08.04.2019

Gipfel der Innovation: Außenwirtschaft Austria organisiert Networking auf der Bergspitze

Wenige Tage vor dem 4gamechangers-Event trafen sich auf Initiative der Außenwirtschaft Austria Innovatoren und Unternehmer aus Österreich und Asien, um Kooperationen zu schmieden. Das Modell soll auch für andere Regionen genutzt werden.
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Außenwirtschaft Austria
(c) Außenwirtschaft Austria

Wie kann das Potenzial des Rising Stars Südostasien für Österreich und Asien genützt werden? Dieser Frage widmeten sich Innovatoren aus Südostasien und Österreich, die sich auf 1200 Meter Höhe im Rahmen des ersten „Asia-Austria Innovation Retreat“ zum Brainstormen und Netzwerken trafen.

+++4Gamechangers 2019 mit “Europe meets Asia”-Schwerpunkt+++

Die Brücken, die zwischen den Teilnehmern aus Vietnam, Singapur, Indonesien und Österreich gebaut werden, sollen dabei über das Event hinausgehen und zu einem nachhaltigen gemeinsamen Erfolg führen. Während des zweitägigen Innovations-Retreats, entwickeln sich mit den 13 österreichischen Unternehmern und zwölf asiatischen Innovationsplayern konkrete Geschäftsmöglichkeiten und Kooperationsprojekte.

So zum Beispiel bei Bukalapak, das als das „Alibaba Indonesiens“ gilt und das erste Unicorn des Landes ist. Achmad Zaky, Founder und CEO von Bukalapak, trifft das österreichische Unternehmen Skidata zu weiteren Kooperationsgesprächen. Tong Hsien-Hui von Innovate Singapor brachte zudem den Vorschlag von „connected transnational Sandboxes“ zwischen Österreich und Singapur – denn eine Erkenntnis des Events war auch, dass beide Regionen ähnliche Herausforderungen im Innovationssystem haben und eine Zusammenarbeit aufgrund der Ähnlichkeiten viel Potenzial hat.

Modell der Außenwirtschaft Austria wird skaliert

Michael Otter, Leiter Außenwirtschaft Austria der WKÖ freut sich, dass durch die Kombination aus alpiner Inspiration und Arbeit an den essenziellen Innovationsthemen tragfähige Beziehungen zwischen Innovatoren aus beiden Regionen werden, die laut Otter über andere Wege nicht in der Form entstehen würden. „Daher wird ausgehend von diesem erfolgreichen Piloten, das Format des „Innovation Retreat“ zwischen Zukunftsregionen und Österreich skaliert“, sagt Otter abschließend.

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Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
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Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

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