12.06.2020

Gehälter der internationalen Top-CEOs: Erstmals eine Frau auf Platz 1

Das Ranking der Gehälter von Top-CEOs wird erstmals von einer Frau angeführt: Lisa Su von Advanced Micro Devices (AMD).
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CEO Gehälter
Ein aktuuelles Ranking zeigt die Gehälter der CEOs. (c) Adobe Stock / beeboys

Die Nachrichtenagentur Associated Press hat eine Liste der Gehälter von internationalen Top-CEOs veröffentlicht – und erstmals wird dieses Ranking von einer Frau angeführt: Das Gehalt von Lisa Su von Advanced Micro Devices (AMD) für 2019 wird auf 58,5 Millionen Dollar geschätzt.

Ranking: Die bestbezahlten weiblichen CEOs

Name  Unternehmen Gehalt (in Mio. Dollar) Änderung zum Vorjahr
Lisa T. Su Advanced Micro Devices $58.5 338%
Marillyn A. Hewson Lockheed Martin $24.4 14%
Mary T. Barra General Motors $21.3  -2%
Virginia M. Rometty IBM $19.1 9%
Phebe N. Novakovic General Dynamics $17.8 -14%

Ranking: Die bestbezahlten männlichen CEOs

Name  Unternehmen Gehalt (in Mio. Dollar) Änderung zum Vorjahr
David Zaslav Discovery $45.8 -65%
Robert Iger Walt Disney $45.6 -31%
Shantanu Narayen Adobe Inc. $39.1  38%
Reed Hastings Netflix $38.6  7%
Larry J. Merlo CVS Health $36.5 66%

Lisa Su: Eine Top-CEO bringt Performance

Das Gehalt 2019 von Lisa Su war mehr als viermal so hoch wie ihr Gehalt im Vorjahr. Der Gewinn wurde in erster Linie durch Leistungsbelohnungen erzielt, darunter 53 Millionen USD in Aktienzuteilungen und 3 Millionen USD in Aktienoptionen. Su erhielt ein Grundgehalt von 1 Million USD und einen leistungsabhängigen Bonus von 1,2 Millionen USD.

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Seit Su im Jahr 2014 die Position des Präsidenten und CEO des Chip-Herstellers übernommen hat,  ist der Aktienkurs von etwa 3 USD auf etwa 55 USD gestiegen, und AMD war sowohl 2018 als auch 2019 die Aktie mit der besten Performance im S&P 500, heißt es von AP.

Weibliche Top-CEOs verdienen weniger

Trotz dieses Leuchtturm-Beispiels verdienen weibliche Top-CEOs der Erhebung zufolge nach wie vor weniger als ihre männlichen Kollegen: Das durchschnittliche Gehalt für Frauen auf der Liste lag bei 13,9 Millionen Dollar, gegenüber 12,3 Millionen Dollar für Männer. Die Gehälter der Frauen stiegen im Vergleich zum letzten Jahr im durchschnitt um 2,3%, bei den Männern betrug die Veränderung im Median 5,4%. Nach wir vor sind Frauen zudem in diesen Positionen unterrepräsentiert: Sie stehen nur 5% Prozent der S&P 500-Unternehmen vor.

Daten zu Gehältern der Top-CEOs vor Corona

Das Gehalt von Lisa Su war 13 Millionen Dollar höher als die des höchstbezahlten männlichen CEO in der Umfrage, David Zaslav von Discovery. Es war außerdem mehr als doppelt so hoch wie die beiden nächsthöher bezahlten weiblichen CEOs, Marillyn Hewson von Lockheed Martin, deren Gehalt auf 24,4 Millionen Dollar geschätzt wurde, und Mary Barra bei General Motors Co. mit einem Gehalt von 21,3 Millionen Dollar.

Die Daten stammen aus der Zeit, bevor die Coronavirus-Pandemie alles auf den Kopf gestellt hat. Hunderte von CEOs haben bereits gesagt, dass sie auf einen Teil oder ihr gesamtes Gehalt verzichten werden, heißt es dazu von AP. Und die Turbulenzen an den Aktienmärkten und in der Weltwirtschaft könnten es für CEOs schwieriger machen, die Leistungsziele in diesem Jahr zu erreichen – auch das dürfte sich wieder auf ihre Gehälter auswirken.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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