03.03.2022

EU und USA planen Krypto-Sanktionen gegen Russland – Experten skeptisch

Die EU und USA wollen Russland den Ausweg über Kryptowährungen versperren. Experten haben Zweifel an der Wirksamkeit.
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EU und USA überlegen nach dem Ausschluss von sieben russischen Banken aus dem Zahlungsnetzwerk Swift und dem Einfrieren der Auslandsreserven der russischen Zentralbank bereits die nächsten Schritte im „Wirtschaftskrieg“ gegen Russland. Teil davon könnte eine Einschränkung des Handels von Kryptowährungen sein. „Insbesondere werden wir Maßnahmen zu Kryptowährungen ergreifen, die nicht dafür verwendet werden dürfen, um die von der Europäischen Union beschlossenen Finanzsanktionen zu umgehen“, sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire nach einem Online-Sondertreffen der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister am Mittwoch. Auch die USA planen solche Maßnahmen – das US-Justizministerium habe eine Task Force auf das Thema angesetzt, berichten US-Medien.

Bitcoin kaum für große Transaktionen geeignet

Wie genau diese Maßnahme umgesetzt werden soll, hat noch kein Politiker präzisiert. Nach einem Aufruf des ukrainischen Vize-Premiers Mychajlo Fedorow an Kryptobörsen, russische Nutzer:innen zu sperren, hatten große US-Kryptobörsen wie Binance dem Wunsch eine Absage erteilt. Der CEO der Handelsplattform Kraken meine am Montag via Twitter, dass eine solche Sperre nur nach behördlicher Anordnung möglich sei. Diese könnte nun natürlich kommen, Experten haben aber Zweifel, dass das viel bringen würde. Besonders große Summen seien auf diesem Weg nicht zu bewegen, meint auch Krypto-Experte Niko Jilch. Auf Binance belaufen sich die höchsten Bitcoin-Rubel-Transaktionen derzeit auf umgerechnet maximal 250.000 Dollar pro Transaktion.

Auch Matthias Reder von Coinfinity äußerte gegenüber dem brutkasten Zweifel: „Das liegt alleine schon in der Komplexität der Bankgeschäfte sowie Transaktionen mit zB Kreditnehmern und weltweiten Rohstoffhändlern. Diese müßten ja im ersten Schritt mit großen Summen Bitcoins ankaufen, welche sie dann nach Russland transferieren. Das wird meiner Meinung nach aufgrund der Sanktionsbestimmungen für Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen aufgrund des Verwendungszwecks der Wechseltransaktion gar nicht möglich sein, da diese den Wechselwunsch gemäß Bestimmung nicht durchführen werden.
Niemand kann heutzutage irgendwo weltweit einfach so Millionenbeträge aus FIAT in Bitcoin wechseln. Der Markt ist hochreguliert und muss sich natürlich an die geltenden Regeln halten“.

Die österreichische Kryptobörse Bitpanda hatte indes bestätigt, sich an Wirtschaftssanktionen der EU zu halten und deshalb Transaktionen mit russischen Banken zu sperren. Ein- und Auszahlungen von und an betroffene Banken seien nicht mehr möglich, so Co-Founder Eric Demuth in einer Stellungnahme.

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Bitpanda gewinnt UK-Challenger-Bank Plum als B2B-Kunden

Das Londoner FinTech-Scaleup Plum integriert das Krypto-Angebot von Bitpanda in das eigene Investment-Angebot für Kund:innen.
/bitpanda-plum/
Bitpanda Betriebsrat Stocks - Bitpanda, Aktien, Ferrari, Tesla, Nintendo
(c) Bitpanda - Die Bitpanda-Founder Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth.

Kund:innen der Challenger-Bank Plum mit Hauptsitz in London und formellem Sitz in Zypern können dort nun auch in Krypto-Assets investieren. Dazu kooperiert Das FinTech mit dem Wiener Unicorn Bitpanda, dessen API-Lösung nun in die Plum-App integriert wurde. Das 2016 gegründete FinTech, das nach eigenen Angaben rund 1,3 Millionen Kund:innen hat und etwa 1,3 Milliarden britische Pfund an Vermögen verwaltet, ist nicht das erste Unternehmen, das von dieser B2B-Lösung des Wiener Scaleups Gebrauch macht.

Bitpanda: API-Lösung soll Unternehmen Krypto-Service für Kund:innen

Die API-basierte Infrastruktur, die man mit Bitpanda geschaffen habe, spare für Unternehmen und ihre Kund:innen Zeit und Geld und stelle sicher, „dass sie über eine der führenden Börsen Europas handeln, die die strengsten regulatorischen Standards erfüllt“, heißt es von Bitpanda CEO Eric Demuth in einem Statement in einer Aussendung. „Wir teilen mit Plum die Mission, Investitionen für alle zugänglich zu machen“, meint der Gründer weiter.

Plum: Krypto ergänzt bereits breites Service-Portfolio

Und Plum-Gründer und CEO Victor Trokoudes meint: „Unser Ziel ist es, unseren Kund:innen Zugang zu einer breiten Palette von Vermögenswerten zu bieten, damit sie ihre Anlageportfolios richtig diversifizieren und ihr Wachstum langfristig unterstützen können“. Die Zusammenarbeit mit Bitpanda ermögliche den Kund:innen „auf sichere, bequeme und einfache Weise Zugang zu Kryptowährungen zu haben“. Plum-Kund:innen könnten über die App bereits sparen, investieren, ausgeben und budgetieren. „Die Aufnahme von Kryptowährungen in unsere App hilft unseren Kunden, ihre Finanzen an einem Ort zu verwalten“, so Trokoudes.

Auf B2C-Ebene Konkurrenten

Bitpanda bietet seinerseits im B2C-Bereich ebenfalls eine ganze Reihe von Finanzdienstleistungen auch abseits des Krypto-Bereichs an, mit dem es große geworden ist. So wurde auf der Plattform zuletzt eine Möglichkeit zum Handel mit Rohstoffen eingeführt. Auf anderer Ebene stehen die beiden Unternehmen also auch in Konkurrenz zueinander.

DisclaimerDie Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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