Mitgründerin von Clever Clover. Für die Startups sei es eine Region, in der Cutting-Edge-Technologie auf bewussten Konsum trifft.

Neue Möglichkeiten für schwedische Startups

Auch Jenny Köpper, CEO des Food Collective, sieht die Zusammenarbeit als bedeutenden Schritt zur Förderung nachhaltiger Lebensmittelinnovationen in Schweden. „Darüber hinaus eröffnet diese Zusammenarbeit neue Möglichkeiten für schwedische Unternehmen, ihre Präsenz auf dem deutschsprachigen Markt auszubauen, den grenzüberschreitenden Handel zu stärken und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern zu intensivieren“, sagt Köpper. Das Food Collective agiert als Innovationspartner großer Handelsketten in Nordeuropa.

Markteintritte bei Clever Clover im Fokus

Erst im Dezember hat das Unternehmen eine Kooperation mit Interzero verkündet. Interzero berät Startups in puncto Kreislaufwirtschaft. Auch hier stand der Markteintritt im Fokus – allerdings in Österreich. Der FMCG Accelerator rund um den Investor und Startup-Experten Heinrich Prokop begleitet Gründer:innen seit mittlerweile zwölf Jahren.

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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