31.01.2019

Österreich stärker von Phishing-Attacken betroffen als Deutschland

Eine Google-Studie zum "Safer Internet Day" zeigt, dass österreichische Internetnutzer stärker von Phishing-Attacken betroffen sind als deutsche Internetnutzer. In Sachen Sicherheitsvorkehrungen liege Österreich laut Google jedoch vor Deutschland.
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Phishing-Attacken
(c) fotolia/Gorodenkoff

Der Safer Internet Day ist ein internationaler Aktionstag, der für mehr Sicherheit im Internet sensibilisieren soll. Er findet am 5. Feber statt und wird in mehreren europäischen Ländern von NGOs und privaten Initiativen organisiert. Im Vorfeld des „Safer Internet Days“ führte Google im Dezember 2018 und Jänner 2019 in 20 europäischen Ländern eine Studie zur Internetsicherheit durch. Dafür befragte Google pro Land im Schnitt rund 1.000 Personen, die dem Konzern Auskunft über ihre Sicherheitsempfinden im Internet gaben.

+++ Cyber Security: Der Kampf gegen Lücken +++

Die Ergebnisse der Google-Studie

In der internationalen Vergleichsstudie schneide Österreich in Bezug auf die Häufigkeit der Attacken laut Google in gleich in mehreren Punkten schlechter ab als andere Länder: So gaben 49 Prozent der Österreicher an, bereits ein Opfer von Phishing-Attacken gewesen zu sein. In Deutschland gaben hingegen nur 40 Prozent der Nutzer dies an. Am wenigsten betroffen seien mit 28 Prozent ungarische Internetnutzer, so Google. Der europäische Schnitt liege bei 45 Prozent. Die Dunkelziffer dürfte wohl noch höher liegen.

Bei Vorkehrungen über dem Durchschnitt

Obwohl Österreich in Bezug auf die Anzahl der Attacken schlechter abschneide als andere europäische Staaten, seien laut Google die heimischen Nutzer in Sachen „Prävention“ besser aufgestellt als der europäische Durchschnitt und Deutschland. Der Studie zufolge nutzen 21 Prozent der Österreicher eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, um ihre Accounts zu schützen – in Deutschland sind es hingegen nur 17 Prozent. Generell sei dieser Wert in fast allen Ländern noch sehr niedrig.

Das sind die Empfehlung von Google

Google hat im Zuge des „Safer Internet Days“ für Internetnutzer eine Liste mit sieben Empfehlungen zusammengestellt. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollten Nutzer beachten:

  • Jeder Account sollte sein eigenes Passwort haben
  • Regelmäßige Updates durchführen
  • Phishing verhindern
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
  • einmal im Jahr einen „Google Sicherheitscheck“ durchführen
  • Schutz für Kinder mit Google Apps, wie „Family Links„
  • Von den Fehler der anderen lernen

„Ähnlich wie die jährliche Gesundenuntersuchung empfehlen wir einen jährlichen Sicherheits-Check zu machen“, so Wolfgang Fasching-Kapfenberger, Unternehmenssprecher von Google Austria.


=> hier zum Google-Sicherheitscheck

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.

(c) Venionaire Capital

Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.

Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.

Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau

Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

(c) Venionaire Capital

13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.

Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“

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