01.12.2020

Libra wird Diem: Neuer Name soll Unabhängigkeit von Facebook zeigen

Die Libra Association bennent sich auf Diem um. Damit wird ein Neustart nach der bislang holprigen Entwicklung der geplanten Digitalwährung probiert.
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Libra wird Diem
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  • Menschen, die Latein gelernt haben, finden den neuen Namen, den sich die Libra Association gab und heute verkündete, wohl etwas seltsam: Diem, also der vierte Fall von Dies, dem lateinischen Wort für Tag.
  • Der Akkusativ wurde freilich deshalb gewählt, weil er im berühmten Spruch "Carpe Diem" genutzt wird.
  • Das nun erfolgte Rebranding - das wird in einem Blogpost auch deutlich kommuniziert - soll die Unabhängigkeit der Organisation (= die Unabhängikeit von Facebook) bekräftigen.
  • Es ist offensichtlich, dass man auch die mit dem Namen Libra verbundenen negativen Konnotationen loswerden will.
  • Kommendes Jahr soll nun der an den US-Dollar gebundene Stable Coin - inzwischen mit dem Namen "Diem Dollar" - tatsächlich kommen.

Menschen, die Latein gelernt haben, finden den neuen Namen, den sich die Libra Association gab und heute verkündete, wohl etwas seltsam: Diem, also der vierte Fall von Dies, dem lateinischen Wort für Tag. Der Akkusativ wurde freilich deshalb gewählt, weil er im berühmten Spruch „Carpe Diem“ (gewöhnlich grob mit „Nutze den Tag“ übersetzt) genutzt wird.

Bislang holprige Entwicklung bei Libra

Das ursprünglich von Facebook initiierte Digitalwährungsprojekt musste in den vergangenen rund eineinhalb Jahren immer wieder verschoben werden. Man kam nicht mit der Schweizer Regulatorik zusammen (die Libra Association bzw. jetzt Diem hat ihren Sitz in Genf). Und einige große und wichtige Partner wie PayPal, Visa, Mastercard und Stripe sprangen nach politischem Druck ab.

Das nun erfolgte Rebranding – das wird in einem Blogpost auch deutlich kommuniziert – soll die Unabhängigkeit der Organisation (= die Unabhängikeit von Facebook) bekräftigen. Facebook bleibe aber wichtiger Teil des 27 Mitglieder umfassenden Konsortiums, wird klargestellt. Viel mehr wird zum Namenswechsel nicht gesagt – es ist aber offensichtlich, dass man auch die mit dem Namen Libra verbundenen negativen Konnotationen loswerden will.

„Diem Dollar“ soll 2021 kommen

Kommendes Jahr soll nun der an den US-Dollar gebundene Stable Coin – inzwischen mit dem Namen „Diem Dollar“ – tatsächlich kommen. Allerdings hat die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma noch kein grünes Licht dafür gegeben. Der angepeilte Zeitplan könnte also abermals nicht halten. Und in der Zwischenzeit gibt es einige ähnliche Stable Coin-Projekte, die im Gegensatz zu Diem aber staatlich gestützt und erwünscht sind.

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03.02.2023

So will das AMS digitale Skills zum Standard machen

Um die eigenen digitalen Kompetenzen für den Arbeitsmarkt einzuschätzen und ggf. Schulungen zu erhalten, stellen Staatssekretär Tursky und AMS-Vorstand Kopf die neueste Version des sogenannten “DigComp AT” vor, das nun auch beim Arbeitsmarktservice Anwendung findet.
/so-will-das-ams-digitale-skills-zum-standard-machen/
Staatssekretär Florian Tursky (links) mit AMS-Vorstandsmitglied Johannes Kopf © Bundesministerium für Finanzen
Staatssekretär Florian Tursky (links) mit AMS-Vorstandsmitglied Johannes Kopf © Bundesministerium für Finanzen

Der Fachkräftemangel ist hierzulande in aller Munde. In sämtlichen Studien und Wirtschaftsdebatten wird die branchenübergreifende Problematik diskutiert. Einige sprechen inzwischen sogar von einem Arbeitskräftemangel, anstatt eines Fachkräftemangels. Eine essenzielle Rolle auf dem österreichischen Arbeitsmarkt spielt nach wie vor der Ausbau der Digitalisierungsskills bei Arbeitnehmer:innen. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellen Staatssekretär für Digitalisierung Florian Tursky (ÖVP) und Vorstand des Arbeitsmarktservices (AMS) Johannes Kopf ein Modell vor, das die digitalen Kompetenzen von Arbeitssuchenden einstufen soll.

