28.11.2022

Message yourself – WhatsApp startet neues Feature

Um sich selbst etwas schreiben zu können.
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WhatsApp, Message Yourself
(c) Stock.Adobe/Alex Ruhl - So mancher Chat-Wunsch wurde von WhatsApp erhört.

Viele kennen es. Man möchte sich aus dem Netz heraus etwas merken oder es für späteres Lesen abspeichern. Wer nicht auf seine Notizfunktion am Smartphone zurückgegriffen hat, teilte meist besagten Content mit einer Chat-Person seines Vertrauens über einen Messanger-Dienst, oder sandte ihn an eine seiner Chatgruppen, mit dem Hinweis „zum Merken“, um andere nicht zu verwirren. Diese „Workarounds“ könnten ein Ende haben, denn nun hat WhatsApp damit begonnen, eine Funktion einzuführen, mit der man mit sich selbst chatten kann.

WhatsApp mit „Message Yourself“

Damit soll das Senden von Nachrichten an das eigene Konto eine Möglichkeit sein, Informationen leicht zugänglich zu halten – direkt neben den anderen WhatsApp-Unterhaltungen.

Das neue Feature heißt: „Message Yourself“, mit der User:innen auf WhatsApp Notizen, Erinnerungen und Einkaufslisten an sich selbst senden können.

Am Montag kündigte die, von Meta betriebene, Instant-Messaging-App die Einführung dieser neuen Funktion an, die in den kommenden Wochen alle Android- und iPhone-Nutzer erreichen soll.

Beta-Test hinter sich

Das Feature wurde zunächst mit einigen Beta-Tester:innen erprobt, wie der WhatsApp-Beta-Tracker WABetaInfo Ende Oktober berichtete. Das Unternehmen hat gegenüber der Plattform TechCrunch bestätigt, dass die Funktion weltweit ausgerollt wird.

So geht’s: User:innen werden künftig ihren Kontakt ganz oben in der Kontaktliste auf WhatsApp sehen, wenn sie einen neuen Chat erstellen. Klicken sie darauf, so gelangen sie zum Chat-Bildschirm, über den sie sich selbst Nachrichten schicken können. Zudem ist es möglich, die Self-Chat-Nachrichten ganz oben in der Konversationsliste anzuheften.

WhatsApp-Message Yourself: Das gibt es doch schon…?

Ein ähnliches Chat-Service findet man bereits länger beim WhatsApp-Konkurrent Signal. Allerdings mit einem Unterschied zum kommenden WhatsApp-Feature: Die Funktion „Note to Self“ ermöglichte bisher das Erstellen von Nachrichten für den persönlichen Gebrauch. Doch Signal schlägt nicht das eigene Profil am Anfang der Empfängerliste vor. Die Nutzer:innen müssen den Kontakteintrag „Notiz an sich selbst“ suchen und auswählen, so der Unterschied hier.

In ähnlicher Weise verfügt die Community-Plattform Slack über einen eigenen Bereich mit dem Titel „Jot Something Down“, über den Nutzer:innen sich selbst Notizen schicken können.

Auch Telegram bietet eine ähnliche Funktion namens „Gespeicherte Nachrichten“ an, mit der User:innen Nachrichten als Lesezeichen speichern sowie ihre Notizen und Erinnerungen für einen späteren Zugriff aufbewahren können. Einmal gespeicherte Nachrichten können oben auf dem Chat-Bildschirm abgerufen werden.

Allerdings müssen Telegram-Nutzer zunächst auf die Funktion zugreifen, indem sie auf das „Hamburger-Menü“ auf Android oder über das Einstellungsmenü auf iOS tippen.

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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