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Vor zehn Jahren wurde an der Wirtschaftsuniversität Wien eine Initiative gestartet, die Studierende für Unternehmertum sensibilisieren sollte. Heute ist daraus ein zentraler Knotenpunkt des österreichischen Innovationsökosystems geworden: Das WU Entrepreneurship Center (WU EC) feiert sein zehnjähriges Bestehen – und blickt auf eine Dekade zurück, in der sich aus einem universitären Pilotprojekt ein international anerkannter Startup-Hub entwickelt hat.
Die Bilanz von zehn Jahren WU Entrepreneurship Center
Als das Center 2015 gegründet wurde, stand zunächst die Bewusstseinsbildung im Vordergrund – Studierende sollten verstehen, dass Unternehmertum keine ferne Vision, sondern ein realer Karrierepfad sein kann. Heute bietet das WU EC ein umfassendes Angebot, das von Inspiration und Kompetenzaufbau über Beratung und Inkubation bis hin zur Finanzierung reicht.

Ein Meilenstein war der Start von WU Ignite Ventures im Frühjahr 2025 (brutkasten berichtete). Erstmals konnte die Universität junge Gründungsteams mit WU-Bezug auch finanziell unterstützen. Zum Jubiläum wurden die ersten beiden Investments – in constrct und NEXO – öffentlich kommuniziert (brutkasten berichtete). Damit möchte die WU eine Lücke zwischen akademischer Ideengenerierung und Frühphasenfinanzierung schließen, die in vielen europäischen Hochschulsystemen noch klafft.
Mehr als 4.000 Beratungsgespräche
Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Centers, zieht im Gespräch eine persönliche Bilanz: „Was uns verbindet, ist der Glaube daran, dass Unternehmergeist überall entstehen kann, wenn man Menschen Impulse, Freiräume und Netzwerke bietet.“
Laut offizieller Bilanz des WU Entrepreneurship Centers haben in den vergangenen zehn Jahren über 57.000 Teilnehmer:innen an Programmen und Events teilgenommen, 600 Startup-Teams wurden begleitet, mehr als 4.000 Beratungsgespräche geführt und 450 Mentor:innen und Expert:innen eingebunden. Zahlreiche Alumni, die heute als Gründer:innen aktiv sind, darunter Isabell Claus (thinkers.ai), Michael Beitl (Kern Tec) oder Nina Hödlmayr (Yodel.io), starteten ihre unternehmerische Reise an der WU.
Mit neuen Formaten wie dem IdeaLAB und der weiteren Skalierung von WU Ignite Ventures will das Team um Rudolf Dömötör nun die nächste Entwicklungsphase einläuten.






