eSports1: erster deutschsprachiger eSports-TV-Sender startet
24/7 Content über League of Legends, Dota 2, FIFA, Overwatch CS:GO und Co.! Unter anderem startet T-Mobile Austria/UPC am 24. Jänner die Übertragung des ersten deutschsprachigen eSports-TV-Senders mit Namen eSports1. Beim ersten Dota 2-Turnier "Chongqing Major" geht es um 1 Million Dollar Preisgeld.
eSports sind auf dem weltweiten Vormarsch. PwC schätzt die jährliche Wachstumsrate für diesen Bereich auf 21,7 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre. Newzoo sagt für 2020 ein weltweites Publikum von knapp 600 Mio. Zuschauern voraus. Kurzum: eSports hat das Potential, in absehbarer Zeit zu einem der wichtigsten Märkte der Welt zu werden. Den Trend erkennen offenbar auch Österreichs Konzerne wie A1 oder Redbull, die ihrerseits Ligen bzw. Events wie die A1 eSports League Austria und pLANet one auf die Beine stellten und so auf den eSports-Zug aufsprangen.
Nun verkündete T-Mobile Austria mit der Ausstrahlung des Kanals eSports1 (zu Sport1 gehörend) zu beginnen. Das erfolgt über UPC TV TOP ab dem 24. Jänner 2019. Dort können sich Fans 24/7 Content rund um die eSports-Klassiker League of Legends, Dota 2, FIFA, Overwatch und CS:GO ansehen. Das Programm soll sich aus Live-Berichterstattung von großen Events, Highlight-Sendungen und eigenproduzierten Magazinen zusammensetzen. Eine eigene eSports-Redaktion soll gemeinsam mit Experten und Influencern aus der deutschsprachigen Community Programminhalte erstellen, kuratieren und präsentieren.
eSports1 Start mit Dota 2-Turnier „Chongqing Major“
Erstes großes Highlight auf eSports1 wird das Dota 2-Turnier „The Chongqing Major“. Ab 25. Jänner überträgt der neue Sender das Event, bei dem die besten Dota 2-Teams der Welt um ein Preisgeld von einer Million Dollar matchen. Sogar außerhalb der eigenen vier Wände lässt sich eSports1 empfangen, nämlich mit der UPC TV App. Diese gibt es im iTunes Store, im Google Play Store und im Microsoft Store. Außerdem wird der Kanal auch über die Plattformen von Vodafone Deutschland, Telekom, Unitymedia, 1&1, A1 Telekom und Zattoo verbreitet.
Para-Schwimmer Onea setzt sich für inklusive KI ein: neuer Datensatz für Unternehmen
Selbst zum Superhelden werden oder sich in eine Actionfigur verwandeln. KI macht es in Sekunden möglich, allerdings nicht für jeden. Menschen mit körperlicher Behinderung werden oftmals nicht korrekt dargestellt, unter anderem weil KI-Modelle bisher nicht genug Daten hatten. Auch Para-Schwimmer Andreas Onea ist davon betroffen. Künstliche Intelligenz sei noch nicht inklusiv genug, sagt er. Das soll sich nun ändern.
Para-Schwimmer Onea setzt sich für inklusive KI ein: neuer Datensatz für Unternehmen
Selbst zum Superhelden werden oder sich in eine Actionfigur verwandeln. KI macht es in Sekunden möglich, allerdings nicht für jeden. Menschen mit körperlicher Behinderung werden oftmals nicht korrekt dargestellt, unter anderem weil KI-Modelle bisher nicht genug Daten hatten. Auch Para-Schwimmer Andreas Onea ist davon betroffen. Künstliche Intelligenz sei noch nicht inklusiv genug, sagt er. Das soll sich nun ändern.
