Stefan Köppl: „Im M&A bekommst du das, was du jetzt hast, nicht was du erreichen wirst“

VIDEO

Stefan Köppl hat die Startup-Welt aus allen Perspektiven erlebt: Vom Bootstrapping-Erfolg mit Indie Campers über tecnet equity bis zur Exit-Beratung mit Samira Advisors. Im brutkasten-Talk mit Dejan Jovicevic gibt der Experte Einblicke in die aktuelle M&A-Großwetterlage und erklärt, weshalb der Weg zum erfolgreichen Exit heute oft an der harten Realität scheitere. Ein zentrales Thema sei dabei die Diskrepanz zwischen VC-Bewertungen und der tatsächlichen Marktfähigkeit: Während Investor:innen oft auf Zukunftshoffnungen setzen würden, zähle beim M&A primär der Status Quo.

Dabei diskutiert Köppl auch den Einfluss künstlicher Intelligenz. Jedes Geschäftsmodell werde heute auf sein Disruptionspotenzial geprüft, sofern es nicht bereits „AI-first“ aufgestellt sei. Zudem beleuchtet er das Konfliktpotenzial durch Liquidation Preferences, falls der Verkaufserlös nicht für alle Beteiligten ausreiche.


  • VC-Bewertung vs. M&A-Realität: Warum laut Köppls Einschätzung im Venture-Capital-Bereich primär die Zukunftshoffnung bewertet werde, während beim Firmenverkauf (M&A) fast ausschließlich der Status Quo zähle.
  • Das Konzept des „AI Dust“: Weshalb die Unsicherheit über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz Käufer momentan vorsichtiger agieren lasse und jedes Geschäftsmodell auf sein Disruptionspotenzial geprüft werde.
  • Konfliktpotenzial durch Liquidation Preferences: Warum das Zusammenspiel aus hohen Bewertungen der Vergangenheit und harten Vertragsklauseln bei niedrigen Exit-Erlösen zu massiven Spannungen zwischen Gründer:innen und Investor:innen führen könne.
  • Strategische Exit-Vorbereitung: Weshalb ein erfolgreicher Firmenverkauf laut Köppl einen Vorlauf von mindestens 12 bis 18 Monaten sowie den gezielten Aufbau einer kompetitiven Bieter-Situation erfordere.
  • Skalierung im KI-Zeitalter: Inwiefern „AI-first“-Unternehmen mit sehr kleinen Teams heute zweistellige Millionenumsätze erzielen könnten und ob das Konzept des „One-Person Unicorns“ eine realistische Perspektive sei.
  • Bootstrapping als Exit-Vorteil: Welche strategische Freiheit Gründer:innen durch eine Eigenfinanzierung (wie am Beispiel von Indie Campers) gewinnen würden und warum dies die Verhandlungsposition beim Exit stärke.

Videos zum weiterstöbern