Digitales Kompetenzmodell gegen Fachkräftemangel

Neun von zehn Jobs erfordern heutzutage digitale Grundkompetenzen. Diese Zahlen beziehen sich laut Tursky und Kopf auf sämtliche Branchen. Dennoch würden 34 Prozent der Arbeitnehmer:innen in Österreich diese Fähigkeiten fehlen. Dabei sprechen Tursky und Kopf nicht vom Umgang mit speziellen Tools, sondern von grundlegenden digitalen Fähigkeiten auf mehreren Ebenen.

Aus diesem Grund wurde das digitale Kompetenzmodell “DigComp AT” entwickelt, mit dem digitale Fähigkeiten standardisiert messbar gemacht werden sollen. Hierbei handelt es sich um die österreichische Variante des europäischen DigComp-Referenzrahmens. Im weiteren Schritt können daraus potentielle Schulungsmaßnahmen abgeleitet werden. DigComp AT orientiere sich dabei an besagtem europäischen Referenzrahmen und kommt bereits im AMS zum Einsatz. Das Modell stamme aus privatwirtschaftlicher Initiative und werde nun in öffentliche Hand überführt.

Johannes Kopf betont dabei den starken Wandel eines jeden Berufsfeldes – die Digitalisierung habe die Arbeitswelt umgekrempelt. Mit der Implementierung des Kompetenzmodells soll dieses vorgestellte System zum Standard werden. Die digitalen Fähigkeiten arbeitssuchender Menschen sollen laut Kopf mithilfe von DigComp leichter evaluiert werden können, sodass ihre Arbeitsmarktchancen durch passende Schulungen erhöht werden. Florian Tursky ergänzt außerdem:

Das digitale Kompetenzmodell dient zur Einordnung und Vergleichbarkeit der digitalen Kompetenzen und ermöglicht eine bessere Sichtbarkeit der digitalen Kompetenzen, die oft in Einzelnachweisen und Zeugnissen verborgen sind. Mit dem Einsatz des digitalen Kompetenzmodells beim AMS wird ein besserer Überblick über die aktuelle Kompetenzstufe und den Bedarf von Schulungen für Arbeitsuchende geboten.

Sechs Bereiche, acht Kompetenzstufen

Das vorgestellte Kompetenzmodell teilt digitale Skills dabei in sechs Bereiche und acht Kompetenzstufen auf. Laut Tursky sei es erstrebenswert, dass zumindest Stufe drei oder vier für jede bzw. jeden erreicht wird. Aktuell befindet sich „DigComp AT“ noch in der Pilotphase. Es sei geplant, dass es auch nach der Pilotphase für Arbeitssuchende freiwillig bleibt. Dennoch erhoffe man sich, einer Standardisierung der digitalen Fähigkeiten auf diesem Weg etwas näher zu kommen.

Die Einstufungen bei „DigComp AT“ © Bundesministerium für Finanzen
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  • Menschen, die Latein gelernt haben, finden den neuen Namen, den sich die Libra Association gab und heute verkündete, wohl etwas seltsam: Diem, also der vierte Fall von Dies, dem lateinischen Wort für Tag.
  • Der Akkusativ wurde freilich deshalb gewählt, weil er im berühmten Spruch „Carpe Diem“ genutzt wird.
  • Das nun erfolgte Rebranding – das wird in einem Blogpost auch deutlich kommuniziert – soll die Unabhängigkeit der Organisation (= die Unabhängikeit von Facebook) bekräftigen.
  • Es ist offensichtlich, dass man auch die mit dem Namen Libra verbundenen negativen Konnotationen loswerden will.
  • Kommendes Jahr soll nun der an den US-Dollar gebundene Stable Coin – inzwischen mit dem Namen „Diem Dollar“ – tatsächlich kommen.

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