„Wer nicht sichtbar ist, existiert nicht. Ganz einfach“, sagt Onea im brutkasten-Gespräch. Menschen mit körperlicher Behinderung lägen laut dem ORF-Moderator in der Gesellschaft unter der Wahrnehmungsgrenze, und diese Unsichtbarkeit verhindere die Teilhabe. Auch die KI trage dazu bei: Derzeit stellten KI-Modelle Menschen mit körperlicher Behinderung nicht richtig dar. Auf manchen generierten Bildern hat der Para-Schwimmer, der mit fünf Jahren seinen linken Arm verlor, einen halben Arm zu viel oder einen falsch dargestellten Stumpf. „Manche sagen vielleicht, das ist banal. Aber im Endeffekt geht es um Teilhabe. Und Teilhabe heißt, ich bin dabei“, sagt Onea. Dass Bildmodelle Behinderung verzerrt darstellen, ist auch wissenschaftlich dokumentiert. Eine im Juli veröffentlichte Untersuchung der Universität Utrecht, bislang als Preprint, zeigt, dass Text-zu-Bild-Modelle Menschen mit Behinderung etwa überwiegend als alt und weiß darstellen.
An dieser Teilhabe arbeitete einer der erfolgreichsten Para-Schwimmer Österreichs zusammen mit Microsoft und dem Prothesenhersteller Ottobock. Gemeinsam erstellten sie Trainingsmaterial, mit dem KI-Modelle lernen können. Das Ergebnis, zwei Datensätze mit jeweils rund 400 Bildern und bis zu 100 Videos, wurde für alle frei zugänglich auf der Open-Source-Plattform Hugging Face veröffentlicht. Es liegt nun an den KI-Unternehmen, sie zu nutzen. Onea hat eine eindeutige Vision für die Zukunft: „Wenn man eine Menschenmenge generiert, dann sollten da auch repräsentativ Rollstuhlfahrer, Amputierte und Blinde drinnen sein. Das wäre eben adäquate Sichtbarkeit.“
„Innovationsgeist aus Europa heraus fördern“
Das Projekt berührt die Debatte um digitale Souveränität. Laut Onea darf sich Europa nicht damit zufriedengeben, die Entwicklungen aus den USA und dem asiatischen Raum einfach nur zu regulieren. „Das darf nicht unser USP sein. Wir müssen den Innovationsgeist aus Europa heraus fördern, anstiften und ermöglichen. Ich glaube, dass wir wahnsinniges Potential haben“, sagt der Moderator. Aktuell sind US-Tech-Giganten wie Google und Microsoft federführend in der KI-Entwicklung. Von ihnen wünscht sich Onea mehr Rücksichtnahme in der Produktentwicklung. Für Menschen mit Behinderung kann es etwa schon ein Problem darstellen, eine Tastenkombination aus drei Tasten gleichzeitig zu drücken.
KI.Bilder zeigen Menschen mit Prothese oft falsch oder gar nicht | Foto: Microsoft
Die Möglichkeiten für Unternehmen
Der ORF-Moderator sieht wirtschaftliches Potential in inklusiver KI. „Wenn du deine Produkte, deine Services, deine KI-Wrapper so baust, dass sie von allen nutzbar sind, kannst du mehr Menschen damit erreichen“, erklärt er. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt die Zahl der Menschen mit erheblicher Behinderung weltweit auf 1,3 Milliarden. Gleichzeitig biete ein inklusiver Zugang zum Arbeitsmarkt auch Chancen für Unternehmen. Firmen, die auch Menschen mit Behinderung anstellen, hätten in ihren Teams laut Onea eine höhere Resilienz. „Ich muss seit meinem sechsten Lebensjahr jeden Tag Lösungen finden in einer Welt, die nicht darauf vorbereitet ist, dass ich einarmig da durchspaziere. Das heißt, ich habe eine irrsinnige Lösungsorientiertheit und Frustrationsschwelle“, sagt der 34-Jährige.
In Österreich gibt es bereits Firmen, die gezielt Menschen mit Beeinträchtigungen einstellen, etwa das Startup Responsible Annotation Services. Das Unternehmen annotiert Daten, das heißt, es fügt ihnen Informationen und Kennzeichnungen hinzu. Mit den annotierten Daten können KI-Systeme trainiert und verbessert werden. Wie der brutkasten im März des Vorjahres berichtete, besteht das Team nach eigenen Angaben großteils aus neurodivergenten Expert:innen, viele davon im Autismus-Spektrum, die außergewöhnliche Fähigkeiten in Mustererkennung, Konzentration und Konsistenz mitbringen. „Diese Menschen haben hier irrsinnige Fähigkeiten, weil sie wahnsinnig konzentriert sein können und wirklich auf die kleinsten Details Wert legen. Also solche Sachen, bei denen wir einfach im Regelspektrum die Nerven wegschmeißen“, sagt Onea.
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