20.09.2021

Nico Rosberg und Europameister Giorgio Chiellini investieren in Baumpflanzungs-Startup Treedom

Formel-1-Weltmeister und Nachhaltigkeitsunternehmer Nico Rosberg steigt beim "Social Business" Treedom als Investor ein. Mit dabei Fußball Europameister Giorgio Chiellini.
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Treedom Rosberg, Chiellini, Garcea, Baum pflanzen
(c) Treedom - Nico Rosberg steigt bei einem Baumpflanzungs-Portal als Investor ein.

Treedom wurde 2010 in Italien von Federico Garcea gegründet. Sie gilt eigenen Angaben nach als erste Webplattform der Welt, die es Usern erlaubt ,aus der Ferne Bäume zu pflanzen und deren Geschichte zu verfolgen. Bislang wurden in aktuell 17 Ländern und in Kooperation mit über 125.000
Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mehr als zwei Millionen Bäume gepflanzt – das bei rund 814.000 Userinnen und Usern. Seit 2014 ist Treedom als „B-Corp Cooperation“ zertifiziert. Und hat nun prominente Unterstützung erhalten.

Chiellini, Gates und Rockefeller bei Treedom dabei

Die Partnerschaft mit dem Ex-Rennfahrer umfasst neben Nico Rosberg weitere Investoren, wie etwa Giorgio Chiellini, Kapitän der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Jener war bisher einmal als Investor in Erscheinung getreten. Gemeinsam mit unter anderem dem Sänger Andrea Bocelli hatte der frisch gebackene Fußball Europameister im Juli dieses Jahres in das „Business Intelligence“-Startup Verdai investiert. Insgesamt 5,92 Millionen US-Dollar. Zu Treedom sind keine Zahlen bekannt, außer dass das Unternehmen in bisher fünf „founding rounds“ 6,7 Millionen US-Dollar erhalten hat. Involviert waren damals die „Melinda und Bill Gates“- und die Rockefeller-Foundation.

(c) Chiellini/FB – Der Einstieg bei Treedom ist das zweite Auftreten als Investor des Fußball-Europameisters Giorgio Chiellini.

Feature: Jeder Baum, der über die Plattform gepflanzt wird, hat seine eigene Seite, auf der User dessen genaue Position erfahren und ein Foto sehen können, wie er gepflanzt wird oder die Menge an Kohlendioxid erfahren, die er absorbiert.

Menschen im Umfeld helfen

„Der Ansatz von Treedom hat mich von Anfang an überzeugt, denn auch ich bin der Meinung, dass man Menschen vor Ort in ihrem Lebensumfeld Möglichkeiten bieten muss, um mit Nachhaltigkeit, mit etwas, das sie für die Umwelt tun, ein Auskommen zu haben. Nur so kann im wahrsten Sinne des Wortes etwas wachsen und mit jedem Jahr mehr Veränderung zugunsten der Umwelt und auch wiederum der Menschen bringen“, sagt Rosberg.

Und fügt an: „Diese Social-Business-Idee kombiniert mit der absoluten Transparenz, die ich sowohl als virtuell Baumpflanzender auf meinem Treedom-Baumprofil erhalte, aber auch das Unternehmen, das im großen Stile weltweit Projekte fördert, überzeugt mich. Gemeinsam wollen wir nun einen weiteren Impact schaffen, der Mensch und Umwelt hilft.“

Der GreenTech-Investor und dessen Team hatten vor einigen Monaten mit Treedom Kontakt aufgenommen. Es sei sein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und kluge Entscheidungen bei Investments gewesen, das Garcea und seine Mitarbeiter überzeugt habe.

Treedom mit europäischer Vision

„Er vereint Unternehmertum und seine weltweite Reichweite perfekt für die guten Sachen. Etwa Aufmerksamkeit für Wachstum von Projekten rund um das, was Menschen brauchen, um in ihrer Heimat gut leben zu können, ein Auskommen zu haben. Für eine Umwelt, die nicht weiter zerstört wird. Als wir uns in Berlin getroffen haben, um uns die Hand auf die Partnerschaft zu geben, habe ich zu Nico gesagt: ‚Stell dir vor, welchen Impact wir erreichen könnten, wenn jeder Europäer oder jedes Unternehmen auch nur einmal im Jahr ein physisches Geschenk mit einem Baum ersetzt.‘ Das ist unsere gemeinsame Vision, mit vielen kleinen Taten Großes zu schaffen“, so der italienische Gründer.

Den Start dieser Partnerschaft beginnen Rosberg und Garcea mit einer gemeinsamen Online-Talkrunde zum Thema „How to have true impact in the face of global warming: Planting trees the right way. A conversation with Martina Fondi (Anm.: Head of Agroforestry), Federico Garcea and Nico Rosberg on the different levels of sustainability and facilitating companies, people and positive change“.

Beginn: 21. September um 12.30 Uhr auf LinkedIn.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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