08.11.2023

C-Seed: Wiener Firma mit faltbaren 400.000 Euro-Fernsehern holt Millionenfinanzierung

Das Wiener Unternehmen C-Seed holt sich einen siebenstelligen Betrag von Tauros Capital aus Wien. Unternehmensanteile werden dabei nicht abgegeben.
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(c) C-Seed
(c) C-Seed

Schon ein erster Blick auf die Website des Wiener Unternehmens C-Seed lässt wenig Zweifel offen, dass das Produkt nicht für Normalverbraucher:innen gedacht ist. Dabei ist es eigentlich das Normalverbraucher:innen-Produkt schlechthin: ein Fernseher. Aber kein gewöhnlicher.

C-Seed: Außergewöhnlicher Fernseher für einen außergewöhnlichen Preis

Die Fernseher-Modelle von C-Seed fahren auf Knopfdruck aus einem Sockel oder aus dem Boden heraus und entfalten sich (siehe Video unten). Teilweise sind sie outdoor-tauglich und gigantisch groß. Kaufpreise sucht man auf der Website des Unternehmens vergeblich. Das Internet weiß die Antwort: Sie beginnen bei 180.000 US-Dollar pro Stück. Wer gerne noch tiefer in die Tasche greift kann sich auch ein Modell für 400.000 Dollar holen.

Showroom in Beverly Hills

Die Währungsangabe verrät auch, wohin sich C-Seed geografisch orientiert. Das 2009 gegründete Unternehmen mit Produktionssitz in Niederösterreich betreibt ein Büro und einen Showroom im kalifornischen Nobel-Ort Beverly Hills. Man habe eine hundertprozentige Exportquote mit den Hauptmärkten USA, Europa und Mittlerer Osten, heißt es vom Unternehmen. Im Großyachtsegment sei man überhaupt Weltmarktführer.

Siebenstellige umsatzbasierte Finanzierung von Tauros Capital

Nun holte sich C-Seed eine Finanzierung, die angesichts der oben erwähnten Verkaufspreise fast bescheiden wirkt. Ein nicht näher bezifferter siebenstelliger Betrag kommt von Tauros Capital aus Wien. Dabei werden keine Anteile erworben – Tauros ist auf umsatzbasierte Finanzierungen von Wachstumsunternehmen spezialisiert. Die Mittel aus dieser Finanzierungsrunde sollen in die weitere Expansion des Unternehmens sowie in die Entwicklung neuer Produkte fließen, heißt es in einer Aussendung.

„Bemerkenswerte Wachstumschancen, die wir gemeinsam mit C-Seed nutzen wollen“

„Das Unternehmen ist ein richtiger ‚hidden champion‘ aus Österreich, wird von Alexander Swatek [Anm. C-Seed CEO] hervorragend geführt und hat volle Auftragsbücher für die kommenden Jahre. Das eröffnet dem Unternehmen bemerkenswerte Wachstumschancen, die wir gemeinsam mit C-Seed nutzen wollen“, kommentiert Christof Neuner von Tauros Capital.

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© refurbed

Der Marktplatz für generalüberholte Produkte refurbed erweitert sein Sortiment um eine neue Sparte: Vor Kurzem startete auf der Plattform die Kategorie für Musikinstrumente mit knapp 1.000 Akustik- und E-Gitarren von Marken wie Fender Japan, Tokai oder Greco.

Damit dehnt das Wiener Unternehmen sein Geschäftsmodell nach Smartphones, Laptops, E-Bikes und Kinder-Equipment auf ein weiteres Produktsegment aus. Nach Angaben des Wiener Scaleups entwickelte sich das Segment bereits in einer Testphase zur am schnellsten wachsenden Kategorie der Firmengeschichte.

Aufbereitung durch Spezialpartner

Die angebotenen Instrumente stammen von spezialisierten Partnerunternehmen, die gebrauchte Gitarren „in der Regel“ von Privatpersonen beziehen, technisch prüfen, reinigen und instand setzen, teilt das Unternehmen per Aussendung mit. Verschleißteile wie Schalter, Buchsen oder Potentiometer würden bei Bedarf ausgetauscht werden und neue Saiten aufgezogen.

Für Käufer:innen gelten dabei wie bei den elektronischen Produkten auch mindestens zwölf Monate Garantie sowie ein 30-tägiges Rückgaberecht. Die durchschnittliche Preisersparnis gegenüber Neuware liegt laut Unternehmen bei 15 Prozent.

„Musikinstrumente sind dafür gebaut, Generationen zu begleiten. Trotzdem landen unzählige hochwertige Instrumente ungenutzt in Kellern oder auf Dachböden“, erklärt Peter Windischhofer, Co-Gründer und CEO von refurbed. Mit dem Einstieg in das neue Segment wolle man zeigen, „dass Refurbishment heute weit mehr leisten kann als bei klassischer Unterhaltungselektronik“.

Jedes Instrument erhält vor dem Verkauf ein professionelles Refurbishment. © refurbed

Schrittweiser Ausbau der Kategorie

In den kommenden Wochen soll das Angebot zunächst um Effektpedale und Verstärker erweitert werden. Im Anschluss ist die Aufnahme von Synthesizern sowie klassischen Instrumenten wie Geigen und Trompeten vorgesehen. Langfristig verfolgt refurbed das Ziel, sämtliche Musikinstrumente und musikbezogene Produkte auf seinem Marktplatz anzubieten.

„Unser Ziel ist es, immer mehr Produktkategorien für die Kreislaufwirtschaft zu erschließen und nachhaltigen Konsum dort möglich zu machen, wo ihn viele bislang noch nicht erwartet hätten“, so Peter Windischhofer zur Sortimentsstrategie von refurbed.

Laut Unternehmensangaben entwickelte sich die neue Kategorie bereits in der Testphase zum bislang erfolgreichsten Launch der Firmengeschichte und wachse aktuell doppelt so schnell wie das restliche Sortiment.

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