24.11.2022

Hempstatic: Wiener Schallschutz-Startup erhält sechsstelliges Investment

Das im Jänner 2022 gegründete Wiener Startup Hempstatic produziert in Niederösterreich biobasierte Schallschutzpaneele aus Nutzhanf. Für das weitere Wachstum konnte sich das Unternehmen nun ein Investment von Greiner Innoventures sichern.
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v.l.n.r. Stefanie Painsith (Greiner Innoventures), die beiden Hempstatic Gründer Igor Fekete und Elena Yaneva sowie Viola Frank (Greiner Innoventures) | © David Schreiber

Die Idee zu Hempstatic entstand ursprünglich am Institut für Bauingenieurwesen an der TU Wien. Elena Yaneva, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Hempstatic, forschte dort an nachhaltigen Baustoffen und der Frage, wie Nutzhanf als Dämmstoff eingesetzt werden kann. Die Idee entwickelte sie gemeinsam mit ihrem Mitgründer Igor Fekete weiter und gründete schlussendlich im Jänner 2022 das Startup Hempstatic. Das Unternehmen produziert in Niederösterreich am Standort Spillern biobasierte Schallschutzpaneele aus Nutzhanf. Die ersten Produkte des Startups sind CO2- speichernde und kreislauffähige Schallschutzelemente für den Innenbereich. Sie verbessern die Raumakustik in hallenden Räumlichkeiten. Dabei handelt es sich um einen Aspekt, der in der Planungsphase von Gebäuden oftmals vernachlässigt wird, wie Yaneva anmerkt.

Greiner investiert in Hempstatic

Für das weitere Wachstum konnte sich das Startup nun ein Investment im sechsstelligen Bereich sichern. Als Investor beteiligt sich mit Greiner Innoventures, die Innovationsschmiede von Greiner. „Wir freuen uns, nun ein Startup im Portfolio zu haben, das eine innovative, kreislauffähige Lösung für Hallreduktion und Schallminderung anbietet. Das Gründungsteam hat uns mit seiner Vision und seinem Produkt von Anfang an überzeugt“, so Viola Frank von Greiner Innoventures über die Beteiligung.

Hempstatic ist mittlerweile das fünfte Unternehmen im Portfolio von Greiner Innoventures. Erst im Sommer beteiligte sich Greiner am Wiener Matratzen-Startup MATR, das eine digitale und umweltfreundliche Matratzen-Management-Lösung für Hotels anbietet. Greiner Innoventures investiert laut eigenen Angaben in europäische Startups in den Bereichen Beyond Plastic, Circularity, Last Mile und Digital Care. Zudem ist Greiner auch beim „Climate & Industry Opportunity-Fonds“ von Speedinvest beteiligt, der im November 2021 an den Start ging.

Die Elemente zeichnen sich durch ihre dekorative Optik aus | (c) Website Hempstatic

Greiner liefert auch Know-how

Als weltweit führender Kunst- und Schaumstoffhersteller verfügt die Greiner AG mittlerweile über 129 Standorte in 33 Ländern. 2021 erwirtschafte das Unternehmen einen Umsatz von rund 2,27 Milliarden Euro. Mit dem starken Partner an seiner Seite möchte Hempstatic künftig auch Know-How für seine eigene Produktion sammeln, wie Yaneva erläutert.

„Unser Startup-Know-how wird durch langjähriges Wissen der 154-jährigen erfolgreichen Firmengeschichte von Greiner komplementär ergänzt. Durch die Beteiligung wird ein Best-Practice-Beispiel gesetzt, das zeigt, wie Startups und etablierte Unternehmen zusammenwirken können, um den nötigen Übergang zu einer kreislauforientierten und emissionsarmen Produktion zu beschleunigen“, so Co-Founderin Yaneva.

Zudem soll 2023 auch das Team von weiter ausgebaut werden, um die Kundennachfrage zu bedienen. Derzeit zählen unter anderem Innenarchitektur-Büros oder Facility Manager:innen von Co-Working-Spaces zu den Kund:innen.


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Healthblokk
© Peter Crane - Shideh Heravi von HealthBlokk.

Für die Gründerin des Vorarlberger Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, waren die vergangenen Monate von Unsicherheit geprägt. Der Krieg im Iran führte dazu, dass der Kontakt zu Familienmitgliedern und Teilen ihres Teams von einem Tag auf den anderen abriss. Gleichzeitig stand das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde.

HealthBlokk-Founderin: „Ankerpunkte weg“

„Von einem Tag auf den anderen hatten wir keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und auch nicht zu Teilen unseres Teams. Plötzlich waren zwei wichtige Ankerpunkte gleichzeitig weg“, erzählt Heravi im Gespräch mit brutkasten. „Ich habe mich gefragt: Warten wir ab? Machen wir weiter? Schließen wir vielleicht sogar?“

Trotz der schwierigen Situation entschied sich das Startup weiterzumachen. Die geopolitische Situation wirkte sich jedoch direkt auf das Unternehmen aus.

„Wir haben die Produktentwicklung für etwa zwei Monate gestoppt. In dieser Zeit lag unser Fokus auf Strategie, Partnerschaften und darauf, die Situation überhaupt zu bewältigen“, sagt Heravi.

Finanzierungsrunde im Gespräch

Mittlerweile sei der Kontakt zum Entwicklerteam (und zur Familie) wieder hergestellt. Ein Entwickler, der sich derzeit noch im Iran befindet, soll nach erfolgreichem Abschluss einer Finanzierungsrunde (zeitnah geplant) nach Österreich geholt werden.

Das Startup arbeitet an einer App, die Nutzer:innen dabei unterstützt, passende Lebensmittel und Gerichte entsprechend ihrer individuellen Unverträglichkeiten und Ernährungsbedürfnisse zu finden – brutkasten berichtete.

„Wir wollen eine intelligentere Discovery-App schaffen, die viel genauer beantworten kann, was jemand essen kann und was nicht“, erklärt Heravi. „Künftig soll ein KI-Agent jede Nutzerin und jeden Nutzer besser kennenlernen und Empfehlungen immer stärker personalisieren.“

In mehreren Sprachen

Besonders auf Reisen soll die Anwendung künftig mehr Unterstützung bieten. Geplant sind unter anderem lokale Sprachfunktionen, die es User:innen ermöglichen sollen, auch im Ausland einfacher passende Speisen zu finden.

„Wenn ich beispielsweise in Portugal bin, möchte ich in der jeweiligen Landessprache sofort verstehen können, was ich essen kann und worauf ich achten muss“, so Heravi.

Team wächst

Aktuell besteht das Team aus sechs Personen. Vier arbeiten Vollzeit für das Startup, zwei weitere unterstützen neben ihren Hauptberufen. Besonders stolz ist Heravi auf die Zusammenarbeit mit jungen Talenten.

© zVg – Shideh Heravi mit Teodora Markovic.

„Ich kann anderen Gründerinnen und Gründern nur empfehlen, schon sehr früh mit Studierenden und jungen Talenten zusammenzuarbeiten“, sagt sie. „Sie bringen neue Perspektiven mit und können langfristig zu den loyalsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden.“

Für HealthBlokk steht nun zunächst der erwähnte Abschluss der Finanzierungsrunde im Fokus. Weitere Closings sind geplant, wobei sich die Gründerin mehr Frauen als Partnerinnen wünscht, wie sie sagt. Parallel dazu soll die Produktentwicklung wieder beschleunigt werden. Das langfristige Ziel bleibt unverändert: Menschen mit Unverträglichkeiten und speziellen Ernährungsbedürfnissen mithilfe von KI einfacher durch ihren Alltag zu begleiten.

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