29.11.2024
AUSZEICHNUNG

Greenstart 2024: Diese 3 Startups holen sich je 20.000 Euro Preisgeld

Die drei Sieger-Startups aktuellen Durchgangs von Greenstart stehen fest. Die Startup-Initiative des Klima- und Energiefonds geht 2025 in die mittlerweile zehnte Runde.
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(c) stills&(e)motions-AlexWieselthaler / Klima- und Energiefonds

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und traditionell ist dies auch in der heimischen Startup-Landschaft die Zeit für alle möglichen Rückblicke, Awards oder Rankings. Auch der Greenstart-Wettbewerb des Klima- und Energiefonds reiht sich in diese Liste ein und zeichnet alljährlich Ende November bzw. Anfang Dezember die Sieger-Startups aus. Heute Freitag war es nun wieder soweit: Die Sieger-Startups für 2024 stehen fest, die sich nun über je 20.000 Euro Preisgeld freuen dürfen.

Das sind die Sieger-Startups

In diesem Jahr wurden Businessmodelle ausgezeichnet, die mit nachhaltigen Lösungen zur Raumkühlung, CO₂-Speicherung und ökosozialen Sanierung die Fachjury sowie die Teilnehmer:innen im Online-Voting überzeugten. Der Titel „greenstar 2024“ ging an „Zukunft Bestand“, „TerraBreeze by Social Cooling“ und „sequestra“.

„Mit ihren innovativen Lösungen geben die Startups wertvolle Impulse für die Energiewende. Ihre Ansätze sind Vorbilder für eine nachhaltige Wirtschaft und machen sichtbar, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, so der Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, Bernd Vogl.

Die Lösungen und Geschäftsmodelle der Sieger-Startups

Die Förderinitiative des Klima- und Energiefonds ging 2024 in die mittlerweile neunte Runde. Hier ein Überblick zu den Lösungen der drei Sieger-Startups aus dem aktuellen Batch:

Zukunft Bestand von „projektstudio zt“ bietet eine standardisierte B2B-Dienstleistung zur ökosozialen Sanierung von Wohnhausanlagen an. Ziel ist es, Vorreiter für klimafreundliche Gebäudesanierungen in Österreich zu werden. Das Konzept ist darauf ausgelegt, den Gebäudebestand zu erhalten, für alle Altersgruppen zugänglich und barrierefrei zu gestalten sowie erneuerbare Energien effizient einzusetzen.

TerraBreeze by Social Cooling: Das Startup Social Cooling möchte die Kühltechnologie mit seiner Klimaanlage „TerraBreeze“ revolutionieren. Diese benötigt bis zu 40 Prozent weniger Strom als herkömmliche Geräte und zeichnet sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit als Plug-and-Play-Lösung aus. Zum Einsatz kommen umweltfreundliche Kältemittel.

sequestra: Mit einem neuartigen Verfahren zur CO2-Sequestrierung aus industriellen Reststoffen will sequestra dazu beitragen, die CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren. Das Unternehmen entwickelt Technologien, die das Potenzial solcher Materialien als langfristige CO2-Senker maximieren. Neben der Speicherung und dem Einsatz in CO2-Zertifikaten bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, die karbonatisierten Materialien in neuen Märkten zu nutzen.

Greenstart: Der nächste Call startet

Auch in der zehnten Runde sind Startups eingeladen, sich zu bewerben und ihre klimarelevante Geschäftsidee weiterzuentwickeln. Teams und Gründer:innen können bis zum 14. Feber 2025 einreichen. Aus allen Bewerbungen wählt eine Fachjury die TOP-10 Startups aus. Diese erhalten ein umfangreiches Unterstützungsprogramm, das ein halbes Jahr dauert.


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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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