29.06.2020

Verbund X: Verbund initiiert Energie- und Infrastruktur-Accelerator

Der Verbund startet mit namhaften Partnern einen neuen Accelerator, bei dem Startups und Corporates gemeinsam Probleme im Energie- und Infrastruktur-Sektor lösen.
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Verbund
(c) Verbund

Der Verbund ruft gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft, OMV, Post, Austrian Power Grid sowie den strategischen Partnern ÖBAG, Erste Group, Green Tech Cluster, voestalpine, Stanford University Nanoscale Prototyping im Rahmen des neu gestarteten „VERBUND X Accelerator“ Programms Startups auf, Lösungen für die Themenbereiche Energie und kritische Infrastruktur einzureichen. Das Accelerator Programm wird in Kooperation mit der  Laboratory und RISE Accel umgesetzt. Das Accelerator Programm wird von WhatAventure umgesetzt.

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Den Partnern zufolge liegt das Ziel des Accelerators darin, „Lösungen in Form von nachhaltigen Geschäftsmodellen zu suchen und gemeinsam umzusetzen“. Themen wie die Klimakrise und Corona hätten gezeigt, dass es einen kooperativen Ansatz unterschiedlicher Player braucht, um erfolgreich zu sein.

Verbund Accelerator: Der Ablauf

„VERBUND X Accelerator. The Energy & Infrastructure Innovation Platform“ startet am 29. Juni mit der strukturierten Suche nach innovativen Startups für sechs Herausforderungen aus dem Energie- und Infrastruktur Bereich. Zu den Suchfeldern zählen Themen wie Infrastruktur der Zukunft, Energiemanagement-Prognosen, Energieeffizienzlösungen, Optimierungslösungen für den Betrieb von Wasserkraftanlagen, genauso wie Innovationen im Bereich Photovoltaik und Wasserstoff. Die Application-Deadline für Startups ist laut Website der 26. Juli.

Über den Sommer werden im „VERBUND X Accelerator“ Programm Startups gesucht und in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt. Im November 2020 sollen die finalen Startups feststehen, mit denen in weiterer Folge eine Kooperation geschlossen wird.

Die Schwerpunkte des Verbund Accelerators

Die Partner des Programms suchen gemeinsam nach neuen, innovativen Lösungen. Das Thema Infrastruktur der Zukunft wird von der Bundesimmobiliengesellschaft, Post und Austrian Power Grid getragen: Hier richtet sich die Suche nach innovativen Lösungen für den Betrieb und die Wartung von kritischer Infrastruktur. Zu den Lösungsansätzen können Entwicklungen im Bereich Fernwartung, Diagnostik, aber auch 3D-Druck von Ersatzteilen zählen.

Im Bereich Wasserstoff engagiert sich OMV, ganz konkret geht es hier um das Thema Speicherung von Wasserstoff beziehungsweise eines Wasserstoff-Trägers, damit dieser je nach lokalem Bedarf als Energieträger eingesetzt werden kann.

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Teamfoto Klartext AI | (c) Leandra Schurz Photography

Elektronikprodukte enthalten wertvolle Rohstoffe, werden aber häufig so entwickelt, dass sie sich nicht einfach reparieren, wiederverwenden oder recyceln lassen. Das Wiener Startup Klartext AI will mit Künstlicher Intelligenz dazu beitragen, das zu ändern. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt KI-Lösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche, darunter doclarity, ein Tool zur Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Im Rahmen des Eureka-Forschungsprojekts „ManageR“ entwickelt es einen KI-Assistenten, der Elektronikhersteller bei Entscheidungen zur Kreislaufwirtschaft unterstützen soll. Dafür erhält Klartext AI eine Förderung von rund 250.000 Euro von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Das Projekt startete am 1. Oktober 2026 und läuft über drei Jahre. Klartext AI ist dabei für die KI-Technologie zuständig und entwickelt den sogenannten ‚ManageR Copilot‘. Dieser soll Informationen über Produkte, Materialien und gesetzliche Vorgaben zusammenführen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

