17.04.2025
ÜBERNAHME

Lambda: Tiroler Wärmepumpen-Startup übernimmt deutsches Unternehmen

Lambda hat eine eigene, besonders energieeffiziente Wärmepumpe entwickelt. Mit der hessischen Energiereform wird ein Vertriebs-Profi übernommen.
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Die Lambda-Gründer Florian Entleitner und Florian Fuchs | (c) Lambda
Die Lambda-Gründer Florian Entleitner und Florian Fuchs | (c) Lambda

Das Thema Wärmepumpe hat in Österreich einige Startups bzw. Jungunternehmen hervorgebracht. Hervorstechend war hier zuletzt das auf Installation spezialisierte Wiener Unternehmen Heizma, das es innerhalb weniger Monate nach der Gründung zu einer beachtlichen Größe gebracht hat. Auch das Salzburger Startup Enercube kann mit seinem Wärmepumpen-Komplettsystem für Mehrfamilienhäuser schon einige Erfolge vorweisen. Ein weiterer Player kommt aus Kirchbichl in den Kitzbüheler Alpen in Tirol: 2019 gegründet, hat Lambda eine eigene Wärmepumpe entwickelt.

Besonders energieeffiziente Wärmepumpen

Die Lambda-Wärmepumpen sollen durch besondere Energieeffizienz punkten und nicht nur in Neubauten, sondern auch in Bestandsgebäuden ökonomisch betrieben werden können. Zudem seien die Geräte auf extreme klimatische Bedingungen optimiert – das Startup verweist auf die rauen Winter mit oftmals Minus 15 Grad in den Kitzbüheler Alpen. Mittlerweile verkaufe man „viele tausend“ Luftwärmepumpen pro Jahr und habe ein Unternehmenswachstum im dreistelligen Prozentbereich.

Lambda übernimmt deutsche Energiereform

Vor Kurzem gab Lambda nun die Übernahme des deutschen Unternehmens Energiereform bekannt – ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Firma mit Sitz im Bundesland Hessen ist auf Vertrieb und Service von Wärmepumpen spezialisiert und zählt zu den größeren Anbietern in Deutschland in diesem Bereich. Schon bislang verkaufte es Lambda-Wärmepumpen.

„Die Integration von Energiereform ermöglicht es uns, unsere technologischen Innovationen noch schneller zum Kunden zu bringen – mit verbesserter Logistik und kurzen Reaktionszeiten im technischen Support“, werden die beiden Lambda-Geschäftsführer Florian Fuchs und Florian Entleitner dazu in einer Aussendung zitiert.

Marke bleibt bestehen

Die Marke Energiereform bleibt erhalten, ebenso wie die operative Leitung und bestehende Verträge und Ansprechpartner:innen. „Die Eingliederung in die Lambda-Unternehmensfamilie eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten – für das Unternehmen, unsere Mitarbeitenden und unsere Kunden. Gemeinsam schaffen wir eine stabile Basis“, kommentiert Energiereform-Geschäftsführer Clemens Hill. Nun soll auch das Zentrallager im hessischen Hünsfeld ausgebaut werden.

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Digicusts neue Führungsebene (v.l.) Manuel Strausz, Thomas Übellacker, Matthias Pfeiler, Tolga Erkoç und Bernhard Klug

Nachdem das niederösterreichische Unternehmen Digicust im Dezember 2025 seine Gesamtsumme an Investments und Förderungen auf 2,3 Millionen Euro ausbauen konnte, folgt nun die organisatorische Anpassung. Ziel ist es laut Unternehmen, klare Verantwortlichkeiten für das globale Wachstum zu schaffen.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Das neue Führungsteam rekrutiert sich vorwiegend aus den eigenen Reihen. Co-Founder Thomas Übellacker übernimmt die Position des CTO und Managing Directors. In der Wiener Szene ist Übellacker kein Unbekannter: Er gründete zuvor das KI-Startup Texterous und initiierte 2025 Wiens erste „Start-up-WG“, ein 480 Quadratmeter großes Loft inklusive Pool und Sauna, in dem mehrere Gründer:innen gemeinsam leben und arbeiten. Die technische Architektur leitet Co-Founder Manuel Strausz als Chief Software Architect. Er begleitet Digicust bereits seit den Anfängen im Jahr 2020 und war zuvor beim Softwareunternehmen Fabasoft tätig.

Den Vertrieb verantwortet künftig Tolga Erkoç als Chief Sales Officer, der seit 2024 an Bord ist und davor unter anderem für Xing tätig war. Die Rolle des Chief Marketing Officers übernimmt Bernhard Klug, der zuvor Marketing-Erfahrung beim CleanTech-Unternehmen neoom sowie auf selbstständiger Basis sammelte. Mitgründer Matthias Pfeiler fokussiert sich als CEO weiterhin auf die übergeordnete Unternehmensstrategie sowie auf Investor Relations.

„Ab einem gewissen Punkt braucht nachhaltiges Wachstum klare Verantwortlichkeiten“, erklärt Pfeiler. Mit diesem Team sei man laut dem CEO „ideal aufgestellt“, um das Unternehmen als Automatisierungsschicht für weltweite Zollprozesse zu etablieren.

Expansion nach Millionen-Finanzierung

Digicust entwickelt modulare KI-Komponenten für die Dokumentenverarbeitung, um manuelle Aufwände und Fehlerquoten bei Speditionen zu reduzieren. Bereits in der Vergangenheit lag der Fokus des Startups stark auf der Zoll-Digitalisierung und dem damit verknüpften internationalen Rollout.

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