✨ AI Kontextualisierung
Das Linzer Startup 506.ai von CEO Gerhard Kürner launcht am 26. Februar einen autonomen digitalen Mitarbeiter für Unternehmen, der vollständig aus der Cloud heraus agiert. Der Kollega kann eigenständig Prozesse von Anfang bis Ende durchführen – etwa aus bestehenden Archiven recherchieren, Dokumente erstellen, Präsentationen nach Unternehmensvorlagen ausarbeiten, telefonische Anfragen vorbereiten oder Inhalte auf Websites publizieren.
Kollega hat direkten Vorgesetzten
Dabei wird er wie ein realer Mitarbeiter bzw. wie eine Mitarbeiterin behandelt: „Kollega ist kein Tool, das von allen Mitarbeitern genutzt wird, sondern er untersteht einem Vorgesetzten, der ihn einschult“, erklärt Kürner dem brutkasten. „So ähnlich wie OpenClaw für Unternehmen. Wir haben nun das erste Mal eine Situation, in der Software und Arbeitsmarkt zusammenwachsen.“
Die für Kollega verantwortliche Führungskraft definiert Aufgaben, Zuständigkeiten und Lernprozesse – mit klar definierten Rollen etwa im Projektmanagement oder im Vertrieb. Zunächst fokussiert auf Bereiche wie E-Mail-Management und Kalenderorganisation. Zusätzlich kann der KI-Mitarbeiter während Wartezeiten laufende Projekte überprüfen oder Optimierungspotentiale identifizieren.
Probezeit inkludiert
Die ersten Kollega-Instanzen befinden sich bereits in „Pilotanstellungen“. Der Onboarding-Prozess orientiert sich dabei an einer klassischen Mitarbeiter:innenaufnahme: Unternehmen müssen definieren, welche Position sie besetzen wollen und welche Aufgaben der digitale Mitarbeiter übernehmen soll.
Vorgesehen ist eine Probezeit von drei bis sechs Monaten, danach erfolgt eine dauerhafte Anstellung. Kollega bekommt zudem ein Gehalt, wie Kürner beschreibt und einzelnen Fällen ist auch eine erfolgsabhängige Vergütung vorgesehen, etwa gekoppelt an Kundenzufriedenheit oder erfolgreich abgewickelte Prozessen.
Kollega in Europa gehostet
Gehostet wird das System ausschließlich in Europa, in einer Cloud-Infrastruktur in Frankfurt. Open-Source-Modelle sollen im Laufe des Jahres integriert werden, sobald Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
„Das wichtigste Ziel ist es jetzt, Unternehmen konkret aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sich durch den Einsatz eines autonomen digitalen Mitarbeiters ergeben. Viele Betriebe können nicht weiteres Personal aufbauen oder notwendige Tätigkeiten blockieren schlicht die Workforce. Gleichzeitig sind zahlreiche Organisationen noch nicht ausreichend hybrid aufgestellt“, sagt Kürner. „Mit unserem Konzept greifen wir daher einer kommenden Entwicklung der nächsten drei bis fünf Jahre vor.“





