28.03.2024
FLEISCHKONSUM

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

Bio Speckup aus Oberösterreich produziert Speck in Pulverform. Damit möchte man den Fleischkonsum reduzieren und den Geschmack beibehalten.
/artikel/bio-speckup-oberoesterreichisches-startup-bietet-mit-speck-pulver-homoeopathischen-fleischgenuss
Bio Speckup, Speck als Pulver, Speck in Pulverform
(c) Speckup.at - Robert Weißengruber von Bio Speckup.

Es gibt einige Ideen, wie man einer der größte Geißeln unserer Zeit begegnen kann: dem übermäßigen Fleischkonsum. Rebel Meat etwa bewirbt seine Burger mit einem 50-prozentigem Fleischanteil, Beyond Meat setzt auf Erbsenprotein als Fleischalternative, Impossible Foods auf pflanzliche Basis und Vow Food züchtet Krokodilfleisch. Nun hat auch das Startup Bio Speckup aus St. Veit im Mühlkreis eine Idee, um dem hohen Fleischverzehr zu begegnen.

Bio Speckup: Speck als Gewürz

Wie Daten der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) aus 2022 zeigen, hat sich die weltweite Fleischproduktion seit den 1960er Jahren verfünffacht. In Europa wurden zuletzt knapp 80 Kilo pro Person und Jahr verzeichnet. Das sei doppelt so viel wie im weltweiten Schnitt. In Asien sind es pro Person 30, in Afrika etwas mehr als 15 Kilogramm Fleisch, die jährlich verzehrt werden. Nordamerika reiht sich hier mit 100 Kilo, Südamerika mit 82 Kilogramm Fleisch pro Kopf ein.

Robert Weißengruber ist Bio-Landwirt und vermarktet unter der Marke „Bio Oxn Fleisch“ das Fleisch seiner Rinder seit Jahren direkt. Eines Tages hatte er die Idee, seinen Bio-Rinderspeck in ein Gewürz zu verwandeln. So entstand Bio Speckup.

Sein Produkt besteht zu hundert Prozent aus getrocknetem Rinderspeck in Pulverform. Er verspricht allein mit einer kleinen Prise einen vollen Geschmack mit speckigem, rauchigem Aroma. 2022 wurde sein Erzeugnis als Bio-Produkt des Jahres ausgezeichnet.

Bio-Produkt des Jahres

Durch die intensive Würze dieser Produktidee „kann man den Fleischkonsum ohne großen Verzicht reduzieren, weil man sehr wenig davon braucht und es trotzdem kein Fake ist“, wie in der Jury-Begründung bei der Wahl zum Bio-Produkt des Jahres zu lesen war.

„Gerade in der heutigen Zeit schauen viele Leute aus unterschiedlichen Gründen darauf, ihren Fleischkonsum zu minimieren“, weiß der Mühlviertler Bio-Produzent. „Mit Bio Speckup kann man sein Essen bei Bedarf ‚aufpimpen‘. Homöopathischer Fleischgenuss, sozusagen“, sagt er.

Bio Speckup-Erzeugung in Joint Venture

Bedingt durch eine notwendige Steigerung der Produktionsmenge, wird die Erzeugung des Rinderspeckpulvers in einem Joint Venture gemeinsam mit dem Bio-Produzenten Sonnberg Biofleisch aus Unterweißenbach im Mühlviertel abgewickelt.

„Die Kooperation mit der Sonnberg Biofleisch GmbH garantiert makellose Bio-Qualität auch bei größeren Mengen. Nur so ist es uns möglich, Bio Speckup ohne Qualitätsverlust in ganz Österreich in den großflächigen Lebensmittelhandel zu bringen“, sagt Weißengruber.

Seit Dezember 2022 ist das Speckpulver aus dem Mühlviertel in ganz Österreich im Lebensmittelhandel bei Billa Plus sowie bei Eurospar in Oberösterreich und Sutterlüty in Vorarlberg erhältlich.


Mehr dazu am Dienstag bei „2 Minuten 2 Millionen“. Weiters dabei: Zone 14, Drone Life Line und Livecheck.

Deine ungelesenen Artikel:
07.10.2026

RNAnalytics: Tullner TechBio-Startup erhält Investment von tecnet equity

Wie lassen sich die winzigen Transportvehikel für RNA-Medikamente schneller und verlässlicher untersuchen? Genau daran arbeitet das Tullner Startup RNAnalytics. Nun steigt tecnet equity bei dem von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründeten Unternehmen ein.
/artikel/rnanalytics-tullner-techbio-startup-erhaelt-investment-von-tecnet-equity
07.10.2026

RNAnalytics: Tullner TechBio-Startup erhält Investment von tecnet equity

Wie lassen sich die winzigen Transportvehikel für RNA-Medikamente schneller und verlässlicher untersuchen? Genau daran arbeitet das Tullner Startup RNAnalytics. Nun steigt tecnet equity bei dem von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründeten Unternehmen ein.
/artikel/rnanalytics-tullner-techbio-startup-erhaelt-investment-von-tecnet-equity
RNAnalytics, tecnet
© equity - (v.l.) Christian Laurer, Adriana González Palomo, Viktoria Enkmann, Hannes Burgstaller und Natalija Rajicic.

