Balcosy: Linzer Startup kooperiert mit Unpackbar Laden & erhält FFG-Förderung
Das oberösterreichische Startup Balcosy, bekannt für seine klappbaren Fenstertische, stellt sein Anfang des Jahres eingeführtes Wohnsystem SUNDÅ im Linzer „Unpackbar Laden“ aus. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen eine FFG-Förderung von knapp unter 120.000 Euro für den internationalen Markteintritt.
Das Linzer Startup Balcosy nutzt den von David Hofer geführten „Unpackbar Laden“ in der Harrachstraße in Linz, um sein modulares Wohnsystem SUNDÅ im stationären Handel zu präsentieren. Da Balcosy primär als Online-Marke agiert, soll die Kooperation Kund:innen die Möglichkeit bieten, die Haptik des im Februar gelaunchten Produkts vor Ort physisch zu erleben.
Das System wird im Laden flexibel eingesetzt, um Produkte regionaler Partner und junger Unternehmen zu präsentieren. Gefertigt wird das Produkt rund um Gründer Florian Holzmayer übrigens aus heimischer Buche und Eiche bei regionalen Partnern in Oberösterreich.
Ermöglicht und beschleunigt wird die Initiative durch eine Zusage der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Programm „Markt.Einstieg“. Balcosy erhält eine Förderung von knapp unter 120.000 Euro. Die Summe beinhaltet zudem einen spezifischen Bonus für frauengeführte Innovationen, da Katharina Leitner als Late-Co-Founderin das Unternehmen mitprägt, wie brutkasten bereits Anfang des Jahres berichtete.
Weitere temporäre Präsenzen geplant
Das Kapital soll vorallem die Marktetablierung von SUNDÅ in Europa unterstützen. Neben dem Standort Linz sind im Zuge dieser Strategie bereits weitere temporäre Präsenzen („Guerilla-Popups“) geplant, unter anderem bald in Wien. Balcosy startete ursprünglich mit einem klappbaren Möbelsystem, das ungenutzte Fensternischen in Wohnraum verwandelt.
Die Gründerin des Dornbirner Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, musste die Produktentwicklung ihres Unternehmens zeitweise unterbrechen, nachdem der Krieg im Iran den Kontakt zu Familienmitgliedern sowie Teilen des Entwicklerteams abrupt abreißen ließ. Parallel dazu befand sich das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde und sah sich gezwungen, die Prioritäten kurzfristig neu zu ordnen.
Die Gründerin des Dornbirner Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, musste die Produktentwicklung ihres Unternehmens zeitweise unterbrechen, nachdem der Krieg im Iran den Kontakt zu Familienmitgliedern sowie Teilen des Entwicklerteams abrupt abreißen ließ. Parallel dazu befand sich das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde und sah sich gezwungen, die Prioritäten kurzfristig neu zu ordnen.
Für die Gründerin des Vorarlberger Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, waren die vergangenen Monate von Unsicherheit geprägt. Der Krieg im Iran führte dazu, dass der Kontakt zu Familienmitgliedern und Teilen ihres Teams von einem Tag auf den anderen abriss. Gleichzeitig stand das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde.
HealthBlokk-Founderin: „Ankerpunkte weg“
„Von einem Tag auf den anderen hatten wir keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und auch nicht zu Teilen unseres Teams. Plötzlich waren zwei wichtige Ankerpunkte gleichzeitig weg“, erzählt Heravi im Gespräch mit brutkasten. „Ich habe mich gefragt: Warten wir ab? Machen wir weiter? Schließen wir vielleicht sogar?“
Trotz der schwierigen Situation entschied sich das Startup weiterzumachen. Die geopolitische Situation wirkte sich jedoch direkt auf das Unternehmen aus.
„Wir haben die Produktentwicklung für etwa zwei Monate gestoppt. In dieser Zeit lag unser Fokus auf Strategie, Partnerschaften und darauf, die Situation überhaupt zu bewältigen“, sagt Heravi.
Finanzierungsrunde im Gespräch
Mittlerweile sei der Kontakt zum Entwicklerteam (und zur Familie) wieder hergestellt. Ein Entwickler, der sich derzeit noch im Iran befindet, soll nach erfolgreichem Abschluss einer Finanzierungsrunde (zeitnah geplant) nach Österreich geholt werden.
Das Startup arbeitet an einer App, die Nutzer:innen dabei unterstützt, passende Lebensmittel und Gerichte entsprechend ihrer individuellen Unverträglichkeiten und Ernährungsbedürfnisse zu finden – brutkasten berichtete.
„Wir wollen eine intelligentere Discovery-App schaffen, die viel genauer beantworten kann, was jemand essen kann und was nicht“, erklärt Heravi. „Künftig soll ein KI-Agent jede Nutzerin und jeden Nutzer besser kennenlernen und Empfehlungen immer stärker personalisieren.“
In mehreren Sprachen
Besonders auf Reisen soll die Anwendung künftig mehr Unterstützung bieten. Geplant sind unter anderem lokale Sprachfunktionen, die es User:innen ermöglichen sollen, auch im Ausland einfacher passende Speisen zu finden.
„Wenn ich beispielsweise in Portugal bin, möchte ich in der jeweiligen Landessprache sofort verstehen können, was ich essen kann und worauf ich achten muss“, so Heravi.
Team wächst
Aktuell besteht das Team aus sechs Personen. Vier arbeiten Vollzeit für das Startup, zwei weitere unterstützen neben ihren Hauptberufen. Besonders stolz ist Heravi auf die Zusammenarbeit mit jungen Talenten.
„Ich kann anderen Gründerinnen und Gründern nur empfehlen, schon sehr früh mit Studierenden und jungen Talenten zusammenzuarbeiten“, sagt sie. „Sie bringen neue Perspektiven mit und können langfristig zu den loyalsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden.“
Für HealthBlokk steht nun zunächst der erwähnte Abschluss der Finanzierungsrunde im Fokus. Weitere Closings sind geplant, wobei sich die Gründerin mehr Frauen als Partnerinnen wünscht, wie sie sagt. Parallel dazu soll die Produktentwicklung wieder beschleunigt werden. Das langfristige Ziel bleibt unverändert: Menschen mit Unverträglichkeiten und speziellen Ernährungsbedürfnissen mithilfe von KI einfacher durch ihren Alltag zu begleiten.
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