17.06.2020

Das umfasst der „8-Punkte-Plan“ für die Digitalisierung der Schulen

Die Bundesregierung präsentierte am Mittwochvormittag an einer Wiener Schule einen 8-Punkte-Plan zur Digitalisierung der Schulen. Im Interview mit dem brutkasten konkretisierte Margarete Schramböck am Nachmittag einzelne Punkte.
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KMU Digital - Digitalisierungsfonds
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck | (c) Veros Nation / der brutkasten

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Bildungsminister Heinz Faßmann und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck präsentierten am Mittwochvormittag einen 8-Punkte-Plan für die Digitalisierung der österreichischen Schulen. Insgesamt sollen 200 Millionen Euro in IT-Infrastruktur und neue Lernangebote investiert werden.

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Austattung mit Laptops

Ein zentraler Punkt der Digitalisierungsoffensive sieht vor, dass ab 2021/22 die Schüler der ersten Klassen an AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen schrittweise mit Laptops und Tablets ausgestattet werden. Damit die Endgeräte an die Schüler ausgehändigt werden, müssen die jeweiligen Schulen jedoch vorab ein Digitalsierungskonzept erarbeiten und eine entsprechende Typentscheidung treffen.

Der private Finanzierungsanteil soll bei 25 Prozent liegen. Zudem soll es für sozial benachteiligte Familien bei der Finanzierung eine soziale Staffelung geben. Details zu den Versicherungsmöglichkeiten der Laptops und Tablets sollen in den nächsten Monaten noch ausgearbeitet werden.

Im Interview mit dem brutkasten bestätigte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, dass die Endgeräte über die Sommerferien bei den Schüler verbleiben können. „Unser Konzept sieht vor, dass die Schüler die Laptops über die Sommermonate nicht zurückgeben müssen. Hier unterschieden wir uns klar von anderen Ländern, die ein ähnliches Konzept bereits haben“, so Schramböck.

Hintergrund-Interview zum "Gründer-Paket" und "8-Punkte-Plan zur Digitalisierung der Schulen"

Im Hintergrund-Interview spricht Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck über die ersten Eckpfeiler des 450 Millionen Euro schweren "Gründer-Pakets", die neue Rechtsform "Austria Limited" und den "8-Punkte-Plan zur Digitalisierung der Schulen".

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 17. Juni 2020

Im Hintergrund-Interview mit dem Brutkasten zum Thema „Gründer-Paket“ nimmt die Bundesministerin ab Minute 08:30 auch Bezug zum 8-Punkte-Plan zur Digitalisierung der Bildung.

Bis 2023 flächendeckende Breitbandausstattung

Neben den Schülern sollen auch die Lehrer mit entsprechenden Endgeräten ausgestattet werden. Der 8-Punkte-Plan sieht zudem vor, dass die IT-Infrastruktur verbessert wird. Derzeit verfügen lediglich 55 Prozent der Schulen über eine W-Lan-Ausstattung und 65 Prozent über einen Breitbandanschluss. Laut Schramböck soll es jedoch bis 2023 eine flächendeckende Breitbandausstattung geben.

Zentralisierung unterschiedlicher Plattformen

Zudem soll jeder Schulstandort künftig auf eine zentrale Lernplattform zurückgreifen können. Im Zuge der Coronakrise gab es von Elternvertretern oftmals Kritik, dass Schulen in der Regel mehrere unterschiedliche Plattformen nutzen und dies zu einer Unübersichtlichkeit führt.

Ein weiterer Eckpunkt: Über den Sommer soll ein Portal mit dem Namen „Digitale Schule“ entwickelt werden. Über das Portal sollen künftig die Notenverwaltung und digitale Klassenbücher sowie Mitteilungshefte abgewickelt werden. Das analoge Klassenbuch soll laut Schramböck somit der Vergangenheit angehören.

Abschließend erläuterte Schramböck im Interview, dass es für Lern-Apps ein eigenes Gütesiegel geben wird. Dazu sollen die Lern-Apps nach „pädagogischen Kriterien“ geprüft werden.

Der 8-Punkte-Plan zusammengefasst:

1.) Schüler der fünften Schulstufe sollen ab 2021 ein digitales Endgerät bekommen.

2.) Ab 2020/21 soll das Portal „Digitale Schule“ eingeführt werden.

3.) Vereinheitlichung unterschiedlicher Lern-Plattformen pro Schulstandort

4.) Lehrer sollen auf die Digitalisierung in Online-Fortbildungen vorbereitet werden.

5.) Verstärkter Fokus auf „Edutheken“ für digitale Lernmaterialien

6.) Ein Gütesiegel für Lern-Apps soll kommen.

7.) Bis 2023 soll es einen flächendeckenden Breitband-Internetanschluss für Schulen geben.

8.) Auch Leher sollen mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.


=> zur Page des Bildungsministeriums 

Video-Tipp: Die Chancen des E-Learnings in der Coronakrise

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Das umfasst der „8-Punkte-Plan“ für die Digitalisierung der Schulen

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