26.02.2019

A1 verwandelt alte Telefonzellen in 24/7 Paketstationen

Logistiker, lokale Händler und Privatpersonen können Waren in den Paketstationen deponieren. Der Empfänger kann die Pakete 24/7 abholen.
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A1 Paketstationen in Telefonzellen
(c) A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

In Zeiten starker Smartphone-Durchdringung fristen alte Telefonzellen ein trauriges Schattendasein. Zugleich wünschen sich Kunden bei Onlinebestellungen eine möglichst stressfreie Paketzustellung. A1 reagiert nun auf diese Entwicklungen, indem alte Telefonzellen zu Paketstationen umgebaut werden.

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Die ersten Paketstationen dieser Art wurden bereits in Wien Margarethen an den Standorten Schönbrunner Straße 40, Margaretenstraße 37, Zentaplatz 1 und Kohlgasse 37 in Betrieb genommen. Dort stehen die Pakete den Käufern 24/7 zur Abholung zur Verfügung. Gezahlt wird je nach Fachgröße zwischen ein und vier Euro für 24 Stunden. Das Fach wird über die kostenlose A1 App gebucht, der Kunde kann sein Paket dort anschließend mit einem QR-Code abholen.

Paketstationen für Logistiker, Geschäfte und Privatpersonen

Zielgruppe sind Logistiker, lokale Geschäfte und Privatpersonen, die ihre Produkte zum Beispiel über die Flohmarkt-App Shpock verkaufen. Das ist praktisch, weil die User dadurch ihre unterschiedlichen Arbeitszeiten und Lebensrhythmen  nicht mehr aufeinander abstimmen müssen. „Das Koordinieren eines Übergabezeitpunkts und -ortes fällt weg“, sagt Wolfgang Pernkopf, Head of Advertising Shpock DACH.

Außerdem können Kunden der Post ihre Pakete nun mit dem gelben Benachrichtigungszettel abholen. Auch hier beobachtet man, dass Kunden im wachsenden Paketmarkt immer anspruchsvoller werden: „Rund um die Uhr verfügbare SB-Einrichtungen, wie diese neuen Paket Stationen, haben ein Ziel: Der Empfang von Paketen soll für Kunden so einfach wie nur möglich sein“, sagt Marc Sarmiento, Leitung Projekte & Innovationen bei der Österreichischen Post.

Ergebnis eines Intrapreneurship-Programms

„Die Idee der A1 Paket Station stammt von drei A1 Mitarbeitern, die sie im Rahmen unseres A1 Intrapreneurship-Programms eingereicht haben“, erzählt Mario Mayerthaler, Head of A1 Innovation: „Uns hat die Idee von Anfang an durch ihren Nutzen und ihre einfache Bedienung überzeugt. Daher haben wir das Team auch gleich mit der Umsetzung beauftragt“. Unter anderem kommt bei der Umsetzung auch die Blockchain-Technologie zum Einsatz, heißt es in der Presseaussendung.


==> Mehr Infos über die A1 Paketstation

==> Zum Download der A1 Paket App

==> Zur Website von Shpock

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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