18.09.2017

Startup waterdrop bringt exklusiven Deal mit BIPA ins Trockene

Die Erfinder von waterdrop, den kleinen Brausewürfeln, wollen das Trinkverhalten revolutionieren. Nun ist die BIPA Parfümerien GmbH auf den neuen Lifestyle-Zug aufgesprungen und hat den Microdrink österreichweit ins Sortiment aufgenommen.
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(c) waterdrop

Das im Jänner diesen Jahres lancierte Lifestyle-Produkt im Brauseformat, „waterdrop” soll Wasser mit Aromen, Vitaminen und Superfood-Extrakten anreichern. Nach nicht einmal neun Monaten am Markt hat das Startup nun einen weiteren, großen Erfolg zu verzeichnen. Die Drogeriekette BIPA führt den innovativen Microdrink ab sofort in ihren rund 600 Filialen. Somit ist das Produkt nun flächendeckend in ganz Österreich erhältlich. „Wir sind stolz das innovative Lifestyle- und Gesundheitssegment von BIPA weiter ergänzen zur dürfen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, so waterdrop Geschäftsführer Martin Donald Murray. Für diese exklusive Handelspartnerschaft wurden zudem neue 12-Packs kreiert. Das Packaging wurde von waterdrop Chief Design Officer Christoph Hermann gemeinsam mit der bekannten Illustratorin Marusha Belle konzipiert.

Redaktionstipps

Weitere Stores und Boutiquen geplant

Neben temporären Pop-up-Stores werden bis Jahresende neben den waterdrop-Boutiquen in der Wiener SCS, neue Geschäfte im Donauzentrum, in der PlusCity in Pasching, in Salzburg und in Graz folgen. Zudem eröffnet das Team im November für drei Monate einen Concept-Store auf der Mariahilferstraße in Wien. „Wir haben unser breites Vertriebskonzept aktuell auf vier Standbeine gestellt. Das sind die eigenen Stores, der Online-Verkauf, der B2B-Bereich für Büros oder die Hotellerie und im Retail ist nun die REWE Group bzw. BIPA unser Partner”, erklärt Murray.

Internationalisierung

Seit der Markteinführung im Jänner diesen Jahres konnte das Startup bereits Stückzahlen im siebenstelligen Bereich verkaufen. „Österreich ist für uns grundsätzlich ein Testmarkt und wir wollen ab 2018 verstärkt unsere Internationalisierung in Angriff nehmen – auch unser Investorenkreis ist international. Vor allem die USA und der Mittlere Osten sind spannende Regionen, in denen wir hohen Zuspruch haben. Es wird also noch spannender”, erklärt Martin Donald Murray und ergänzt. „Im Hintergrund passiert sehr viel und auch die vier Geschmacksrichtungen von waterdrop haben wir nochmals überarbeitet.”

Tipp: Auf der Facebook-Page von waterdrop gibt es zum Verkaufsstart bei BIPA ein kleines Video zu sehen und ein großes Gewinnspiel!

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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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