01.04.2023

Nach Wirbel rund um vegane Sortiment-Kürzung – jetzt antwortet Burger King

Mit einem Posting auf Facebook und Instagram kündigte Burger King Österreich am Freitag an, das Sortiment an fleischlosen Burgern massiv zu kürzen. brutkasten hat bei der Fast-Food-Kette nachgefragt, was hinter der Aktion steckt. 
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(c) Burger King Österreich Facebook Posting

„Weniger ist mehr: Ab sofort bieten wir also nur mehr zwei unserer Burger als Plant-based Alternative an.“ Mit diesem Posting sorgte die Fast-Food-Kette Burger King am Freitag in den sozialen Medien für Aufregung. Künftig sollen nur mehr der Plant Based Whopper und der Big King als vegane Alternative angeboten werden. Produkte wie der vegane Lover Chicken oder Long Chicken würden somit ersatzlos gestrichen. Eine Erklärung gab Burger King Österreich in den sozialen Medien dazu nicht ab. 

Jetzt antwortet die Fast-Food-Kette

Doch was steckt hinter der Ankündigung wirklich? Auf Anfrage des brutkasten meldete sich nun „The Eatery Group GmbH“, der österreichische Masterfranchise der Marke Burger King, zu Wort. “Es handelt sich um einen Aprilscherz“, so Chef Marketing Officer Jan-Christoph Küster. Liebhaber:innen des veganen Sortiments von Burger King dürfen somit aufatmen. 

Der verfrühte Aprilscherz führte in der Community teils zu heftigen Reaktionen. So schrieb beispielsweise ein User: “Das gesamte Angebot auf zwei lächerliche Produkte reduzieren. Wenn ihr so weiter macht, überholt euch noch McDonalds Österreich mit seinem Angebot.“ Bei gewissen User:innen gab es hingegen bereits die Vermutung, dass es sich um einen Aprilscherz handeln könnte. So schrieb eine andere Userin: „Egal ob verfrühter Aprilscherz oder ernst gemeint, irgendwie kommt dieses Posting nicht ganz so gut an”. 

Ob sich die Fast-Food-Kette mit seiner April-Scherz-Aktion viele Freunde in der veganen Community gemacht hat, bleibt dahingestellt. Fest steht allerdings, dass mit derStandard.at und Heute zwei österreichische Medien bereits am Freitagnachmittag über die vermeintliche Sortiments-Kürzung berichteten.

Aus für rein veganen Burger King 

Erst im Juli 2022 eröffnete am Wiener Westbahnhof unter großer Medienöffentlichkeit Österreichs erste rein vegane Burger-King-Filiale. Das Restaurant führte ausschließlich pflanzliche Produkte im Sortiment. Nach nur acht Monaten wurde die Filiale aber wieder in eine reguläre Filiale umgewandelt und somit für Fleischprodukte geöffnet. An der zu geringen Nachfrage nach pflanzlichen Produkten wollte der Marketing-Chef von Burger King den Schritt damals allerdings nicht festmachen. „Wir planen unseren Gästen auch zukünftig ein 100 Prozent veganes Restaurant zu bieten“, so Küster im März gegenüber dem brutkasten. Nähere Angaben zu einer möglichen Eröffnung machte die Fast-Food-Kette bislang allerdings nicht.


Video-Tipp der Redaktion | Nachgefragt: Gibt es bald rein vegane Filialen in der Spar-Gruppe?

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Das fonio.ai Team © fonio.ai

fonio.ai, die Wiener Plattform für KI-gestützte Kundenkommunikation, hat nach eigenen Angaben binnen zwölf Monaten die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Damit zählt das 2024 von Daniel Keinrath und Matthias Gruber gegründete Unternehmen laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas. Der Meilenstein folgt auf eine Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

Eine „Fully Loaded CAC Payback Time“ als Geheimrezept

CEO und Mitgründer Daniel Keinrath begründet das Tempo im Gespräch mit brutkasten unter anderem mit einer internen Grundregel: „Wir machen extrem viel Zeugs manuell und repetitiv, bis wir merken, das können wir automatisieren und dann automatisieren wir es richtig“, so Keinrath. Neue Produkte würden zudem gemeinsam mit Kund:innen entwickelt, statt sie fertig zu bauen und erst danach zu verkaufen.

Ausschlaggebend für die aktuelle Investitionsstrategie sei eine Kennzahl: Die „Fully Loaded CAC (Customer Acquisition Cost) Payback Time“. Also die Zeit, bis sich die Kosten für die Kund:innen-Akquise amortisieren, wobei neben den reinen Werbekosten auch Activation-Kosten, Churn und Marge eingerechnet werden, liege laut dem Gründer bei fonio.ai konstant unter zwölf Monaten. Solange das der Fall sei, wolle man das frische Kapital so schnell wie möglich in Produkt, Marketing und Sales stecken: „Ich versuche tatsächlich im Moment so viel Geld auszugeben wie möglich, weil alles andere wäre im Moment irrational“, so Keinrath.

Neue Standorte in Europa und den USA

Nach zehn Märkten, in denen fonio.ai bereits aktiv ist, sollen im September physische Büros in Barcelona und Warschau folgen. Noch heuer sollen laut Keinrath London und München dazukommen, abhängig von der Entwicklung des US-Geschäfts womöglich auch ein Standort an der US-Ostküste, etwa in New York.

„Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“

Auf die Frage, ob das Wachstum so weitergehen könne, entgegnet Keinrath, man hätte die Risiken auf alle Fälle am Schirm. Intern rät Keinrath zu Vorsicht: „Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“, sagt er lachend. Man wolle daher innerhalb des Wachstums Risiken minimieren und keine Firma mit unkontrolliertem Kund:innen-Verlust aufbauen. Langfristig rechnet Keinrath mit einer Marktkonsolidierung, vergleichbar mit der Entwicklung im Telekommarkt Anfang der 2000er-Jahre. Man müsse schnell genug wachsen, um kleinere Konkurrenten zu übernehmen, bevor man am Ende womöglich selbst zum Übernahmeziel werde, meint er.

Kein Kompromiss beim Hiring

fonio.ai wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf mittlerweile 81 Mitarbeiter:innen, aktuell sind laut Unternehmen 52 weitere Positionen offen. Bei knapp 10.000 Bewerbungen pro Monat liege die Annahmequote bei etwa 0,2 Prozent, so Keinrath: „Es tut so weh innerlich“, trotzdem Absagen zu erteilen, die Unternehmenskultur habe aber Priorität.

Zusätzlich sucht fonio.ai laut Keinrath aktuell intensiv nach einer Head of Growth-Person mit entsprechender Skalierungserfahrung, dotiert mit bis zu 250.000 Jahresgehalt plus „Significant Equity“, betont Keinrath. Man nehme hier viel Geld in die Hand, weil es sich um ein sehr spezielles Profil handle, nach dem man suche. „Dafür kommen nur eine Handvoll Personen in Europa in Frage“, meint der Gründer. Das nächste Ziel sei ein ARR von 100 Millionen Dollar innerhalb von 18 bis 24 Monaten.

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