KI soll Reparatur und Wiederverwendung bewerten

Im Mittelpunkt von ManageR steht ein digitales Bewertungs- und Optimierungstool. Dieses soll Unternehmen dabei helfen, für einzelne Produkte und Komponenten geeignete Kreislaufstrategien zu finden. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, ob Bauteile repariert, wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt werden sollten. Die Software soll in unterschiedlichen Phasen des Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen – etwa bei der Entwicklung oder im Einkauf. Je nach Lebenszyklusphase soll das System unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben ökologischen Faktoren soll dabei auch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Eine Herausforderung ist dabei die Vielzahl an benötigten Informationen. Dazu zählen etwa Produktstücklisten, Materialdaten, regulatorische Anforderungen und branchenspezifisches Fachwissen. Diese Informationen sind häufig auf unterschiedliche Systeme und Abteilungen verteilt oder liegen bei einzelnen Experten. Das Wiener Startup entwickelt deshalb ein KI-Agentensystem samt Benutzeroberfläche, das die Daten verknüpfen soll. Ein besonderer Schwerpunkt liegt laut Anna Poledna, Business Development bei Klartext AI, auf der Nachvollziehbarkeit: Nutzer sollen erkennen können, auf welchen Informationen und Quellen die Vorschläge beruhen. Technologisch setzt das Startup dafür unter anderem auf Wissensgraphen und Multi-Agenten-Systeme.

Eine Rolle bei der Entstehung des Projekts spielten laut Poledna auch neue EU-Vorgaben. Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) soll unter anderem die Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten verbessern. Der Digitale Produktpass soll künftig Informationen zu Materialien, Reparaturmöglichkeiten und Umweltauswirkungen verfügbar machen.

Zusammenarbeit mit Fraunhofer und Industrieunternehmen

An ManageR sind neben Klartext AI das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), die Universität Stuttgart sowie die deutschen Unternehmen ifm und Ansmann beteiligt. Fraunhofer koordiniert das Projekt und entwickelt unter anderem ein Bewertungsmodell, während die Universität Stuttgart ihre Expertise in der Ökobilanzierung einbringt. Die beiden Industrieunternehmen stellen ein 3D-Kamerasystem und ein Ladegerät zur Verfügung, an denen die Technologie getestet werden soll.

„Für uns ist es großartig, dass wir unsere KI-Forschung direkt in die Anwendung bringen können. In ManageR entwickeln wir gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen neue Methoden und testen sie gleichzeitig an echten Industrieprodukten“, sagt Poledna.

Nach Abschluss des Forschungsprojekts im September 2029 soll die Technologie laut Poledna kommerziell angeboten werden. Geplant ist, sie künftig auch für weitere Elektronikprodukte einzusetzen. Wie breit das System anwendbar sein wird, hängt insbesondere von der Verfügbarkeit entsprechender Daten ab.

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Verbund X: Verbund initiiert Energie- und Infrastruktur-Accelerator

  • Der Verbund ruft gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft, OMV, Post, Austrian Power Grid sowie den strategischen Partnern ÖBAG, Erste Group, Green Tech Cluster, voestalpine, Stanford University Nanoscale Prototyping im Rahmen des neu gestarteten „VERBUND X Accelerator“ Programms Startups auf, Lösungen für die Themenbereiche Energie und kritische Infrastruktur einzureichen.
  • Das Accelerator Programm wird in Kooperation mit der  Laboratory und RISE Accel umgesetzt.
  • Zu den Suchfeldern zählen Themen wie Infrastruktur der Zukunft, Energiemanagement-Prognosen, Energieeffizienzlösungen, Optimierungslösungen für den Betrieb von Wasserkraftanlagen, genauso wie Innovationen im Bereich Photovoltaik und Wasserstoff.
  • Über den Sommer werden im „VERBUND X Accelerator“ Programm Startups gesucht und in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt.
  • Im November 2020 sollen die finalen Startups feststehen, mit denen in weiterer Folge eine Kooperation geschlossen wird.

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