13.04.2021

Bitcoin auf Allzeithoch von über 62.000 Dollar – Rekorde auch bei ETH, BEST

Nach einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung ist der Bitcoin-Kurs am Dienstagvormittag erstmals über die Marke von 62.000 US-Dollar gestiegen.
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Bitcoin
Foto: Adobe Stock

Während die Kurse unterschiedlicher Altcoins in den letzten Wochen stark angezogen sind, hat sich Bitcoin seit Mitte März lange Zeit seitwärts bewegt. Nach dem am 13. März erreichten Rekordhoch von 61.683 Dollar konnte sich der Kurs zunächst nicht dauerhaft über der 60.000-Dollar-Marke etablieren. Am Dienstagvormittag war es nun aber soweit: Die größte Kryptowährung der Welt stieg über ihren bisherigen Höchststand und knackte in weiterer Folge auch die 62.000-Dollar-Marke. Der Kurs stieg nach Zahlen von Coinmarketcap bis auf 62.839 Dollar.

Rekordstand auch für Ethereum und BEST

Auch für Ethereum gab es einen neuen Rekordstand: Die zweitgrößte Kryptowährung stieg bis auf 2.219 Dollar. Der Ether-Kurs hatte allerdings bereits in den beiden Vorwochen Rekordstände geschafft.

Und auch für einen heimischen Token gab es einen neuen Höchststand: Der Bitpanda Ecosystem Token (BEST) stieg erstmals über die Marke von 2,00 Euro. Zu Jahresbeginn war der Kurs noch bei unter 0,2 Euro gestanden. Der Token des Wiener Neobrokers ist damit 2021 bisher um mehr als 1.000 Prozent gestiegen. Erst Ende März hatte der Kurs erstmals die 1,00-Euro-Marke überschritten.

Die neuen Höchststände wurden einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Börsengang von Coinbase erreicht. Dieser könnte der größte seit mehreren Jahren werden und gilt als Meilenstein für die Krypto-Branche.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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