Als „Startup-Orchester“ bezeichnet Markos Mühlschlegel-Triantafyllou das von ihm 2017 gegründete Media Innovation Orchester (MIO) im Gespräch mit dem brutkasten. Gemeinsam mit dem „Technochor“ d’achor gibt man am 19. Oktober ein Konzert in Wien. Die Innovation ist dabei – wie sollte es anders sein – musikalischer Natur. „Techno steht hier nicht für die Musikrichtung, sondern im Sinne von technoid als ’neu‘. Das Ziel ist es Klassik mit Popmusik zu verbinden. Von den Songs, die wir spielen, gibt es bisher keine klassischen Arrangements. Wir spielen Lieder, die es so noch nicht zu hören gab“, erzählt Mühlschlegel-Triantafyllou.
+++ Wiener Startup Music Traveler will die Musikwelt revolutionieren +++
„Bei uns gibt es moderne minimalistische Elemente und typische Rock-Pop-Instrumente, wie etwa ein Saxophon oder eine E-Gitarre“. Zu den Stücken, die beim Konzert im Wiener Karl- Borromäus Saal zu hören sein werden, zählen unter anderem „Mad World“ von Gary Jules (Soundtrack Donnie Darko) und Gangstas Paradise von US-Rapper Coolio (Soundtrack: Dangerous Minds).
MIO: Mäzene, Sponsoren, Investoren und Crowdfunding
Ergänzt wird das Konzert mit Filmmusik-Aufnahmen des Pianisten und Komponisten Mark Lassnig. Als Special Guests und Solisten werden die Rapperin Samira Dezaki, sowie Beatboxer Georg Popoff auftreten. Das Konzert wird durch Visuals von Bernhard Rasinger begleitet. „Der Eintritt des Konzerts ist frei, um jeder und jedem zu ermöglichen, diesem musikalischen Genuss beizuwohnen“, sagt der MIO-Gründer. Zur Finanzierung wurde eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform wemakeit gestartet.
„Wir finanzieren uns hauptsächlich über Spenden. Um das Fortbestehen des Projektes Media Innovation Orchestra (MIO) und Technochor d’achor zu sichern, benötigen wir zusätzlich ausreichende Ressourcen“, heißt es zudem in einer Aussendung. „Wir suchen Sponsoren und Leute mit Tendenzen Richtung Musik“, fügt Mühlschlegel-Triantafyllou hinzu, „das Ziel ist es, Unternehmen dabei zu haben und zu sehen, ob man das Projekt verkaufen kann“.
Video zum Projekt
Hintergrund
Der Technochor d’achor entstand im Jahr 2014 auf Initiative von Studierenden der Universität der Angewandten Kunst. Gegründet wurde der Chor ursprünglich zur Förderung der musikalischen Ausbildung in der Kunst. Seitdem hat er sich jedoch zu einer Plattform für Stimmbildung, Stimmkunst, Chortheater, Performance, Kommunikation sowie Integration und Zusammenarbeit entwickelt, erzählt Mühlschlegel-Triantafyllou. 2017 gründete er dann das Media Innovation Orchester (MIO).
D’achor bestehend aus 20-30 Chorsängern, die wöchentlich an der Universität für angewandte Kunst proben. Für das Orchester Startup-Projekt MIO werden zusätzlich 20 Musiker und vier Opern- und Musical Sänger engagiert, welche sich bereits einige Wochen vor dem Konzert zur Aufnahme der Stücke im Studio einfinden werden. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch knapp zwei Wochen.
Hard Facts
Wann: 19. Oktober, 19.00 Uhr.
Wo: Karl- Borromäus Saal, Wien
Eintritt: frei