14.11.2020

Finanzminister Blümel zum zweiten Lockdown: Zwei-Säulen-Modell beim Fixkostenzuschuss

Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher und Finanzminister Gernot Blümel präsentierten heute weitere Maßnahmen in ihren jeweiligen Bereichen. Hier die wichtigsten Punkte in Sachen Fixkostenzuschuss, Umsatzersatz und Sonderbetreuung.
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Fixkostenzuschuss, Blümel, Corona, Umsatzersatz,
(c) BKA / A. Wenzel - Finanzminister Gernot Blümel stellte neue Details zu Förderungsmaßnahmen vor.
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  • ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel präsentierte Samstag Nachmittag ein Update zu den Corona-Förderungen.
  • Dienstleister wie Friseure, Masseure erhalten, wie bereits Gastronomie und Hotellerie, 80 Prozent des Umsatzes vom November 2019 ersetzt. Andere Branchen erhalten zwischen 60 und 20 Prozent Förderung.
  • Kurzarbeit wurde adaptiert.
  • Sonderbetreuung: Je vier Wochen pro Elternteil, bei 100 Prozent Gehaltserstattung für Arbeitgeber.

ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel präsentierte Samstag Nachmittag ein Update zu den Corona-Förderungen im zweiten Lockdown. Dienstleister wie Friseure und Masseure erhalten, wie bereits Gastronomie und Hotellerie, 80 Prozent des Umsatzes vom November 2019 ersetzt. Blümel verwies für andere Branchen auf noch nicht ausverhandelte Eckpunkte des Fixkostenzuschuss II mit der EU-Kommission und stellte sein neues Zwei-Säulen-Modell vor – das er als Empfehlung des Verfassungsdienstes orientiert an der Umsatzrentabilität bezeichnete.

Alle Details im Video der Pressekonferenz

Alle Pressekonferenzen rund um den neun beschlossenen harten Lockdown in Österreich können über diesen Link abgerufen werden. Download der aktuellen Verordnung – mit allen Maßnahmen und Ausnahmen – unter diesem Link.

Weniger Fixkostenzuschuss für Sub-Branchen

Im November wird ein Fixkostenzuschuss bis 800.000 Euro, abzüglich der bereits erhaltenen Hilfen, verfügbar sein. Als Basis für den Handel werden 40 Prozent Umsatzabgeltung gelten. Dabei wird es je nach Branche Unterschiede geben. Der Finanzminister sprach hierbei von Sub-Branchen: Bereiche mit saisonaler Ware werden – mit bis zu 60 Prozent – stärker unterstützt. Andere Unternehmen, mit nicht verderblicher Ware, die zu einem späteren Zeitpunkt verkauft werden kann, erhalten 20 Prozent. Es wird zudem eine Fixkosten-Verlust-Version mit bis zu drei Millionen Euro für größere Unternehmen geben.

finanzonline bis 23.11. offline

Antragsstellungen sind auf finanzonline ab Montag, dem 23. November, möglich. Bis dahin wird die Maske der Plattform offline sein, weil sie technisch angepasst wird. Die Auszahlung der genehmigten Anträge werde natürlich weiterhin erfolgen, so Blümel.

Kurzarbeit weiter möglich

Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher erklärte nach der Rede des Finanzministers, dass die Corona-Kurzarbeit adaptiert wurde. Unternehmer könnten über das eAMS-Konto auch rückwirkend Anträge stellen.

Arbeitgeber erhalten bei Sonderbetreuung 100 Prozent Gehalt zurück

Aschbacher versicherte zudem, dass Home Office-Nutzer weiterhin unfallversichert bleiben und die Pendlerpauschale als Aufwandsentschädigung erstattet wird. Für Personen, die auf Kinderbetreuung angewiesen sind, gilt die Sonderbetreuungszeit von jeweils vier Wochen pro Elternteil, die auch als vereinzelte Tage oder Halbtage flexibel nutzbar sind. Arbeitgeber bekommen 100 Prozent des Gehalts refundiert.

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Martin Pacher

FightBack: Auf der Suche nach Cross-Industry-Lösungen im Kampf gegen die Klima- und Gesundheitskrise

FightBack hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweit führende Plattform für Entscheidungsträger zu werden, um branchenübergreifende Lösungen für die Bereiche Klima und Gesundheit zu ermöglichen. Brutkasten-Earth hat mit Co-Initiator Tim Thonhauser-Röhrich über die Vision gesprochen, die hinter der gemeinnützigen Organisation steckt.
/fightback/
Fightback
Tim Thonhauser-Röhrich | (c) Fightback

Eine globale Transformation hin zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen. Kein geringeres Ziel verfolgt die gemeinnützige Organisation Fightback, die von Felix Staeritz und Tim Thonhauser-Röhrich ins Leben gerufen wurde. Wie Thonhauser-Röhrich, der unter anderem Pioneers mit aufgebaut hat, erläutert, handelt es sich dabei um keine NGO im klassischen Sinn, sondern vielmehr um eine globale Community, die darauf abzielt, branchenübergreifende Synergien für mehr Nachhaltigkeit und die Gesundheitssysteme von morgen zu schaffen.

