24.01.2023

Bettina Pauschenwein neue Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft

Auch der Bundesvorstand wird neu - u.a. mit Claudia Falkinger.
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Pauschenwein Bettina, JW, Junge Wirtschaft, neue Vorsitzende
(c) WKÖ-JW/Anna Rauchenberger - Bettina Pauschenwein, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft.

Bettina Pauschenwein war bis Ende 2021 Landesvorsitzende der JW Burgenland. Sie ist Geschäftsführerin von Pauschenwein Creatives Wohnen GmbH in Wiesen. Seit Anfang 2022 agierte sie als Bundesvorstandsmitglied der Jungen Wirtschaft und übernimmt nun den Vorsitz.

Pauschenwein mit Fainress-Paket

„Wir sehen anhand der Ergebnisse des neuen JW-Konjunkturbarometers sehr klar, dass die Teuerung und auch der Arbeitskräftemangel den jungen Betrieben massiv unter den Nägeln brennen. Das ist unser Handlungsauftrag, aus dem sich unsere Forderung nach einem jungen Wachstums- und Fairnesspaket ableitet“, sagt Pauschenwein, die als eine ihrer ersten Agenden drei Schwerpunkte festlegt: nachhaltige Entlastung, eine wirksame Arbeitsmarktreform und Klimaschutz mit Hausverstand.

Auch der Bundesvorstand der Jungen Wirtschaft wird neu: Neben Pauschenwein engagieren sich künftig Verena Eugster (w3 create GmbH), Claudia Falkinger (Punkt vor Strich GmbH) sowie Dominik Jenewein (Jewa Profi-Massmöbel GmbH) an oberster Stelle für die Belange der österreichischen Jungunternehmer:innen.

Lukas Sprenger neuer Bundesgeschäftsführer

Unterstützt wird der Bundesvorstand vom neuen Bundesgeschäftsführer Lukas Sprenger, der bereits Erfahrung im Bereich Wirtschaftspolitik sammeln konnte. Als Schwerpunkte hat der neue Bundesvorstand u.a. die Themen Finanz- und Wirtschaftsbildung, Entlastung, Innovation & New Work sowie die Stärkung des JW-Netzwerkes als zeitgemäße Businessplattform erarbeitet.

Mahrer: „Anpacken, statt ankleben“

WKO-Präsident Harald Mahrer dazu: „Unsere Jungen in der Wirtschaft kleben sich nicht an, sondern sie packen an – und das mit voller Energie. Dementsprechend hat die JW bei ihrer Forderung nach einem jungen Wachstums- und Fairnesspaket unsere volle Unterstützung.“

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In der heimischen Startup-Landschaft hat sich Stefan Ebner längst einen Namen gemacht. Er gründete das Datenunternehmen Braintribe, eröffnete später unter anderem den Co-Creation-Space Tribe.Space, launchte die Co-Creation-Plattform Tribe.Land oder das KI-WealthTech-Unternehmen WeR. Nun meldet er sich mit seinem neuesten Projekt Tribe.One zurück, das laut Ebner eine „dritte Welle der KI“ einläuten soll, nach den Sprachmodellen (LLMs) und den KI-Agents.

Von Agents zur Co-Organisation

Agents hätten sich zwar wie ein „Super Personal Assistant“ angefühlt, seien aber nie etwas gewesen, was eine Organisation wirklich aufnehmen könne, argumentiert Ebner. Tribe.One setzt deshalb eine Schicht über den Agents an: „Ich glaube, die nächste Welle wird das sein, was wir Co-Organisation nennen“, erklärt der Gründer. Gemeint ist ein neues Operating Model, in dem Mensch und KI den Output gemeinsam nutzbar machen. Damit richtet sich die Lösung vor allem an CEOs, CFOs und CMOs, denn: „Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Organisation“, so Ebner.

Digitale Counterparts für die Führungsebene

Kern des Ansatzes sind sogenannte „Entities“, die auf Tribe.Ones Plattform Gzero laufen. Führungskräfte erhalten darüber ein digitales Gegenüber, etwa einen Co-CEO oder Co-CFO. Dieses kennt das Unternehmen samt Plänen und OKRs und gibt Aufgaben an Agents weiter, da eine Entity selbst keinen direkten Datenzugriff hat.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Tribe.One an sich selbst: Dort arbeiten laut Ebner vier menschliche und acht KI-C-Levels zusammen, und die Entities sind schon seit einem Jahr intern im Einsatz. Für Kund:innen soll die Möglichkeit bestehen bereits bestehende Agents mitzubringen und zu integrieren.

Ein Ort für Fokus und Austausch

Ebner verbindet technologische Vorhaben traditionell mit physischen Orten, vom Nachtclub Chaya Fuera bis zum Tribe.Space. Auch Tribe.One bekommt mit dem „Co-lab“ nun einen solchen Ort in Wien. Er ist laut Ebner kein klassischer Coworking-Space, sondern ein Ort für Fokus, Schulungen und Austausch, an dem auch Marketing, Kommunikation und Frühphasen-Projekte stattfinden sollen. Um die Szene zu vernetzen, ist jeden letzten Donnerstag im Monat ein „Open House“ geplant. Die offizielle Eröffnung soll gemeinsam mit dem großen Launch im Jänner erfolgen.

Forschung in Wien, Kapitalmarkt in London

Während Forschung und Entwicklung in Österreich bleiben, gründet Tribe.One in London eine Limited als Co-Headquarter für Markt und Kapital. Ebner selbst pendelt entsprechend zwischen zwei Welten: Zwei Wochen pro Monat verbringt er in Wien mit Forschung und Coding, die übrige Zeit bei Kunden, die er vor allem im DACH-Raum und in UK sieht.

Finanziert hat sich das Unternehmen bisher selbst und macht nach Ebners Angaben „substanzielle Umsätze“. Im ersten oder zweiten Quartal des kommenden Jahres will er nun aber Kapital aufnehmen.

Die Vision dahinter ist ambitioniert: Tribe.One soll zu den Top-5-KI-Firmen Europas gehören, die die neue Welle mitgestalten. Nach dem Soft Launch ist der große Launch für Januar geplant, und bis Jahresende will das Team 10 bis 15 Enterprise-Kunden und ebenso viele Startups onboarden. Ein Tool für Millionen Nutzer soll Tribe.One dagegen ausdrücklich nicht werden.

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