03.08.2021

Zoom: 85 Millionen US-Dollar Entschädigung an User

Der Videocall-Anbieter legt damit einen Rechtsstreit bei, der seit knapp nach Beginn der Corona-Pandemie andauert.
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Mit dem schier unglaublichen Wachstum des Videocall-Anbieters Zoom zu Beginn der Corona-Pandemie vergangenes Jahr, ließ auch heftige Kritik am Unternehmen nicht lange auf sich warten. Dabei kamen auch einige handfeste rechtliche Vorwürfe auf, die im März 2020 in einer Sammelklage einiger US-User vorgebracht wurden (im Laufe der Zeit kamen noch mehrere weitere Klagen hinzu). Dabei ging es etwa um „Zoombombing“, also User, die ungewollt Meetings betreten, um dort z.B. politischen Aktionismus zu betreiben. Auch irreführende Werbung und Datenschutz-Probleme, konkret die Weitergabe von Daten an Dritte, etwa an Facebook, Google und LinkedIn wurden thematisiert.

Nun erzielten Zoom und die Kläger eine Einigung vor Gericht. Der Videocall-Riese sicherte dabei eine Entschädigungszahlung von 85 Millionen US-Dollar zu und versprach weitere Maßnahmen, um Personen daran zu hindern, ungewollt in Meetings einzudringen. Dazu zählt etwa, dass Nutzer künftig gewarnt werden sollen, wenn Teilnehmer in Meetings Apps von Drittanbietern nutzen. Mitarbeitern sollen zudem spezielle Schulungen zum Thema Datenschutz und zur Handhabung von Daten angeboten werden. Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer hätten für Zoom höchste Priorität. Man sei stolz auf die Fortschritte, die man mit der Plattform bereits gemacht habe, und werde weiterhin Innovationen mit Augenmerk auf Datenschutz und Sicherheit entwickeln, heißt es von Zoom in einer Erklärung dazu.

Dank Sammelklage-Recht bekommen wohl viele Zoom-User Geld zurück

Von der hohen Zahlung dürften letztlich nicht nur die Kläger sondern sehr viele User profitieren. Denn das US-Sammelklage-Recht („class action lawsuit“) sieht in diesem Fall – wenn das Gericht entsprechend entscheidet, was als wahrscheinlich gilt – eine Entschädigung der gesamten betroffenen „Klasse“, also der zahlenden US-Zoom-Kunden im zur Disposition stehenden Zeitraum vor. Konkret werden diese nach derzeitigem Stand entweder 15 Prozent ihres Abonnements oder 25 US-Dollar zurückerstattet bekommen. Die Einigung ist noch nicht rechtskräftig und muss erst vom zuständigen Bezirksgericht in San Jose im US-Staat Kalifornien bestätigt werden.

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Jausengeld: Essenszuschuss im Kreditkartenformat

Jausengeld verspricht eine einfache Lösung für den steuerbefreiten Essenszuschuss durch Unternehmen. Dahinter steht ein ungewöhliches Joint Venture.
/jausengeld/
Das Jausengeld-Team bei 2 Minuten 2 Millionen
Das Jausengeld-Team bei 2 Minuten 2 Millionen | (c) Puls 4/Gerry Frank

Die Möglichkeit, Mitarbeiter:innen steuerfrei Essensgeld auszuzahlen, nutzen viele Unternehmen seit langem. Weil das Geld zweckgewidmet sein muss und daher nicht einfach bar ausbezahlt werden darf, gibt es mehrere (Gutschein-)Systeme am Markt, die mitunter technologisch schon lange in die Jahre gekommen sind. Klar also, dass immer wieder neue Player mit Alternativen auf den Markt kommen. Einer davon ist Jausengeld mit Sitz in Innsbruck.

Jausengeld verfällt, wenn es nicht ausgegeben wird

Das Unternehmen setzt auf eine eigene Karte, die die Mitarbeiter:innen einmal bekommen und dann immer wieder aufladen können. Diese ist mit Kreditkarten-Terminals kompatibel, die sich Wirten für einmalig 79 Euro freischalten lassen können. Danach müssen diese keine weiteren Gebühren zahlen, um Partner zu bleiben. Unternehmen zahlen für das Setup des Systems 290 Euro sowie – abhängig von der Menge – einen kleinen Betrag pro Karte, die auch im Corporate Design angeboten wird. Danach ist nur mehr ein Euro pro Mitarbeiter:in pro Monat zu zahlen.

Eine Besonderheit am Jausengeld-System: Der Zuschuss für die Mitarbeiter:innen wird täglich via App auf die Karte geladen. Wird er nicht benutzt, entfällt er und es entstehen keine Kosten für die Arbeitgeber. „Ansparen“ geht also nicht. Das soll freilich die Motivation erhöhen, das Essensgeld auch tatsächlich auszugeben – ein Argument, um Wirte vom System zu begeistern. Diese haben außerdem die Möglichkeit, über die App gezielt zu werben und Statistiken zum Nutzerverhalten zu bekommen.

Zu 50 Prozent in Besitz des Tiroler Gemeindeverbands

Diese Woche ist Jausengeld bei 2 Minuten 2 Millionen zu sehen. Potenzielle Investor:innen in der Puls4-Show erwartet dabei eine außergewöhnliche Anteilseigner-Kombination. Denn das 2020 gegründete Unternehmen ist ein Joint Venture (je 50 Prozent) der Salzburger Software-Schmiede Brain Behind und des IT-Dienstleisters gemnova, der zu 100 Prozent dem Tiroler Gemeindeverband gehört.

Außerdem in dieser Folge von 2 Minuten 2 Millionen zu sehen: Gleam, KrenBlem, Bumpli und Phönix.

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