26.02.2025
LAUNCH

refurbed bietet ab sofort gebrauchte Kinder- und Baby-Produkte an

Das Wiener Scaleup refurbed launcht heute eine neue Produktkategorie: Ab sofort können auch refurbished Baby- und Kinderartikel über den Online-Marktplatz erworben werden.
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Das refurbed-Founderteam Kilian Kaminski, Peter Windischhofer und Jürgen Riedl (c) refurbed

Das Wiener Scaleup refurbed rund um Gründertrio Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl positioniert sich selbst als einer der am schnellsten wachsenden Online-Marktplätze in Europa.

Seit seiner Gründung 2017 schrieb man einige Schlagzeilen. Um nur wenige zu nennen: Die B-Corp-Zertifizierung, mehrere abgeschlossene Finanzierungsrunden in mehrstelliger Millionenhöhe und ein Stellenabbau, der gut 20 Prozent der Belegschaft getroffen hat – brutkasten berichtete.

refurbed erweitert Sortiment

Nun meldet sich das Scaleup mit einem neuen Geschäftsfeld zu Wort: refurbed will einen weiteren Schritt in Richtung Vielfalt und Nachhaltigkeit gehen und erweitert sein Sortiment um Baby- und Kinder-Equipment. Ab sofort sind Produkte wie Kinderwägen, Hochstühle, Babywippen und Tragen von namhaften Marken wie Maxi-Cosi und Hauck erhältlich. Auch Produkte von Startups wie byeagain und StrollMe sind verfügbar.

„Keine Abstriche bei Qualität, aber dennoch nachhaltig“

Mit der Einführung der neuen Produktlinie erreicht das Scaleup einen „weiteren Meilenstein in seiner Mission, alle Produkte des täglichen Bedarfs auf seinem Recommerce-Marktplatz anzubieten“, wie es in der offiziellen Aussendung heißt. Die neuen Produkte richten sich an Eltern, die „keine Abstriche bei Qualität machen, aber dennoch nachhaltig und auch mit Blick auf die Ausgaben einkaufen möchten oder müssen“.

CEO Peter Windischhofer sagt dazu: „Wir füllen eine Angebotslücke, denn refurbished Equipment für Babys und Kinder ist günstiger als Neukauf und gegenüber Gebrauchtware besticht unser Angebot mit überprüfter Qualität, Hygiene sowie Sicherheit beim Kauf“.

Verlängerung der Lebenszyklen von Produkten

Refurbed grenzt sich mit seinen generalüberholten Produkten bewusst von klassischen Second-Hand-Plattformen ab. Die Produkte seien vollständig funktionsfähig. Zudem bieten sie Käufer:innen zusätzliche Sicherheit durch ein 30-tägiges Rückgaberecht sowie mindestens zwölf Monate Garantie.

„Natürlich bieten wir ein Nachhaltigkeitsversprechen: Durch das Refurbishment verlängern wir den Lebenszyklus der Produkte und sparen so kostbare Ressourcen ein“, so Windischhofer. Refurbed biete Eltern damit eine klare „Win-Win-Win-Situation“. Mit diesem Ansatz verfolgt das Unternehmen seine Mission, den Konsum nachhaltig zu verändern und die Lebenszyklen bestehender Produkte zu verlängern.

Hohe Chancen auf Unicorn-Status

Erst im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen für seine Nachhaltigkeitsstrategie mit der B-Corp-Zertifizierung ausgezeichnet. Nach einer Finanzierungsrunde von 47 Millionen Euro im Jahr 2021 folgte 2023 eine weitere über 54 Millionen Euro. Damit zählt refurbed zu den vielversprechendsten Anwärtern auf den Unicorn-Status.

Wie eingangs erwähnt, kündigte das Scaleup Anfang Feber einen unternehmensweiten Stellenabbau an – brutkasten berichtete. Konkret sollen davon 20 Prozent der Belegschaft betroffen sein. Diesen Schritt tätigte refurbed, um „schlanker und effizienter zu werden“. Das langfristige Wachstum stehe dabei im Vordergrund, gab Co-Founder Windischhofer Anfang Feber bekannt.

Ursprünglich startete refurbed mit dem Verkauf von erneuerten Elektrogeräten wie Smartphones, Laptops und Tablets. Heute umfasst das Sortiment mehr als 18.000 Produkte. Das Unternehmen ist inzwischen in 11 Ländern aktiv, darunter Deutschland, Österreich, Schweden, Italien, Irland, die Niederlande und Dänemark – seit Juni 2024 auch in Belgien, Finnland, Portugal und Tschechien.

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Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Von der Innovation zur Skalierung und von der Skalierung zu einem stärkeren Europa“ mit diesem einen Satz könne man das große Ziel für den europäischen Energiesektor zusammenfassen, sagt VERBUND-X-Geschäftsführer Franz Zöchbauer in seinen einführenden Worten zum VERBUND Venture Day 2026, der erstmals beim neuen Energy-Launchpad-Partner WU Wien stattfand. „Wir haben die Lösungen, aber es dauert zu lange, bis sie am Markt sind. Wir müssen skalieren, aber kein Player kann das alleine. Es braucht ein Ökosystem und hier zählen die Menschen“, so Zöchbauer.

Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Die Zusammenarbeit im Ökosystem als Motto beim VERBUND Venture Day ist nicht neu, der Diskurs, in den das Motto dieses Jahr eingebettet ist, durchaus: Auch hier dominiert das große Thema europäische Souveränität. Der Titel des diesjährigen Events lautet „Scaling Beyond Borders“.

10,25 Billionen Euro für die Energiewende

Zöchbauer drückt die Ambition hinter der eingeforderten Skalierung in Zahlen aus: Es brauche Schätzungen zufolge 10,25 Billionen Euro, um das Energiesystem Europas bis 2040 zu transformieren. „Das ist 70 mal das Volumen des Marshallplans oder das Volumen von 25 Jahren globale VC-Investments“, so der VERBUND-X-Geschäftsführer. Es handle sich also um eine epochale Investment-Chance. Doch er erinnert: „Zahlen ändern die Welt nicht. Menschen tun es.“

Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Dabei sei die Energiewende keineswegs nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, betont VERBUND-COO Achim Kaspar in einer Panel-Diskussion unter dem Titel „Owning the Future“: „Wir sind an einem Wendepunkt. Man liest jeden Tag von Problemen beim Transport fossiler Energieträger. Wir müssen auf erneuerbare umsteigen.“ Für VERBUND sei dabei schon lange klar: „Wir wollen nicht das nächste Kodak werden.“

„Es laufen mehrere Energiewenden parallel“

Diese europäische Sicht auf die Energiewende setzt Angela Wilkinson, CEO des World Energy Council, im Panel und bei ihrer Keynote in die globale Perspektive: „Es laufen mehrere Energiewenden parallel. In Europa geht es um den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Im nahen Osten etwa geht es um Technologien, um den CO2-Ausstoß auch mit fossilen Energieträgern auf Null zu bringen.“

Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Bei der Souveränität gehe es letztlich um die Möglichkeit, sich seine Abhängigkeiten auszusuchen, „nicht um teuren Isolationismus“, meint Wilkinson. Was ihr insgesamt fehle, sei eine kollektive Vision für eine bessere Zukunft. „Wir haben klare Ziele bei der CO2-Reduktion, aber keine gemeinsame positive Perspektive. Wir haben die Energiewende zwar an die Wall Street gebracht, aber nicht auf die Hauptstraße, wo die Menschen sind.“

Konsequenter Fokus auf die Kund:innen

Darum, wie die Transformation direkt zu den Menschen gebracht werden kann, ging es in einem Talk von VERBUND-CEO Michael Strugl und Greg Jackson, Gründer von Octopus Energy. Strugl sieht das britischen Unternehmen dabei als Vorbild: „Octopus ist ein echter Champion, wenn es um Kundenservice geht.“ Als er Jackson zum ersten Mal nach dessen Geschäftsmodell gefragt habe, sei die Antwort denkbar simpel gewesen: „Ich will den Kunden weniger verrechnen.“ Dieser konsequente Fokus auf die Kund:innen sei der Schlüssel, sagt Strugl.

Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Viele Energieunternehmen würden Kund:innen bisher nur als reine Abnehmer verstehen, meint Jackson. Octopus setze stattdessen auf radikale Vereinfachung und digitale Flexibilität: „Statt schwer lesbarer, regulierter PDFs nutzen wir einfache E-Mails, auf die man direkt antworten kann.“ Diese Kundennähe gepaart mit intelligenter Steuerung – etwa beim Laden von Elektrofahrzeugen – sei der Treiber für das rasante Wachstum des Unternehmens. Für Strugl ist das eine klare Orientierung für die gesamte Branche: „Innovatoren und Disruptoren helfen uns dabei, das gesamte System in ein erneuerbares, dezentrales und digitalisiertes Energiesystem zu verwandeln.“

Tragende Rolle für Gründer:innen – Unis entscheidend

Es sind also nicht nur Politiker:innen und Verantwortliche in Energiekonzernen, sondern auch Gründer:innen, die bei der Energiewende eine tragende Rollen spielen. Hier wiederum sind die Universitäten entscheidende Akteure, wie Franz Zöchbauer am Panel gemeinsam mit WU-Wien-Rektor Rupert Sausgruber und TU-Wien-Rektor Jens Schneider erläutert. „Es gibt im Energiesektor so viel Potenzial, aber man braucht nicht nur viel Geld sondern auch die Ideen“, bringt es Schneider auf den Punkt.

Jens Schneider (l.) und Rubert Sausgruber (r.) | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“

Dass natürlich auch die Politik ihren Beitrag leisten muss, um die Skalierung über die Grenzen hinaus zu ermöglichen, erörtert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in ihrer Keynote. Man müsse die Herausforderung angehen, Startups in Europa zu halten. „Wir haben starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“, sagt Zehetner und spricht nicht nur das bekannte Thema Wachstumskapital, sondern unter anderem auch die Ausgründungsbedingungen für universitäre Spinoffs an.

Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Als konkrete Maßnahmen – teils auf europäischer, teils auf nationaler Ebene – nennt die Staatssekretärin etwa den European Scaleup Fund und den heimischen Dachfonds und die Notwendigkeiten, die europäische Kapitalmarktunion zu stärken und die Mitarbeiter:innenbeteiligung auch durch steuerliche Anreize weiter zu verbessern. Denn letztlich sei das Ziel – ganz getreu dem Motto des Venture Days – klar: „Erfinde dein Produkt hier, bau dein Unternehmen hier und skaliere hier, aber verkaufe dein Produkt in die ganze Welt.“

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