26.02.2019

CONDA.black: Mit Altrichter und Pioneers Ventures co-investieren

Mit CONDA.black legt der heimische Crowdinvesting-Experte Conda ein weiteres Angebot vor. "Um die 10.000 Euro" kann man über das Investitionsvehikel mit etablierten Business Angels und Pioneers Ventures co-investieren - nicht nur in Startups.
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conda.black - Mit Michael Altrichter und Pioneers Ventures co-investieren
(c) Conda: Michael Altrichter und Daniel Horak

Im klassischen Crowdinvesting, wie es vom heimischen Spezialisten Conda bereits seit einigen Jahren angeboten wird, beteiligt man sich mit sogenanntem Mezzaninkapital. Mit dieser Mischform aus Eigen- und Fremdkapital können Crowdinvestoren auch sehr kleine Beträge in Form von Nachrangdarlehen in Unternehmen investieren. Sie bekommen das Geld, wie bei Fremdkapital üblich, mit Zinsen zurück – sofern das Business aufgeht. Mit dem neuen Produkt CONDA.black will man nun auch eine Eigenkapital-Variante anbieten – natürlich mit etwas anderen Bedingungen. Man greift dabei auf das gruppeninterne Netzwerk zurück, das sich nach der Übernahme durch die startup300 AG ergeben hat.

+++ Pioneers Ventures X Conda Startup Challenge: bis zu 50.000 Euro zusätzliches Kapital +++

„Club für finanzkräftige Investoren“

„CONDA.black versteht sich als Club für finanzkräftige Investoren, die echtes Eigenkapital zeichnen möchten, auf der Suche nach exklusiven Beteiligungsmöglichkeiten sind und den persönlichen Kontakt mit Gleichgesinnten und Business Angels schätzen“, erklärt Conda-Vorstand und Co-Founder Daniel Horak. Konkret kann man über das neue Investmentvehikel mit etablierten Business Angels sowie der startup300-Beteiligungsgesellschaft Pioneers Ventures co-investieren und damit Anteile erwerben. Eine zentrale Rolle soll dabei Business Angel Michael Altrichter spielen. Er werde sein „Know-how in diesem Rahmen gerne einbringen“, wird Altrichter in einer Aussendung dazu zitiert.

CONDA.black: Es sollen „um die 10.000 Euro“ sein

Die Investmentbeträge im neuen Vehikel werden deutlich größer sein, als im klassischen Crowdinvesting-Modell. Man wolle Personen ansprechen, die bereit sind, „um die 10.000 Euro“ pro Investment zu tätigen, heißt es von Conda. Potenzielle Investitionsziele seien dabei nicht nur Startups mit großem Wachstumspotenzial. Auch bereits etablierte Unternehmen und Immobilienprojekte werden von Conda genannt.

„Spezielle Goodies im Lifestyle-Bereich“ für Mitglieder

Neben Beteiligungsmöglichkeiten wolle man den Mitgliedern „zahlreiche Services und Annehmlichkeiten“ bieten, heißt es von Conda. Geplant seien exklusive Workshops, Seminare und Kamingespräche, bei denen sich Mitglieder und Business Angels persönlich austauschen können. CONDA.black-Mitglieder erhalten zudem direkten Zugang zu sämtlichen Unternehmerteams. „Abseits der Investitionsthemen kommen Mitglieder in den Genuss von speziellen Goodies im Lifestyle-Bereich“, heißt es von Conda. Dazu gebe es Kooperationen mit exklusiven Partnern wie private Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien oder Restaurants, die laufend erweitert würden. Die Kosten für die Mitgliedschaft liegen „bei etwa 1.000 Euro pro Jahr“.

⇒ Zur Page des neuen Investmentvehikels

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v.l. Matthias Schabetsberger, Managing Director Polestar Österreich, mit dem stellvertretenden schwedischen Botschafter Anders Lindgren. | © René Lueger

Der Ort war kein Zufall. „Wir sind eine schwedische Marke”, sagte Schabetsberger vor den Gästen in der schwedischen Botschaft, wo Polestar in Kooperation mit der schwedischen Handelskammer seit Jahren regelmäßig zu Gast ist. Neben Design, Performance und Nachhaltigkeit zahlten die Markenwerte stark auf gesellschaftliche Werte ein, die in Skandinavien hoch gelebt würden: Inklusion, Vielfalt, Gender Equality.

Wie schwedisch das Unternehmen ist, machte er an Zahlen fest: Von den etwas mehr als 2.000 Mitarbeitern arbeiten mehr als zwei Drittel in Schweden. Entwickelt, abgestimmt und designt wird in Schweden, wo die Verbindung zur Schwestermarke Volvo nach wie vor eng ist. Entstanden ist Polestar vor rund zehn Jahren aus einem schwedischen Rennteam, mit einem klaren Bekenntnis zum reinen Elektroantrieb. “So wollen wir als kleine schwedische reine Elektroauto-Marke der Challenger sein für die große Automobilindustrie”, so Schabetsberger.

