03.03.2025
AUSZEICHNUNG

Grazer Startup gewinnt Produkt-Award in den USA

Für seine Temprastones erhielt das Grazer Startup Aurox in den USA den Wellness & Longevity Choice Award 2025 von Innocos.
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Aurox Temprastones
Anwendung der "Temprastones" (c) Aurox

Das Grazer Startup Aurox fällt abermals international auf. Im Dezember erhielt es für dessen neu entwickelten Temprastones den European Product Design Award 2024 – brutkasten berichtete. Nun wurde das Produkt von Innocos in den USA mit dem Wellness & Longevity Choice Award 2025 ausgezeichnet.

Aurox entwickelt elektrische Augenpads

Erst Ende des vergangenen Jahres stellte Aurox seine Temprastones vor – brutkasten berichtete. Das sind kleine Skincare-Devices, die wie elektrische Augenpads funktionieren. Dafür produzieren sie abwechselnd Wärme und Kälte. Die Behandlung soll einen Anti-Aging-Effekt haben. “Temprastones setzt in puncto Anwendung und Wirkung neue Maßstäbe im Anti-Aging Bereich. Es ist exakt auf die Bedürfnisse der sensitiven Haut im Augenbereich abgestimmt”, sagt Geschäftsführer Christoph Schöggler.

Aurox-Geschäftsführer Christoph Schöggler | Foto: Aurox GmbH / TEMPRASTONES

Die zwei Temperaturmodi der Augenpads haben unterschiedliche Wirkungen. Die Erhitzung auf 44 Grad Celsius bewirkt laut Hersteller eine Öffnung der Poren, was wiederum Cremes und Seren tief in die Haut eindringen lässt. Eine Abkühlung auf 12 Grad soll dagegen Schwellungen reduzieren und die Feuchtigkeit der Haut erhalten. Aktuell sind die Devices für 159 Euro erhältlich.

Fachjury vergibt Innocos Awards

Im Rahmen der Wellness & Longevity Choice Awards kürt Innocos Produkte aus Beauty, Wellness und Technologie. Die Awards zeichnen herausragende Beiträge in den Bereichen Kosmetik, Parfümerie, Körperpflege und Mundpflege aus. Die Begutachtung übernimmt eine Fachjury. Sie bewertet die Produkte nach Effektivität, Innovation, Nachhaltigkeit, Sicherheit, User Experience und den Gesamtauswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Aurox konnte die Expert:innen in der Kategorie „Beauty Tools“ überzeugen. „Die Auszeichnung mit dem Innocos Award 2025 bestätigt, dass Temprastones weltweit Maßstäbe in der Beauty-Industrie setzt“, sagt Geschäftsführer Christoph Schöggler. Nun sucht das Unternehmen Distributoren und strategische Partner:innen, um international zu expandieren. Eine Kooperation mit der internationalen Luxusmarke Augustinus Bader hat das Unternehmen vor vier Wochen bekanntgegeben.

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Diego Szekely programmierte seine Diabetes-App im Alleingang © Hannah Fasching

„Ich war der, der die Waage rausgeholt hat, um meinen Insulinbedarf zu berechnen“, erinnert sich Carbetic-Gründer Diego Szekely an die Zeit nach seiner eigenen Typ-1-Diabetes-Diagnose vor vier Jahren. Bei der Autoimmunerkrankung produziert der Körper überhaupt kein eigenes Insulin mehr, weshalb jede Aufnahme von Kohlenhydraten exakt berechnet und durch externe Insulingaben ausgeglichen werden muss.

Im Austausch mit anderen Betroffenen stellte er jedoch schnell fest, dass die meisten Diabetiker:innen im Alltag ihren Bedarf lediglich abschätzen. Da ungenaue Werte langfristige gesundheitliche Risiken bergen, entwickelte der heute 18-Jährige Carbetic, um eine verlässlichere, unkomplizierte Lösung im Alltag anzubieten. „Ich hab einfach das gebaut, was uns Diabetikern wirklich gefehlt hat“, so der Gründer.