300 Entscheidungsträger weltweit

Teil der Community sind C-Level Entscheidungsträger, Entrepreneure und Innovatoren, die sich über die Plattform laut Thonhauser-Röhrich in erster Line auf persönlicher Ebene austauschen. Ziel ist es, dass sie sich vernetzen und ihr lösungsorientiertes Branchen-Wissen mit den anderen Mitgliedern teilen, um den Klimawandel zu stoppen und so zu einer gesunden Zukunft beitragen.

Die zwei Bereiche „Gesundheit“ und „Klima“ sind laut den Fightback-Initiatoren systemisch verzahnt und können demzufolge nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Diesen Umstand hat Thonhauser-Röhrich persönlich während eines Aufenthalts in Südafrika erlebt, als 2018 die südafrikanische Stadt Kapstadt aufgrund von Dürre und Wasserknappheit in eine schwere Wasserkrise stürzte. „Nach meinem Aufenthalt in Südafrika habe ich erkannt, dass wir auf globaler Ebene anpacken müssen, um den Klimawandel zu stoppen“, so Thonhauser-Röhrich.

Um diesen globalen Anspruch gerecht zu werden, wird das weltweite Netzwerk laufend erweitert und ausgebaut. Zu den Unterstützern zählen beispielsweise Daniel Krauss (Co-Founder, Flixbus), Markus Fuhrmann (Co-Founder, Delivery Hero), Brigitte Mohn (Board, Bertelsmann Foundation), Ralf Belusa (CDO, Hapag-Lloyd), Monika Rimmele (Head of Digital Transformation, Siemens Healthineers) oder Alain Uyttenhoven (ehem. Präsident von Toyota).

Cross-Industry-Ansatz von FightBack

FightBack bietet laut Thonhauser-Röhrich einen Ort, an dem primär ein lösungsorientierter Austausch zwischen den Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik, aber auch NGOs und Wissenschaft gefördert wird. „Wir konzentrieren uns nicht primär auf Klimaschutz-Richtlinien in Unternehmen, sondern auf die Menschen hinter den Maßnahmen“, so Thonhauser-Röhrich über die Ausrichtung der Organisation.

Im Zentrum steht dabei ein Cross-Industry-Ansatz, der auf neue Lösungen abzielt und innovative Denkweise aus unterschiedlichsten Branchen zusammenbringen soll. „Spannend wird es insbesondere dann, wenn sich Branchen überschneiden. Wenn man beispielsweise Agritech mit FinTech verknüpft, können ganz neue Möglichkeiten im Bereich des Carbon-offsetting entstehen“, so Thonhauser-Röhrich, der im industrieübergreifenden Matchmaking das Alleinstellungsmerkmal der Organisation sieht.

FightBack Academy und Innovators Programm

Um den Austausch unter den Mitgliedern zu ermöglichen, veranstaltet Fightback monatlich kuratierte Events und Workshops. Zudem gibt es eine sogenannte FighBack Academy, in denen internationale Top-Speaker ihre Learnings teilen, Best-Practices vor den Vorhang geholt werden und in kleinen Gruppen Networking stattfindet. Um mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten zu können, verfügt Fightback auch über eine eigne Community-Plattform, die einen weltweiten Austausch ermöglicht.

Einen weiteren Eckpfeiler der Organisation bildet das Innovators Programm von Fighback. Dieses ermöglicht aktuell rund 250 Startup- und Scale-up Entrepreneuren den direkten Zugang zum globalen Netzwerk an Führungskräften und Investoren.

Globale Awareness-Campaign

Neben der branchenübergreifenden Vernetzung setzt Fightback laut Thonhauser-Röhrich zudem auf Aufklärungsarbeit. So läuft aktuell eine globale Awareness-Campaign mit dem klingenden Titel „Dr-Earth: Future-Fit Diet“. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von führenden Unternehmen und Forschungsinstituten aus dem Lebensmittel- und Gesundheitssektor. „Mit der Kampagne wollen wir das Bewusstsein für die direkten Auswirkungen von Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit und unser Klima schärfen“, so Thonhauser-Röhrich. Ziel ist es, zehn Millionen Menschen zu einer bewussteren Ernährungsentscheidung zu bewegen.

Aktuell finanziert sich die Organisation mit Hilfe von Spendengeldern und durch ehrenamtliche Tätigkeit. Da die Organisation jedoch stetig wächst, sollen laut Thonhauser-Röhrich noch dieses Jahr Mitgliedsbeiträge eingeführt werden, von denen allerdings die Entrepreneure des Innovators Programms ausgenommen sind.


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