Jaron Lanier, einer der einflussreichsten Denker des digitalen Zeitalters, war bei uns im brutkasten-Studio in Wien zu Gast. Er ist Tech-Pionier, Musiker, Autor, Philosoph und Prime-Unifying-Scientist bei Microsoft.
Im Gespräch mit Dejan Jovicevic (brutkasten Co-Founder & CEO) und Co-Host Martin Rauchbauer (Co-Founder, Tech Diplomacy Network) macht er deutlich: Künstliche Intelligenz ist kein „neues Leben“, keine bewusste Entität, sondern das verdichtete Ergebnis menschlicher Arbeit. Jede Entscheidung, jeder Datensatz, jedes Modell geht letztlich auf Menschen zurück.
Lanier warnt davor, KI-Systeme zu vergöttern oder als selbstständige Akteure zu betrachten. Damit übertragen wir Verantwortung und letztlich Macht an wenige Konzerne, die diese Systeme kontrollieren. Der Glaube an „lebende Maschinen“ ist für ihn weniger wissenschaftlich als theatralisch: eine Inszenierung, die unsere Wahrnehmung von Intelligenz und Bewusstsein verzerrt.
Um diese Themen geht es im Video-Talk: Die menschliche Dimension von KI
- Warum Jaron Lanier Künstliche Intelligenz nicht als neues Wesen, sondern als Verdichtung menschlicher Arbeit versteht.
- Wie der Glaube an „bewusste Maschinen“ zu einer gefährlichen Machtverschiebung hin zu großen Technologiekonzernen führt.
Silicon Valley, Europa und der Wettbewerb der Narrative
- Warum China das Spiel der Netzwerkeffekte verstanden hat – und Europa noch immer auf der Suche nach seiner Rolle ist.
- Wie sich das Startup-Ökosystem des Silicon Valley verändert hat: von echter Innovation hin zu einem System des schnellen Exits.
Verantwortung, Ethik und der „Glaube an Menschen“
- Warum Technologie für Lanier kein Akteur, sondern menschliches Handeln ist.
- Weshalb der Philosoph und Musiker fordert, dass wir KI entmystifizieren und wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Gesellschaftlicher Ausblick
- Was Lanier über die Zukunft von Medien, Kreativität und Realität sagt – und warum die größte Herausforderung unserer Zeit der „Krieg um das Echte“ ist.
- „Es gibt eine Grenze für Intelligenz – aber keine für Dummheit“: Was dieses Bonmot über unsere digitale Zukunft verrät.








