Der Online-Shopping-Dienst Outfittery hat sich auf die Ausstattung einkaufsfauler Männer spezialisiert, für die von Modeexperten fertige Outfits zusammengestellt und versandt werden. Jetzt will das Berliner Startup noch einen Schritt weiter gehen. Ein „Männer Scanner“ vermisst die Körper der Kunden per Infrarot und soll so Rücksendungen minimieren. Nach einer Testphase könnte der Körperscanner in Flughäfen und Einkaufszentren platziert werden, so die junge Firma.
Entwickelt wurde der Scanner im Rahmen eines Studentenprojekts an der TU und der LMU München. Bisherige Scanner seien für einen breiten Einsatz zu teuer gewesen, heißt es in einer Aussendung von Outfittery. Der Kasten erinnert ein wenig an Passfoto-Automaten und scannt mit Infrarot-Projektor und -Kamera die Körperoberfläche des Kunden. Bei dem Scanprozess kommt unter anderem der Tiefensensor der Bewegungssteuerung Microsoft Kinect zum Einsatz. Die handelsüblichen Komponenten haben eine günstige Lösung ermöglicht.
Der Kunde wird wie auf einem Drehteller automatisch gedreht und erhält über einen Touchscreen-Bildschirm Anweisungen. Aus den Daten wird dann ein 3D-Modell des Körpers berechnet. Nackt muss man für den Scanvorgang nicht sein, dicke Kleidungsstücke wie Jacken sollte man allerdings ablegen.
Outfittery verwendet die gewonnen Daten, um passgenaue Kleidungsstücke für Kunden auszuwählen und so Rücksendungen zu vermeiden. Dabei gehe es etwa um die genaue Armlänge oder die Kragenweite zu ermitteln, erklärt Outfittery-Gründerin Julia Bösch. Rücksendungen sind im Online-Handel ein Problem, mit dem sich auch größere Händler beschäftigen. Was bei den einen für hohe Kosten sorgt, freut die anderen: Die Rücksendungen treiben das Paketgeschäft. Im Juni ist eine neue EU-Richtlinie inkraft getreten, die Händlern ermöglicht, die Rücksendekosten auf Kunden abzuwälzen. Bisher macht jedoch keiner der großen Anbieter Gebrauch von dem neuen Recht.
Der „Männer Scanner“ von Outfittery soll 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz getestet werden. Die Geräte seien jedenfalls bereits in Auftrag gegeben.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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