Mit einem SAFE (Simple Agreement for Future Equity) beteiligt sich tecnet equity am niederösterreichischen TechBio-Startup RNAnalytics. Das von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründete Unternehmen ist im accent Makerspace in Tulln angesiedelt und entwickelt dort Lösungen für die Analyse von Lipid-Nanopartikeln – winzigen Transporthüllen, die Wirkstoffe wie RNA sicher in menschliche Zellen bringen sollen. Mit dem Investment möchte RNAnalytics die Weiterentwicklung seiner modularen Analyse-Toolkits sowie den Ausbau seiner integrierten Softwareplattform vorantreiben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Doch wie brutkasten erfahren hat, handelt es sich inklusive Förderungen um eine Summe im „höheren sechsstelligen Bereich“.

RNAnalytics: Analysen sehr aufwendig

RNA-basierte Medikamente haben durch neue Impfstoffe und Therapieansätze stark an Bedeutung gewonnen. Damit RNA im Körper überhaupt dort ankommt, wo sie wirken soll, braucht sie eine schützende Transporthülle. Dafür werden häufig sogenannte Lipid-Nanopartikel, kurz LNPs, eingesetzt.

Ob diese winzigen Partikel richtig funktionieren, muss während der Entwicklung eines Medikaments immer wieder überprüft werden. Entscheidend sei dabei, die Eigenschaften der Partikel genau zu verstehen, von ihrer Größe und Stabilität über die tatsächlich eingeschlossene RNA-Menge bis hin zu ihrem Verhalten in unterschiedlichen Zellen.

Diese Analysen seien heute oft aufwendig, erfordern teilweise teure Spezialgeräte und würden mangels einheitlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbare Ergebnisse liefern. „Das kostet Zeit und erschwert insbesondere kleineren BioTech-Unternehmen und Forschungslabors den Zugang zu einer Technologie, die für die Entwicklung neuer RNA-Therapien immer wichtiger wird“, liest man in der Aussendung.

Modulare Toolkits

RNAnalytics hat es sich daher zum Ziel gesetzt, diese Analysen einfacher und standardisierter zu machen. Dafür entwickelt das Unternehmen modulare Toolkits, die auf bereits vorhandener Laborausstattung eingesetzt werden können. Sie kombinieren validierte Messmethoden, Reagenzien und Referenzmaterialien und wollen Laboren damit einen „klar definierten Ablauf für die Untersuchung von Lipid-Nanopartikeln“ ermöglichen.

„Die SAFE-Finanzierung gibt uns in dieser frühen Phase die Möglichkeit, unsere Toolkits konsequent weiterzuentwickeln und parallel den Ausbau unserer Softwareplattform voranzutreiben. Mit tecnet equity haben wir dabei einen Partner an unserer Seite, der die Herausforderungen technologieintensiver Gründungen versteht“, sagt Enkmann, CEO von RNAnalytics.

RNAnalytics: Plattform in Entwicklung

Der Ansatz des Tullner Startups geht jedoch über einzelne Labortests hinaus, wie man mitteilt: Parallel zu den Toolkits entwickelt das Unternehmen eine Softwareplattform, in der die bei den Analysen entstehenden Daten zusammengeführt und automatisch ausgewertet werden können.

So entstehe ein umfassendes Bild der relevanten Qualitätsmerkmale eines RNA-Therapeutikums. Statt Messergebnisse aus unterschiedlichen Geräten und Tests einzeln auszuwerten, könnten Labore ihre Daten zentral verarbeiten, verschiedene Qualitätsparameter miteinander vergleichen und standardisierte Berichte erstellen. Die Kombination aus physischen Toolkits und Software soll damit einen bislang stark fragmentierten Analyseprozess in einen durchgängigen Workflow überführen.

„RNAnalytics setzt an einem sehr konkreten Problem in einem technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Bereich der Biotechnologie an. Besonders überzeugt uns der Ansatz, komplexe Laboranalytik durch standardisierte Toolkits zugänglicher zu machen und diese gleichzeitig in einer skalierbaren Softwareplattform zusammenzuführen“, erklärt Christian Laurer, Senior Investment Manager bei tecnet equity. „Die beiden Gründer:innen verbinden fundiertes wissenschaftliches Know-how mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen in der LNP-Analytik und einer überzeugenden Produktvision. Diese Kombination war für uns eine wesentliche Grundlage für das Investment in dieser frühen Phase.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bio Speckup: Oberösterreichisches Startup bietet mit Speck-Pulver homöopathischen Fleischgenuss