Der stellvertretende schwedische Botschafter Anders Lindgren nannte Polestar ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation den Übergang zur Elektromobilität in praktische Lösungen übersetzt. Die Erfahrung Schwedens zeige, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit einander verstärken.

Fünf Jahre Polestar in Österreich: Jubiläumsempfang in der schwedischen Botschaft im 9. Wiener Bezirk. | © René Lueger

“Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup”

Im Gespräch mit brutkasten zog Schabetsberger eine Parallele zur Gründerszene. Polestar sei ein junges Unternehmen: “Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup.” Diese Dynamik habe man bewusst gewählt, ebenso den Anspruch, Dinge anders zu denken als klassische Mitbewerber. Einen typischen Polestar-Fahrer gebe es nicht, die Marke sei über alle Altersklassen hinweg beliebt, mit einem relativ ausgeglichenen Anteil männlicher und weiblicher Kunden. Was sie verbinde: die Einstellung zur Elektromobilität und zu gesellschaftlichen Werten. Als skandinavische Marke sei Polestar Europas einzige rein elektrische Automarke.

Polestar ist darüber hinaus eng mit dem schwedischen Innovationsökosystem verbunden. In Göteborg ist Polestar Partner von MobilityXlab, einem Innovationshub am Lindholmen Science Park, der Tech-Startups mit Unternehmen wie Ericsson, Volvo Group und Zenseact zusammenbringt. Ursprünglich auf Mobilität und Konnektivität fokussiert, öffnet sich die Plattform seit September 2026 auch für weitere Industrien. Ausgewählte Startups arbeiten eng mit Polestar an Proofs of Concept, etwa für digitale Customer Journeys und das Erlebnis im Fahrzeug.

Quiet Luxury statt noch mehr Touchscreens

Auf die Frage nach dem Design antwortete Schabetsberger mit einem Begriff aus der Mode: Quiet Luxury. Für Polestar heiße das: “wir brauchen aus unserer Sicht nicht mehr, sondern besser”. Während viele Premiumhersteller im Innenraum mit Holz, Alu, Leder, vielen Lichtvarianten und immer mehr Bildschirmen arbeiten, gehe Polestar einen anderen Weg: klare Linien, reduziertes, funktionales Design. “Wir finden immer mehr Kunden, die in einer aufgeregten Welt mit ständig neuen Produkten und ständiger Veränderung genau dieses reduzierte Design, diesen Quiet Luxury schätzen.” Das Prinzip gelte auch für den Auftritt der Marke: “Man muss jetzt nicht unbedingt immer laut schreien, um gehört zu werden.”

Der Polestar 5 vor der schwedischen Botschaft in Wien: Der vollelektrische Grand Tourer ist das neue Flaggschiff der schwedischen Marke und leistet in der Performance-Version bis zu 650 kW. | © René Lueger

Weniger Bildschirme heißt dabei nicht weniger Technologie. Beim neuen Polestar 4 SUV zieht mit Google built-in der KI-Assistent Google Gemini ins Auto ein. Dank der engen Partnerschaft mit Google ist dieser sukzessive auch in weiteren Modellen verfügbar. Funktionen wie Vehicle-to-Load und ein Camping Mode kommen per Software-Update. Die Transparenz, die Schabetsberger betont, hat eine Zahl: Für den Polestar 4 SUV weist Polestar den CO2-Fußabdruck bis zum Werkstor aus, 20,2 Tonnen CO2-Äquivalent bei der Rear-Motor-Variante. Bis 2030 will Polestar die Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug halbieren, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Und Polestar Charge bündelt mehr als 1,25 Millionen Ladepunkte in Europa über ein Konto, inklusive Tesla Supercharger.

Von drei auf 13 Standorte

Gestartet ist Polestar in Österreich mit einem Direct-to-Consumer-Modell und einem Polestar Space in der Wiener Herrengasse, später kamen Graz und Linz dazu. Im Vorjahr wurde das Modell erweitert: Online bestellen geht weiterhin, zusätzlich können Kunden bei regionalen Partnern in einem Agentursystem Probe fahren, kaufen und das Fahrzeug ausgeliefert bekommen. Die Zahl der Standorte wuchs von drei auf 13, von Dornbirn bis Wien.

Dahinter steht eine Marktbeobachtung: Traditionell seien Flottenkunden die Early Adopter gewesen, in den vergangenen zwölf bis 24 Monaten komme das Wachstum aber vor allem von Privatkunden und Kleinunternehmen. Um sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg zu erreichen, brauche es regionale Partner. Fünf Jahre nach dem ersten Polestar Space blickt Schabetsberger nach vorne, auf “weitere Jahrzehnte in enger Kooperation”.

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