© Carbetic

Räumliche Tiefe als technischer USP

Mittlerweile ist die Anwendung bereits in 41 Sprachen verfügbar, wobei aktuell die USA, dicht gefolgt von Deutschland, den größten Markt darstellen. Das technische Fundament unterscheidet sich laut dem Gründer aus Perchtoldsdorf vor allem in einem Punkt von klassischen Lifestyle-Trackern.

Statt einer simplen 2D-Bildanalyse setzt Carbetic laut eigenen Angaben auf räumliche Tiefe durch drei schnell geschossene Fotos aus unterschiedlichen Winkeln sowie LiDAR-Sensoren moderner Smartphones. „Die drei Fotos sind wahnsinnig wichtig, um die Dimensionen gescheit abzuschätzen“, betont Szekely.

Aus der Kombination dieser Bild- und Raumdaten berechnet ein feinjustiertes KI-Modell schließlich den Kohlenhydratgehalt der einzelnen Komponenten auf dem Teller, der wiederum für die Bestimmung des Insulinbedarfs benötigt wird. Neben der Foto-Analyse wird das Produkt in der Praxis durch eine integrierte Sprachsteuerung sowie die Option ergänzt, Koch-URLs oder abfotografierte, handschriftliche Rezepte automatisch von der KI auslesen zu lassen.

Conversion im SaaS-Modell

Nach nur drei Monaten verzeichnet die App rund 20.000 Downloads. Interessant ist vor allem die Conversion-Rate: „5.000 Nutzer sind aktuell in einem Probeabo oder bezahlten Abo“, erklärt der Gründer. Von den 5.000 „zahlen bereits 4.000“, so Szekely weiter. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Software-as-a-Service-Struktur. Das Einstiegs-Abo für bis zu zehn Analysen am Tag kostet 4,49 Euro im Monat, während die unlimitierte Version für 9,99 Euro angeboten wird.

Auf die Frage, wie man ein solches Wachstum erziele, meint der Gründer: „Gute Frage. Und da ich keine gute Antwort habe, ist die Antwort, das Produkt funktioniert.“ Hauptsächlich über Mundpropaganda und Empfehlungen von Ärzt:innen, die Szekely unter anderem auf Ärztekongressen kennenlernte, wachse das Produkt aktuell organisch. „Wenn mir Patient:innen schreiben, dass die App ihnen hilft, den Alltag ein Stück mehr wie ein gesunder Mensch zu leben, macht mich das einfach so stolz“, so der Gründer.

„Mit allen großen Medizintechnik-Firmen in Kontakt“

Einen langfristigen Wettbewerbsvorsprung will sich der Gründer, der für sein Startup Studienplätze am UCL und King’s College in London sausen lässt, künftig über zwei strategische Säulen verschaffen, die über die reine Nutzer:innenbasis hinausgehen. Neben einer umfassenden Datensammlung zur Optimierung der Algorithmen steht ein digitaler Ärztezugang im Fokus. Über diesen können Mediziner:innen nach expliziter Freigabe die Mahlzeiten ihrer Patient:innen analysieren und die Therapie gezielter begleiten.

Während der aktuelle Fokus auf Typ-1-Diabetes-Patient:innen liegt, zeigt sich Szekely zuversichtlich, dass auch Typ-2-Patient:innen über kurz oder lang auf seine Anwendung zugreifen werden: „Alle Apps, die Typ 1 machen, übernehmen irgendwann auch den Typ-2-Markt. Das ist immer so.“ Zudem startet in Kürze eine Genauigkeitsstudie mit der Universität Wien. Auch gegenüber strategischen Partnerschaften und Investments zeigt sich der Solo-Founder offen: „Ich bin mit allen großen Medizintechnik-Firmen im Diabetes-Bereich in Kontakt. Und die sind alle begeistert.“

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