19.09.2018

SMARACIS: Rundum-sorglos-Gründungspaket für Startups

Des einen Leid ist des anderen Freud: Nur die wenigsten GründerInnen beschäftigen sich gerne mit Rechtsform, Steuern, Vertrieb und Webauftritt. Stefan und Thomas Weigelhofer von SMARACIS bieten ein individuell zugeschnittenes Gründungspaket an, damit sich GründerInnen auf das Wesentliche fokussieren können.
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(c) SMARACIS. Das Gründerteam von SMARACIS, Stefan und Thomas Weigelhofer.
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Ein eigenes Startup zu gründen ist für viele ein lang gehegter Wunsch und eine echte Leidenschaft. Sich mit Fragen zur Rechtsform, Steuern und sonstigen Notwendigkeiten zu beschäftigen hingegen eher nicht. Oft belastet das die GründerInnen, sodass sich diese nicht mehr auf das Wesentliche – ihr Produkt oder ihre Dienstleistung – konzentrieren können. Oft haben sie mit vielen unliebsamen Problemen auf einmal zu kämpfen. Wie zum Beispiel: das Business Modell ist nicht ausgefeilt, der Finanzbedarf wird unterschätzt, der Vertriebsaufbau funktioniert nicht und/oder der Marktauftritt ist suboptimal. Das ist frustrierend und zwingt nicht selten GründerInnen in die Knie.

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SMARACIS: Gründungshilfe über finanzielle und formale Aspekte hinaus

„Alle bislang am Markt zu findende angebotene Gründungspakete beschränken sich zumeist auf die formalen und finanziellen Aspekte. Also welche Formulare sind wann an wen zu liefern und dann noch ein bisschen Steuerberatung. Der Vertrieb, der notwendige Webauftritt und auch die neuen Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung werden meist wenig bis gar nicht beachtet. Daher ist unser Komplettansatz entstanden, der auch den Vertrieb und die Webpräsenz vollkommen abdeckt,” erklärt uns SMARACIS-Gründer Stefan Weigelhofer. Das Gründungspaket von SMARACIS lässt sich individuell auf die Bedürfnisse der GründerInnen anpassen. Es bietet somit Unterstützung in genau den Themenbereichen, die gebraucht werden. Er weiß, worauf es bei Startups ankommt, denn er war schon selbst bei einem jungen Unternehmen beschäftigt. “Ich habe selbst in einem Startup mit den Schwerpunkten Online Marketing und Webauftritt erfolgreich mitgearbeitet und habe dabei die Absatzzahlen verzehnfacht. Somit weiß ich genau wo bei einem Startup der Schuh drückt.“

(c) SMARACIS. Der ganzheitliche Ansatz von SMARACIS umfasst auch Webauftritt und Vertrieb.

Gründungspaket: Auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten

Die beiden Gründer von SMARACIS, Stefan und Thomas Weigelhofer, decken mit ihrem Know-how und ihrem Netzwerk an ExpertInnen ein breites Spektrum ab. Das Gründungspaket beinhaltet die Erstellung des Business-Plans mit den Schwerpunkten Business Modell, Plan-GuV, Plan-Bilanz und die Erstellung einer Planliquiditätsrechnung. Ein Workshop mit einem Vertriebsexperten für das optimale Vertriebssetup ist ebenfalls enthalten. Außerdem ist Unterstützung bei den formalen Gründungsschritten, die Erstellung einer DSGVO-konformen Webseite und ein Video Sales Letter inkludiert. Das Team von SMARACIS achtet bei der Erstellung der Webseite auf eine perfekte Webpräsenz und die bestmögliche Unterstützung des Business Modells des Startups. Dabei ist die Erfüllung der rechtlichen Anforderungen wie Datenschutz selbstverständlich.

Dies alles erfolgt so kosteneffizient wie möglich, um die Startups bei ihrem Start finanziell nicht zu stark zu belasten. Doch nicht nur für Startups starting from scratch soll das Paket interessant sein: “Selbstverständlich ist das Paket auch für bereits gegründete Startups interessant. In diesem Fall passen wir unser Angebot so an, dass es dann die momentan vorherrschenden Bedürfnisse des Startups abdeckt, also z.B. nur mehr Vertrieb und Webseite. Wir sind hier ganz offen”, ergänzt Stefan Weigelhofer.


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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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