23.08.2018

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

"Unsere Vision: Luxus für Jedermann." Das Wiener Uhren-Startup Jedermann will durch die Ausschaltung der Zwischenhändler mit dem direkten Verkauf von Armbanduhren den bestmöglichen Preis anbieten können. Derzeit tüftelt das Team von Jedermann u.a. am neuen Geschäftsmodell "Watch as a Service".
/artikel/wiener-uhren-startup-jedermann-watch-as-a-service
(c) Jedermann
(c) Jedermann.

Die Schmuck- und Uhrenbranche in Österreich und Deutschland generiert aktuell weniger als drei Prozent ihres Umsatzes im E-Commerce. Es gibt wenige Bereiche, die noch so traditionell sind, und deswegen versucht Jedermann, frischen Wind in die Branche zu bringen. „Ein Großteil der Wertschöpfung – mehr als 50 Prozent – geht an Zwischenhändler wie den Großhandel und den Einzelhandel verloren und der Endkunde bezahlt den Preis dafür. Mit unserem Startup ‚Jedermann‘ gehen wir einen anderen Weg und schalten die Zwischenhändler aus, um ein besseres Produkt zum besten Preis liefern zu können“, erklärt uns Achim Kaucic, Co-Founder von Jedermann im Interview.

+++ Onloom-CEO Scheithauer über große Hürden im E-Commerce +++

Neues Geschäftsmodell von Jedermann: Watch as a Service

Mit seinen langjährigen Freunden Christoph, Patrick und Philipp gründete er das Uhren-Label Jedermann aus der Motivation heraus, schlichte und hochwertige Uhren für die breite Masse anbieten zu können. Neben der langjährigen Freundschaft verbindet die Co-Founder natürlich auch das Interesse an schönen Uhren. Kaucic hebt hervor, wie gut sich das Team ergänzt: „Wir haben vier sehr komplementäre Fähigkeiten und Persönlichkeiten, die dazu führen, dass gemeinsam immer etwas Besseres herauskommt, als wenn man alleine vor sich hinarbeiten würde.“ So kamen die vier beispielsweise auf ein neues Geschäftsmodell für Uhren, an dem sie gerade feilen: „Jedermann liebt Abwechslung – deswegen arbeiten wir mit Hochdruck an einem innovativen Abomodell – Watch as a Service, kurz WaaS – man darf gespannt sein!“

Wie ein Schweizer Uhrwerk

Das Uhrengehäuse besteht aus rostfreiem Edelstahl und das Saphirglas soll besonders kratzfest sein. Die Uhrenarmbänder sind aus Qualitätsleder und das Uhrwerk ist natürlich aus der Schweiz. Es gibt zwei verschiedene Größen für Uhren und Armbänder. Jedermann ist nach eigener Aussage sehr stolz auf die Auswahl ihrer Materialien. So schlicht wie die Uhren selbst ist auch das Geschäftsmodell. Auf die Frage, wie die Wiener mit ihrem Startup Geld verdienen, antwortet Kaucic: „Wir würden gerne komplizierter antworten, aber es ist eigentlich ganz einfach – wir verkaufen Uhren! Ware gegen Geld – pretty old school.“ Es ist vielmehr der Uhren- und Schmuckmarkt selbst, der die Angelegenheit spannend macht, denn der Online-Markt für Armbanduhren ist tatsächlich relativ klein. Das Unternehmen betont selbst, dass es sich bei Jedermann um eine neue Methode handelt, um an Uhren zu kommen, nicht um eine großartige Revolution in der Schmuckbranche.

Komplizierte Anfänge

Insbesondere bei der Finanzierung hatte das Startup anfänglich Probleme: „Als wir bei unserer Bank waren, um ein Konto für unsere GmbH-Gründung zu eröffnen wurde uns mitgeteilt, dass wir maximal für 3000 Euro kreditwürdig sind“, so Kaucic. Trotzdem gibt sich das Startup durchgehend optimistisch. Für sie ist Österreich dennoch der richtige Ort für die Gründung gewesen. „Es gibt sicher vieles, das verbessert werden kann, aber wie Sinatra und Jay-Z so schön singen: ‚If I can make it there, I’ll make it anywhere‘ bzw. ‚Since I made it here, I can make it anywhere‘,“ sagt Kaucic.

⇒ Zur Homepage des Uhren-Händlers

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
08.10.2026

Neue Plattform von A1 und IBM: Sichere und digital souveräne KI-Agenten für Unternehmen

A1 und Exoscale machen die IBM-KI-Plattform watsonx ihren Unternehmenskunden zugänglich - und nutzen sie auch selbst. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak erklärten die Hintergründe.
/artikel/neue-plattform-von-a1-und-ibm-sichere-und-digital-souveraene-ki-agenten-fuer-unternehmen
08.10.2026

Neue Plattform von A1 und IBM: Sichere und digital souveräne KI-Agenten für Unternehmen

A1 und Exoscale machen die IBM-KI-Plattform watsonx ihren Unternehmenskunden zugänglich - und nutzen sie auch selbst. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak erklärten die Hintergründe.
/artikel/neue-plattform-von-a1-und-ibm-sichere-und-digital-souveraene-ki-agenten-fuer-unternehmen
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Uhren-Startup Jedermann: Watch as a Service